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Fehlen Ausführungsbestimmungen zum Rauchverbot?

Was nutzt ein Rauchverbot im Rathaus, wenn sich niemand dran hält? Mitte Oktober hatte Oberbürgermeisterin Beate Wilding die die Ratsmitglieder und sachkundigen Bürger auf eine „Dienstvereinbarung über den Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz“ aufmerksam gemacht, die sie als Chefin der Remscheider Stadtverwaltung mit dem Personalrat abgeschlossen hat. Das Abkommen ist seit 1. Oktober in Kraft getreten und soll nicht nur Auswirkungen auf das Verhalten der Verwaltungsmitarbeiter, sondern auf alle Personen haben, die die Dienstgebäude der Stadtverwal­tung nutzen. Doch noch immer hängen in den Fluren des Rathauses unübersehbar zahlreiche Aschenbecher an den Wänden. Und werden fleißig genutzt. So auch am vergangenen Montag wieder vor und nach der Ratssitzung. Und in einer Pause. Im städtischen Sozialausschuss wurde das am Dienstag heftig diskutiert.

„Ohne Ende“ sei am Montag geraucht worden, kritisierte Ausschussvorsitzender Norbert Schmitz (CDU). Für Angelika Heinzel (W.I.R.) nicht verwunderlich; schließlich habe sie erfahren, dass es im Rathaus noch keinen Raucherraum gebe. Das alles sei „komplett konzeptlos“, stellte sie fest und forderte vor der Verwaltung „klare Linien, ein eindeutiges Regelwerk“. Ist das wirklich von Nöten? Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz wollte das nicht gänzlich ausschließen; der Dienstvereinbarung fehlte die Eindeutigkeit. Deshalb will die W.I.R. nicht locker lassen. Für die erste Ratssitzung im neuen Jahr kündigte Angelika Heinzel einen konkreten Antrag an.

„Rauchverbot ist Rauchverbot“, sah Lothar Sill (SPD) dafür keine Notwendigkeit. Es müsse sich halt nur jeder daran halten. Wie etwa Ottmar Gebhardt (CDU). Der war am Montag zum Rauchen auf den Rathausvorplatz gegangen,  weil er es nicht in Ordnung fand, dass sich „Nichtraucher auf den Fluren voll qualmen lassen mussten“. (Harald Sellner, „Grüner“, dankte prompt „allen Rauchern, die sich am Montag vorbildlich verhalten haben“).Für die städtischen Mitarbeiter sei der Gang nach draußen allerdings keine gute Idee, befand Mast-Weisz. Denn das gebe kein gutes Bild in der Öffentlichkeit ab. Da seien Bürgerkommentare zu befürchten wie „Jetzt dokumentieren die auch nicht, dass sie nichts tun!“

Die Aschenbecher an den Wänden benutzten am Montag übrigens nicht nur Kommunalpolitiker, sondern auch städtische Bedienstete. Als darüber gefrotzelt wurde deutete einer von ihnen an, es fehle derzeit noch an einer Ausführungsbestimmung zur Dienstvereinbarung. In deutschen Amtsstuben muss eben alles seine Ordnung haben; der normale Menschenverstand reicht da wohl nicht. Oder hat das etwas damit zu tun, dass Rauchen der Gesundheit schadet?

Trackbacks

waterboelles.de am : Ab 1. August neue "Kippendeponie" vor dem Rathaus?

Vorschau anzeigen
Am Rande der Ratssitzung vom vergangenen Dezember mockierten sich Ratsmitglieder (Raucher wie Nichtraucher) über fehlende Ausführungsbestimmungen zu der seit Mitte Oktober bekannten „Dienstvereinbarung über den Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz“ zwischen

waterboelles.de am : Ab 1. August neue "Kippendeponie" vor dem Rathaus?

