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Leibniz: Rechtzeitig zum Schuljubiläum neue Hinweistafeln

Michael Altena und Dr. Thomas Giebisch.In Gesprächen mit Remscheider Bürgern hatte Michael Altena den Eindruck, dass nach dem Umzug des Leibniz-Gymnasiums von der Brüderstraße in Remscheid zur Lockfinker Straße in Lüttringhausen viele gar nicht wissen, wo genau sich das Leibniz-Gymnasium heute befindet. Und als ihm dann bei einer Schulveranstaltung die schlechte Beschilderung auffiel,  war die Idee geboren, der Schule drei Schilder zu stiften – um auf diese Weise „die Bemühungen der Schulleitung zu unterstützen, das Schulzentrum trotz leerer städtischer Kassen zukunftsorientiert und zeitgemäß weiter zu entwickeln.“ Am Leibniz-Gymnassium machte nicht nur Tochter Janine das Abitur, sondern (in diesem Jahr) auch Sohn Patrick. „Sie haben sich auf dem Leibniz-Gymnasium sehr wohl gefühlt“, sagt der Vater und versteht die drei Schilder, die seit anderthalb Wochen auf die Schule hinweisen, als „Dank für die Bemühungen, das positive menschliche Miteinander zwischen Schülern, Lehrern und Schulleitung trotz allgemeinem Werteverzehr weiter zu pflegen“.

Dr. Thomas Giebisch, der in das Gymnasium im August 2010 als Leiter zurück gekehrt war, in dem er bis März 2009  Jahre lang Mathematik und Musik unterrichtet hatte (zwischenzeitlich stellvertretender Schulleiter an einem Gymnasium in Velbert), hört solchen Lob natürlich gerne. Denn er identifiziert sich mit „seiner“ Schule. Rund 780 Mädchen und Jungen werden dort derzeit unterrichtet. Und auch für die Zukunft sieht Giebisch für Lüttringhausen den Bedarf eines Gymnasiums.  In einem zweigliedrigen Schulsystem kann er sich das Schulzentrum Klausen sehr gut vorstellen – mit einer „Gemeinschaftsschule ohne Oberstufe“ (anstelle von Haupt- und Realschule) und mit dem Leibniz-Gymnasium, das zum Abitur führt. Eine solche Kooperation wäre zielführender als eine neue Gesamtschule, betonte der Schulleiter gestern auf einer Pressekonferenz und bekräftigte damit die Stellungnahme, die die Rektoren der vier Remscheider Gymnasien Anfang April abgegeben hatten. 

Die drei Schilder, die nunmehr auf das Leibniz-Gymnasium hinweisen, kamen zeitlich passend zu einer Veranstaltung, zu der Schüler und Lehrer sicherlich auch viele Eltern und andere interessierte Bürger/innen werden begrüßen können: Am Donnerstag, 21. Juli, soll zwischen 14.30 und 17.30 Uhr ein großes Schulfest gefeiert werden – und zugleich ein Jubiläum: „25 Jahre Leibniz-Gymnasium in Lüttringhausen“. Thomas Giebisch: „Nach Klausen kamen die ersten Gymnasiasten am 8. September 1986!“ Das Schulfest soll zeigen, wie verwurzelt das Leibniz-Gymnasium inzwischen in Lüttringhausen ist und mit welchen Angeboten und Eigenschaften es in der Remscheider Schullandschaft einzigartig dasteht. Um das aufzeigen zu können, finden im Vorfeld des Schulfestes Projekttage (19. bis 21. Juli) statt mit unterschiedlicher Themenstellung in den einzelnen Klassen. Und wie geht es nach dem Jubiläum weiter? An Ideen mangelt es Schulleiter Giebisch nicht:

