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Kommissar Schneider und die Satanskralle von Singapur

Foto: Lothar Kaiser

Vielleicht haben sich tatsächlich einige der rund 60 Zuschauer im kleinen Kellerraum des Albert-Einstein-Gymnasiums nach dem geistigen Zusammenhang der anscheinend beziehungslosen Szenen gefragt, die ihnen die Schülerinnen und Schüler des Literaturkurses der 12. Klasse gestern dort boten. Aber kam es darauf wirklich an? Was zählte an  diesem Abend war die Spielfreunde und das komödiantische Talent der jugendlichen Akteure, das bei  „Aprikose, Banane, Erdbeer - Kommissar Schneider und die Satanskralle von Singapur“ unübersehbar war. Ein Jahr lang hatten sie sich mit der Roman- und Theatervorlage des Kabarettisten Helge Schneider beschäftigt, hatten dazu eigene Musikkompositionen geschrieben, sich um Bühnenbild, Requisiten und Kostüme gekümmert, Texte verändert (weshalb jetzt auch von einer Theateraufführung nach Helge Schneider die Rede war) und sich jede Woche drei Stunden lang zu Proben getroffen.

Foto: Lothar Kaiser

Gesamtschulrektor Patrick Taeger: „Das ist ein Stück, das so gar nicht dem typischen Schultheater  entspricht. Aber die Schülerinnen und Schüler wollten es so; dazu gehörte schon eine Portion Mut!“ Aber das Theater habe in der Oberstufe der Gesamtschule Tradition, und die unkonventionelle Rollen und der „spezielle Humor“ von Helge Schneider habe die Theatergruppe gereizt, sich voller  Enthusiasmus auf ungewohntes Terrain zu begeben. „Das brachten die Schüler zunächst an verstandesmäßige, aber auch schauspielerische Grenzen.“ Doch der gemeinsame Besuch des neuen Bühnenprogramms „Buxe voll“ von Helge Schneider  in Berlin Anfang April sei dann hilfreich gewesen. Spaß am Unsinn à la Helge Schneider muss die Truppe aber schon vorher gehabt haben. Das zeigte ihr gestriges temperamentvolles, skurriles Spiel. In den Hauptrollen als „Kommissar Schneider“ Viola Warden und als „Satanskralle von Singapur“ Saijshan Indrakular mit familiären Wurzeln in Srilanka. Beide so text- und spielsicher, auch in ihrer Mimik, das man sie gerne in einem Theaterstück mit mehr Sinn und weniger Unsinn wiedersehen würde, so auch den kernigen "polnischen Stahlarbeiter"....  

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