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Grüne protestieren gegen "Streichkonzert" der Bahn

Dass die Bahn AG den größten Teil der ICE-Halte in Solingen (und damit auf der Wupperstrecke) gestrichen hat und auch die Durchbindung der S 7 bis zum Flughafen Düsseldorf gestrichen werden soll, hat die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Düsseldorfer Landtag, Sylvia Löhrmann, zu einem Protestbrief an den den DB-Vorstandsvorsitzenden Hartmut Mehdorn veranlasst:

„Sehr geehrter Herr Mehdorn,
die Bahn hat – so wurde uns vermittelt – in den unterschiedlichen Bereichen des Nah- und Fernverkehrs einschneidende Umstrukturierungsmaßnahmen geplant bzw. bereits umgesetzt. Mein Wahlkreis – das Bergische Städtedreieck und damit die Wupperschiene – ist hiervon in einer besorgniserregenden Weise betroffen.

Bereits jetzt steht fest, dass die ICE-Halte auf der Wupperstrecke über die Köpfe der betroffenen Kommunen hinweg zu einem Gutteil gestrichen werden. Damit werden die Nutzerinnen und Nutzer auf der viel befahrenen Strecke nicht nur zum Umsteigen in Köln bzw. Dortmund gezwungen. Es wurde vielmehr eigens zur Einführung der ICE-Halte in Solingen-Ohligs für sehr viel Geld ein Bahnsteig passend umgebaut. Ein Vorgang, der einen nachhaltigen, da weitsichtigen Umgang mit begrenzten finanziellen Mitteln nicht mehr erkennen lässt.

Sie werden mit mir übereinstimmen, dass eine Region wie das Bergische Städtedreieck, das aufgrund seiner sehr schwachen Wirtschaftsdaten erst vor kurzem in den bevorzugten Förderbereich der EU-Fördermittel mit einbezogen wurde, existenziell darauf angewiesen ist, potenziellen Investoren eine gute, bequeme und schnelle Anbindung an die verkehrlichen Knotenpunkte zu bieten. Mit den massiven Eingriffen in die ICE-Halte auf der Wupperstrecke wurde dem ein erster Riegel vorgeschoben.

Nun wird in der Kurzfassung „Entwicklung und Bewertung eines Konzeptes für den Rhein-Ruhr-Express in Nordrhein-Westfalen“ des Schlussberichtes durch die Gutachter ausgeführt, dass die S 7 zukünftig nicht mehr bis zum Flughafen Düsseldorf fahren sollte. Mit der Begründung, dass die Nachfrage zu gering und „die Verunsicherung insbesondere bei ortsfremden Fahrgästen bzgl. der Auswahl des für sie günstigsten Bahnhofes (Düsseldorf Flughafen oder Düsseldorf Flughafen Terminal)“ zu groß sei.

Letzteres dürfte eine Frage der Beschilderung und Information sein, kaum eine der Streckenführung an sich. Ersteres führt – analog zur Streichung der ICE-Halte – zu einer stetigen Aushöhlung der Anbindung des Bergischen Städtedreiecks an die wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Umgebung.

Im übrigen stellt sich auch hier die Frage, warum zunächst mit hohem finanziellen Aufwand der neue S-Bahn-Halt direkt unter dem Flughafengebäude gebaut wurde, und nun die einzige S-Bahn-Verbindung dorthin gekappt werden soll – aufgrund einer vermeintlichen Verunsicherung von Fahrgästen!

Sehr geehrter Herr Mehdorn, die Vorgehensweise der Bahn, sukzessive die direkte Anbindung des Bergischen Städtedreiecks an die für das örtliche Wirtschaftsleben wichtigsten Verkehrsknotenpunkten der Umgebung abzubauen, kann nicht im Sinne einer von allen Seiten auch presseöffentlich gewünschten zukunftsfähigen Entwicklung der Region sein. Der Strukturwandel des Bergischen Städtedreiecks wurde durch die diversen Projekte der Regionale 2006 unter hoher Förderintensität des Landes gerade mit der Zielrichtung, den Bergischen Ring an das überörtliche Netz anzubinden und damit die Region verstärkt zu öffnen, erfolgreich eingeleitet. Dieser Prozess der wirtschaftlichen und strukturpolitischen Erneuerung darf keinesfalls durch eine hinderliche Bahnpolitik geschwächt werden.

Vor dem Hintergrund des hier Ausgeführten möchte ich Sie bitten, mir dazulegen, wie Sie die Entscheidungen im Bereich ÖPNV- und Fernverkehrsanbindung des Bergischen Städtedreiecks rechtfertigen und ob die Planungen zwingend und abschließend sind. Des Weiteren würde ich mich freuen, wenn Sie mich künftig zeitnah über Ihre Planungen für die Wupperschiene informierten.“

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