  • Spanisch/Informatik: Die zusätzliche Fremdsprache und das technisch-mathematische Fach sollen im Differenzierungsbereich der 8. und 9. Jahrgangsstufe angeboten werden. Bisher gab es sie lediglich in der Sekundarstufe II.
  • Musik: Die neue „Musik.Klasse!“ bietet zwei zusätzlichen Musikstunden für die 5. Klassen, die ausschließlich praktische Elemente beinhalten, unabhängig vom regulären Schulstoff im Fach Musik. Die Teilnehmer / das Ensemble werden/wird bei den diversen Schulfeiern und Konzerten auftreten. Das Angebot unterscheidet sich von Musikklassenangeboten andererRemscheider Schulen dadurch, dass es einen außerunterrichtlichen Musikunterricht voraussetzt. Der wird durch die Kooperation mit außerschulischen Partnern (Musik- und Kunstschule, Posaunenchor Lüttringhausen) angeboten.
  • Schüler helfen Schülern: Im  Bereich der individuellen Förderung leistungssstärkerer und leistungsschwächerer Schülerinnen und Schüler will das Leibniz-Gymnasium künftig  geeigneten Schülerinnen und Schüler der 9. bis 13. Jahrgangsstufe  für den Kleingruppenunterricht von Schülerinnen und Schülern der 5. bis 8. Jahrgangsstufe für passgenauen Nachhilfeunterricht ausbilden. Das Ziel:  die Sitzenbleiberquote am Leibniz-Gymnasium auf sehr geringe Werte zu bringen, wobei für auch für die leistungsstärkeren Schülerinnen und Schüler die „Unterrichtstätigkeit“  eine Herausforderung sein und ihnen die Vertiefung des Lernstoffes ermöglichen soll.
  • Längere Unterrichtseinheiten: Zur Entschleunigung des Unterrichts sind ab dem Schuljahr 2012/13 planen längere Unterrichtseinheiten angedacht (von 67,5 Minuten gleich anderthalb 45-Minuten-Stunden). Hintergrund: Die meist dreistündigen Grundkurse der Sekundarstufe II können exakt in zwei 67,5-Minuten-Einheiten umgerechnet werden.  Nach Diskussion in den Gremien des Kollegiums, der Schülerinnen und Schüler und der Eltern soll diese neue Stundentaktung zumindestens in der Sekundarstufe I starten. So soll -  durch nur noch vier Unterrichtseinheiten am Vormittag - der Schulalltag gerade für die jüngeren Schülerinnen und Schüler überschaubarer werden – und die Schultornister leichter, da weniger Materialien mitgenommen werden müssen. Thomas Giebisch: „Die Vorbereitung auf weniger Fächer pro Tag ermöglicht eine bessere Konzentration auf wesentliche Inhalte. Gleichzeitig entfallen  viele Raum- und Lehrerwechsel und damit Zeitverluste zugunsten einer ruhigeren und entspannteren Lernatmosphäre!“
  • Ausbau des Freiarbeitskonzept: Das Leibniz-Gymnasium ist die einzige weiterführende Schule in Remscheid und Wuppertal, die ein Freiarbeitskonzept durch die gesamte Sekundarstufe I hindurch (also von Klasse 5 bis Klasse 9) anbietet und nicht nur in Klassen der Unterstufe. Das Konzept basiert auf Prinzipien von Maria Montessori und ist damit eine ideale Fortführung der Methoden, die viele Kinder in den Montessori-Grundschulen kennengelernt haben (wobei der Besuch einer Montessori-Grundschule keine Voraussetzung für den Besuch einer Freiarbeitsklasse ist). Darin lernen die Kinder, aus einer vorbereiteten Umgebung selbstständig Materialien (innerhalb vorgegebener Regeln) auszuwählen und nach eigener Einschätzung zu bearbeiten. Die meisten dieser Materialien sind vom Lehrerkollegium des Gymnasiums selbst entwickelt worden. Hintergrund: 13 Lehrer/innen  haben einen Montessori-Zertifikatskurs besucht (auch das ist absolut einmalig im Bergischen Land).

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