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Müngstener Brücke ab Ende 2013 für Abellio befahrbar

Jürgen HardtPressemitteilung des CDU-Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt

Bei einem Termin der CDU-Bundestagsabgeordneten aus Nordrhein-Westfalen mit Mitgliedern des Vorstandes der Deutschen Bahn, darunter der Vorsitzende des Vorstandes, Dr. Rüdiger Grube, und der Vorstand Technik, Dr. Volker Kefer, hat der Bundestagsabgeordnete für Solingen/Remscheid/Wuppertal II, Jürgen Hardt, die Themen „ICE-Verbindung West-Ost“ und „Müngstener Brücke“ auf die Tagesordnung gesetzt. Der derzeitige Entfall der ICE-Verbindung von Köln über Solingen und Wuppertal nach Berlin sowie die erheblich längere Fahrzeit zwischen Hamm und Berlin ist bekanntermaßen Folge der Bauarbeiten auf der Strecke. Diese Arbeiten kommen planmäßig voran, so dass die Wiederaufnahme des Normalbetriebes ab Ende August nicht infrage steht. Hardt hierzu: „Die Deutsche Bahn hat mir gegenüber noch einmal bestätigt, nach den Bauarbeiten die Wupperstrecke wieder normal zu bedienen. Dann ist die deutsche Hauptstadt von Solingen und Wuppertal aus wieder per Zug in vier Stunden erreichbar.“

Über die mittelfristige und langfristige Nutzung der Müngstener Brücke für den Güterverkehr sind nach Aussage des Bahn-Vorstandes belastbare Informationen erst Ende des Jahres verfügbar, wenn die komplette statische Neuberechnung abgeschlossen ist. Die derzeitige Nutzung für den Personenverkehr steht aber nicht infrage. Ende des Jahres kann entschieden werden, wie die Brücke dauerhaft ertüchtigt wird: In einem ersten Schritt wäre dabei sicher zu stellen, dass die Abellio-Züge mit ihrer höheren Achslast von 16 Tonnen die Brücke ab Ende 2013 nutzen können. Zweitens ist dann zu klären, in welcher Weise die Brücke dauerhaft gesichert werden kann, ggf. auch für den Güterverkehr. Die Deutsche Bahn steht für Gespräche mit Politik und Wirtschaft zur Verfügung. Hardt hierzu: „Ich finde es gut, bereits jetzt auch über die mittel- und langfristige Perspektive der Müngstener Brücke zu sprechen, und habe dies im April diesen Jahres bei den Oberbürgermeistern von Solingen und Remscheid sowie bei der IHK angeregt. Ich finde es gut, dass die IHK nun eine Unternehmens-Umfrage über die potenzielle Nutzung der Müngstener Brücke für den Güterverkehr gestartet hat. Wir im Bergischen Städtedreieck sollten eine gemeinsame, fundierte Position zu diesem Thema formulieren und von der Bahn verlangen, hierfür Lösungen zu präsentieren.“ - Beim Gespräch mit den CDU-Abgeordneten gab die Bahn ihre am selben Tag mit dem Bundesverkehrsminister getroffene Vereinbarung bekannt, über 300 Millionen Euro in die deutliche Lärmreduzierung bei den rund 180.000 Güterwaggons zu investieren. Hardt: „Wir wollen mehr Güter auf die Schiene bringen, doch für die Anrainer von Bahnanlagen sind gerade die Güterzüge eine besondere Lärmbelastung. Neue Bremsanlagen werden eine deutliche Verbesserung bringen.“ (Jens Schnauber)

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Chronist am :

„Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, (…) die 1897 errichtete stählerne Bogenbrücke ist die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands. Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Remscheid hat eine Prüfung angeregt, ob dieses bedeutende Bauwerk in das Verzeichnis des Weltkulturerbekatalogs aufgenommen werden kann. Es ist davon auszugehen, dass die Räte der Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal noch im Sommer dieses Jahres entsprechende Anträge stellen werden. Die Politik im Bergischen Städtedreieck will den Bestand der „Müngstener Brücke“ als Nutzbrücke für den Personen- und Schwerlastverkehr über die Parteigrenzen hinweg dauerhaft sichern. Ich wende mich mit diesem Schreiben im Namen der CDU-Fraktion Remscheid an Sie, weil in den vergangenen sieben Monaten Stillstand auf der Brücke herrschte. (…) Leider mussten wir den Eindruck gewinnen, dass sich die Deutsche Bahn als Betreiberin des Zugverkehrs zwischen Remscheid und Solingen über sehr lange Zeit nicht sehr verantwortungsbewusst gezeigt hat. Appelle von Politik, Verwaltung, Medien und Bürgern fanden keine große Resonanz. Unser Vertrauen in die Deutsche Bahn hat aufgrund dieser Vorgeschichte stark gelitten. (…) Wir möchten Sie, verehrte Frau Bundeskanzlerin, herzlich bitten, Ihren Einfluss geltend zu machen, dass ein unhaltbarer Zustand in der Verkehrsinfrastruktur auch von Seiten der Deutschen Bahn nicht länger toleriert wird. (…)“ (Auszüge aus einem Brief des CDU-Fraktionsvorsitzenden Jochen Siegfried an Bundeskanzlerin Angela Merkel.)

Chronist am :

Inzwischen liegt die Antwort aus dem Bundeskalzleramt auf den Brief des CDU-Fraktionsvorsitzenden Jochen Siegfried vor, unterschrieben von Johannes Geismann, Leiter der Abteilung 3 (Sozial-, Gesundheits-, Arbeitsmarkt-, Infrastruktur- und Gesellschaftspolitik): "Sehr geehrter Herr Siegfried, haben Sie vielen Dank für ihr Schreiben an die Bundeskanzlerin, in dem Sie um Unterstützung für den dauerhaften Erhalt der Müngstener Brücke für den Personen- und Güterverkehr bitten. Wie ihnen sicherlich bekannt ist, hat Herr MdB Jürgen Hardt bei seinem Gespräch mit dem Vorstand der Deutsehen Bahn AG im Juli d. J. deutlich gemacht, dass die Müngstener Brücke eine große Bedeutung für den regionalen Schienenverkehr im Städtedreieck Remscheid-Wuppertal-Soingen besitzt. Die Vertreter der DB AG haben klar zum Ausdruck gebracht, dass die Nutzung der Brücke für den Personen¬verkehr weiterhin gewährleistet werden soll. Ihren Unmut über die Betriebseinschränkungen und Unannehmlichkeiten, die mit der Sperrung einhergegangen sind, kann ich nachvollziehen. Die Müngstener Brücke zeigt die Schwierigkeiten auf, die es mit sich bringt, ein über 110 Jahre altes denk¬malgeschütztes Bauwerk unter Minimierung von Betriebsunterbrechungen zu erhal¬ten. Ich habe Ihr Schreiben zum Anlass genommen, mich bei der DB AG noch einmal nach der aktuellen Situation und den Stand der Planungen für die Sanierung zu erkundigen. Die DB Netz AG hat versichert, dass die Sperrung der Brücke im Sinne der Sicherheit für die Bahnreisenden unumgänglich war. Zu den Planungen für die weitere Instandsetzung haben die Verantwortlichen der DB Netz AG erläutert, dass die Status- und Entwicklungsanalyse für die Müngstener Brücke in diesem Herbst abgeschlossen werden soll. Auf der Basis der Ergebnisse soli das Bauwerk dann Zug um Zug saniert werden. Dabei soll auch eine Ertüchti¬gung für schwerere Fahrzeuge, die der künftige Betreiber der Strecke Abelio nutzen möchte, erfolgen. Zur Frage der Sicherung der Müngstener Brücke für den Güterverkehr kann die DB AG derzeit noch keine Aussagen machen, da die statischen Neuberechnungen noch nicht abgeschlossen sind. Dazu werden erst Ende des Jahres Informationen zur Verfügung stehen."

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