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Reparatur der Brücke Linde verzögert sich um weiteres Jahr

Foto: Lothar KaiserDie Brücke Linde über die Bahnlinie Lennep-Ronsdorf sehe "schlimm aus", sagte heute am Rande der Sitzung der Bezirksvertretung Lüttringhausen ein Bürger, der sich wunderte, wieso es möglich sei, die seit Jahren anstehende Reparatur der für das Stahlwerk Dirostahl in Lüttinghausen so wichtigen Zufahrt um ein weiteres Jahr (auf 2014) zu verschieben. Die Mitglieder der BV wundeten sich allerdings über etwas ganz anderes: Eine Kostensteigerung von 1.114.000 auf 3.132.000 Euro. Bisher hatte die Verwaltung für die Instandsetzung der Brücke im Jahr 2012 700.000 Euro plus 75.000 aus früheren Jahren (noch nicht ausgegeben) eingeplant und  im Jahr 2013 339.500 Euro, zusammen also 1.114.000 Euro (400.000 Euro an Landesmitteln, 486.000 Euro als Beitrag der Konzessionsträger und 246.500 Euro als städtischer Eigenanteil). Nunmehr geht sie von Gesamtkosten in Höhe von  3.132.000 Euro aus (2.274.000 Euro in 2013 und 783.000 Euro in 2014; 863.000 Euro Landesmittel und 1.804.000 Euro „private Mittel“, sprich: Gelder der Konzessionsträger). Ein städtischer Eigenanteil ist demnach nicht mehr von Nöten.
Die Kostenerhöhungen hätten sich im Wesentlichen durch „Forderungen weiterer Beteiligter“ ergeben, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. „Neben den zu berücksichtigenden Fahrbahnaufweitungen zu Sicherstellung eines gegenläufigen Schwerlastverkehrs sind zusätzliche Forderungen der DB hinsichtlich der Brückenbreite zu beachten und zu realisieren. Ebenso ist neben der Brückenaufweitung zur Sicherung der Energieversorgung des angrenzenden Gewerbebetriebes die Neuverlegung der Gasversorgung inkl. der technischen Sicherungsauflagen zu beachten. Es muss eine permanente Gasversorgung sichergestellt werden, die umfangreiche Provisorien während des Bauablaufs erforderlich macht. Sowohl zur Minderung von Versorgungsrisiken bei provisorischen Bauzwischenzuständen als auch zur Minderung der Gesamtkosten ist nunmehr eine eigenständige Bahnquerung vorgesehen. Diese ist künftig zwar unabhängig vom Bauwerk, führt aber allein zu Kostensteigerungen von ca. 1,1 Millionen €.“ Die Kostensteigerung auf ca. 3,132 Millionen € sei „zum größten Teil von den sonstigen Beteiligten zu tragen. Grundlage dazu sind die bestehenden Konzessionsverträge“, so die Verwaltung.
Auf die Frage von Andreas Stuhlmüller (CDU) nach der Standsicherheit der Brücke antwortete Udo Wilde, Abteilungsleiter in der Straßenbauverwaltung, diese werde regelmäßig untersucht. Im Übrigen sorgten Absperrungen dafür, dass nur einzelner Stahltransporter die Brücke überqueren könne; Begegnungsverkehr sei nicht möglich.

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Chronist am :

So hieß es im Juli. Jetzt ist alles anders: Die marode „Brücke Linde“ in Lüttringhausen wird früher ersetzt als bislang geplant. In der Bezirksvertretung Lüttringhausen wurde es schon am vergangenen Mittwoch gutgeheißen, im Bauausschuss heute: 2013 sollen für den Neubau 2.274.000 Euro bereitgestellt werden, 2014 dann weitere 783.000 Euro. Von diesen 3.132.000 Euro kommen 863.000 Euro vom Land und 1.804.000 Euro aus „privaten Quellen“, wie es in der Vorlage heißt. Stadtplaner Sonnenschin in der Sitzung: Die Bahn AG beteiligt sich an den Kosten zur Hälfte, da sie an einem breiteren Brückendurchlass für die Züge interessiert ist Der Eigenanteil der Stadt: 465.000 Euro. Demgegenüber wurden die Fahrbahnerneuerungsmaßnahmen auf der Ringstraße (202.000 €) auf spätere Jahre verschoben.

Chronist am :

Im Haupt- und Finanzausschuss wurde gestern bekannt, dass sich die Bahn AG und der Gaslieferant E.on schon im kommenden Jahr an dem Brückenbeubau beteiligen - mit 1,4 Millionen bzw. 425.000 Euro.

Chronist am :

Was lange währt… Im Rathaus liegt inzwischen der Bewilligungsbescheid für den Bau der neuen Brücke Linde vor. Das teilte heute im Bauausschuss Amtsleiter Gerald Hein mit. Für die Erdgasleitung der Ruhrgas AG zur Firma Dirostahl müsse vor Baubeginn eine Untertunnelung des Bahndamms geschaffen werden, damit die Gaslieferungen nicht unterbrochen werden müssten. Möglichst noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten beginnen.

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