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Am Rande der Ratssitzung vom vergangenen Dezember mockierten sich Ratsmitglieder (Raucher wie Nichtraucher) über fehlende Ausführungsbestimmungen zu der seit Mitte Oktober bekannten „Dienstvereinbarung über den Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz“ zwischen

Kommentare

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Frank Schneider am :

Hmh, so mancher Nichtraucher wird mir vielleicht für folgende Worte am liebsten einen auf den Deckel geben (;-) - auch ich habe im Vorfeld der Ratssitzung auf dem Flur geraucht. (Allerdings mit "eigenem" Aschembecher.) Zuvor hatten wir ("Mitraucher" Angelika Heinzel und Roland Kirchner) uns umgehört, ob es denn bereits einen speziellen Raucherraum gäbe, um dort aus Rücksicht auf die anwesenden Nichtraucher unserer Sucht zu fröhnen. Die Antwort war ein deutliches "Nein". Die Tatsache, dass weiterhin Aschenbecher im Flur hängen und dass bereits mehrere andere Raucher genüsslich an ihren Glimmstengeln zogen, hat uns dazu bewegt, dann auch etwas abseits des Eingangs zum Ratssaal unsere Kippen anzustecken. Generell unterstütze ich das Rauchverbot und ähnliche Bemühungen, aber momentan ist das alles noch sehr unausgegoren. Ein Stück Papier (die "Dienstvereinbarung über den Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz") ist eine Sache, die vernünftige Umsetzung eine andere. Gäbe es den Raucherraum schon, dann würde ich den auch aufsuchen. Aber bisher: Fehlanzeige. Die Zigarette hätte ich mir ggf. auch verkniffen, aber was bringt das, wenn schon jede Menge andere die Luft verpesten? Und solange Zigaretten weiterhin das in Deutschland am einfachsten zu besorgende Genussmittel bleibt - schließlich gibt es alle paar hundert Meter entsprechende Automaten; nur Trinkwasser gibt es noch einfacher -, ist die ganze Diskussion um Nichtraucherschutz einfach nur verlogen! Ich beschränke meinen Zigarettenkonsum meinewegen auf meine Wohnung, um niemand anderen mehr durch meinen Qualm z.B. in Restaurants oder eben öffentlichen Gebäuden zu belästigen, aber dann schafft gefälligst auch mal ALLE Zigarettenautomaten ab! Dann bin ich auch bereit zu glauben, dass man es mit dem Schutz von Nichtrauchern und dem "Kampf" gegen die Folgen des Rauchens ernst meint. Sonst passt nämlich nur das Wort, dass sonst gerne der W.i.R. vorgeworfen wird: POPULISMUS!

Chronist am :

Mit Hilfe der Arbeitsstättenverordnung könne der Nichtraucherschutz in der Remscheider Stadtverwaltung zügiger umgesetzt werden, meinte in der jüngsten Ratssitzung Hilmar Somborn (CDU) und nannte als positives Beispiel die Stadt Köln - und als negatives Oberbürgermeisterin Beate Wilding: „Man hat Sie und Ihren Fahrer rauchend im Wagen gesehen.“ Zum Schutz von Nichtraucherinnen und Nichtraucher hatte die OB als Chefin der Stadtverwaltung zum 1. Oktober 2006 mit dem Personalrat eine „Dienstvereinbarung über den Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz“ abgeschlossen.

Susanne Fiedler am :

Ich finde es auch unerhört, dass das Rauchverbot noch nicht umgesetzt wurde. Wenn man nachfragt, wird nur herumgeeiert. Am ekelhaftesten ist es, wenn man an der Pförtnerloge vorbei das Rathaus betritt und erst einmal durch eine Rauchwolke gehen muss. Noch nicht einmal Besucher werden geschont.

Frank Schneider am :

Auch knapp fünf Monate nach meinem ersten Kommentar zum Thema habe ich im Rathaus vergeblich nach einem Raucherraum Ausschau gehalten. Dorthin hätte ich mich in der Pause der Ratssitzung begeben, um meine Zigarette zu rauchen. Stattdessen wurde ich, wie vorher schon öfters, in den Flur vor der Pförtnerloge im EG (siehe Beitrag von Frau Fiedler) verwiesen. Für Nichtraucher ist das sicher nicht die perfekte Ecke, um dem Qualm zu entgehen. Aber scheinbar erweist sich das offizielle Ausweisen eines Raucherraums im Rathaus als noch schwieriger als den städtischen Haushalt zu sanieren.

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