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Da fühlte der Bezirksbürgermeister sich leicht veralbert

Foto: Lothar Kaiser

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 wird die Abellio Rail NRW, ein Tochterunternehmen der niederländischen Staatsbahnen, den Betrieb auf der Linie RB 47, der Strecke Solingen – Remscheid – Wuppertal, aufnehmen. Das ist seit Ende vergangenen Jahrss bekannt. Mitte Februar folgte die Mitteilung der Stadtverwaltung, dass Abellio auf dem Gelände des einstigen Lenneper Güterbahnhofs auf rund 4.000 Quadratmetern den Bau einer neuen Zweigstelle mit Tankstellen für die neuen Diesel-Triebwagen, die Entleerung der Zugtoiletten, Reparaturarbeiten und für Mitarbeiterschulungen plant. Auch sollen auf dem Gelände mehr als 200 Meter Gleise verlegt werden, um dort nachts sechs Züge abstellen zu können. Die Zufahrt zu der neuen Niederlassung soll über die Karlstraße erfolgen, wobei die Durchfahrtshöhe der Brücke Schlachthofstraße kein Problem darstellen würde. Allerdings sieht der rechtskräftige Bebauungsplans Nr. 485 in dem Gewerbegebiet eine neue Fußgängerbrücke von der Karlstraße in Richtung Robert-Schumacher-Straße vor, die den Plänen von Abellio entgegensteht. Das Aufstellungsverfahren zum Bebauungsplan Nr. 624, der u. a. diese Fußweg planerisch aufheben soll, läuft bereits - und solle zügig abgeschlossen werden, teilte die Verwaltung der Bezirksvertretung Lennep im Mai mit und bat um einen so genannten Minderausbaubeschluss nach dem Baugesetzbuch.  Zugleich bat Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein um eine Sondersitzung im Juni. Grund: Die BV müsse noch einen weiteren Beschluss fassen, um damit dann die nächste Ratssitzung zu erreichen. Das bot der BV die Möglichkeit, bis dahin den Beschluss über den Minderausbau zurückzustellen und nachzufragen, ob „auch alles wieder zurückgefahren werden kann für den Fall, dass Abellio seine Pläne nicht verwirklicht“. – Ja“, war gestern die Antwort der Verwaltung. Ansonsten aber Stille. Die von Sonnenschein im Mai angekündigte Beschlussvorlage hatte er wenige Tage vor der Sitzung wieder abgesagt. Damit wäre die Sondersitzung eigentlich hinfällig gewesen, wenn Bezirksbürgermeister Dr. Heinz Dieter Rohrweg nicht in der Zwischenzeit noch andere Punkte in die Tagesordnung aufgenommen hätte. „Völlig verfehlt“, kommentierte er gestern das erste Drängen und die spätere Absage des Stadtplaners. „Ich lasse mich doch nicht veralbert. Für mich war das die erste und letzte Sondersitzung der BV!“ - Der Minderausbaubeschluss wurde übrigens gestern gefasst. Und zugleich wurde die Verwaltung gebeten, zu prüfen, ob statt einer Fußgängerbrücke nicht auch die Fortführung der bestehenden –unterführung von Gleis 3 bis zur geplanten Park & Ride-Parkplatz an der Karlkstraße möglich sei. Sollte sich Abellio bereit erklären, diesen Parkplatz anzulegen, könne die Stadt der Gesellschaft ja beim Grundstückspreis entgegenkommen.

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