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RS gegen Ende des 19. Jahrhunderts: Schloss Burg

„Zu Schloss Burg an der Wupper -  ein Stein gewordenes Zeugnis der Heimatliebe-  haben die Remscheider seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert ein besonders enges Verhältnis. Die Grafen von Berg hießen noch nicht lange so, als die Feste hoch über der Wupper entstand. 1080 hatte es ein gewisser Adolf satt, ein namenloser Untergraf zu sein, der nur vom erfolgreichen Kampf des Kölner Erzbischofs Anno gegen die Aachener Pfalzgrafen profitierte und mit einem Lehen im heutigen Bergischen Land bedacht wurde. Er nannte sich auf Münzen, die er ohne Genehmigung des Erzbischofs schlagen ließ, Adolphus de Monte, Adolf von Berg, und seine Familie be­gann 1118 mit dem Bau der Burg. Von dieser Burg aus wurden die alten Remscheider beherrscht. Dorthin hatten sie ihren Zehnten abzuliefern.

1496 wurde auf Schloss Burg die fünfjährige Marie von Jülich-Berg mit dem sechsjährigen Johann von Cleve-Mark verlobt. So kam die spätere Vereinigung der Vierlande Jülich-Berg und Cleve-Mark zustande, die 1521 besiegelt wurde und bis 1666 bestehen blieb. Inzwischen war aber der Drei­ßigjährige Krieg über Deutschland hinweggegangen. Die Burg an der Wupper hatte schwer gelitten. Ihr Verfall schritt fort. Im 19. Jahrhundert wurden Materialreste beim Bau des Elberfelder Landgerichts verwendet. Da war es den Heimat­freunden genug. Unter Beteiligung namhafter Remscheider Bürger begann 1890 der Wiederaufbau. Vielen Hindernissen zum Trotz (ein Teil des Neubaus brannte Wiederaufbauwerk brannte nieder) gelang es dem Schlossbauverein, das Wiederaufbauwerk von Schloss Burg 1927 abzuschließen. Als der »Remscheider General-Anzeiger« 1921 zur Pflege des Heimatsinns eine Beilage für heimatkundliche Beiträge schuf, war die erste Nummer Schloss Burg an der Wupper gewidmet.“   (aus: „Remscheid so wie es war“, von Dr. Gerd Courts, erschienen 1974 im Droste Verlag.)

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