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"Stolpersteine" erinnern an Opfer des Nazi-Regimes

Stolpersteine gegen das Vergessen

„Stolpersteine“ ist ein „Kunstprojekt für Europa“ des Kölner Künstlers Günter Demnig, „das die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, der Zigeuner, der politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig erhält“ (Demnig). 31 dieser metallenen Erinnerungen an die schwärzesten Jahre der Geschichte Deutschlands sind seit Dezember 2005 in Remscheid bereits verlegt worden. Weitere werden am 19. Dezember 2006 und am 14. Februar 2007 folgen. Darüber informierte gestern im Rathaus der Remscheider „Aktionskreis Stolpersteine“ unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Beate Wilding, dem Hans-Jürgen Roth (früher Lehrer für Katholische Religion am Remscheider Gertrud-Bäumer-Gymnasium), Werner Faeskorn (Verband der Verfolgten des Nazi-Regimes), Pfarrer Martin Rogalla (Ev. Stadtkirchengemeinde) sowie Jochen Bilstein und Frieder Backhaus angehören, die Autoren des Buches „Die Juden in Remscheid in der Zeit des Nationalsozialismus“.

Der Aktionskreis schätzt die Zahl der Remscheider Juden, die damals umgekommen sind, auf ca. 170, die der politischen Widerstandskämpfer auf 30 bis 50. Wie viele Remscheider Sinti, Roma, Homosexuelle oder Behinderte in der Nazi-Zeit umgekommen sind, ist nicht bekannt.  Zu den „Steinen gegen das Vergessen“, die am 15. März dieses Jahres in Remscheid verlegt wurden, gehört auch der vor dem Haus Freiheitstraße 71. Er trägt die Inschrift „3.März 1943 - Deportationsweg - 30 Sinti und Roma - ermordet in Auschwitz“.

Nächste Woche Dienstag zwischen 9 und 15.30 Uhr  werden weitere 17 „Steine“ an insgesamt sechs Stellen im Stadtgebiet verlegt; beginnend am Haus Martin-Luther-Straße 27 und endend am Lüttringhauser Rathaus.  Schülergruppen des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums und des Leibniz-Gymnasiums werden daran teilnehmen, ferner der Wuppertaler Musiker Manfred Lemm, der über das Bergische hinaus als Interpret jiddischer Lieder bekannt ist.

Die neuen „Steine“ erinnern an die Remscheider Bürger jüdischen Glaubens Suse Wisbrun, Gustav Wisbrun, Agnes Strauss, Oskar Strauss, Emmi Frank, Siegmund Frank, Sara Frank, Richard Strauss, Sara Zauderer, Saul Zauderer, Barbara Zauderer, Isidor Zauderer, Thea Zauderer, Else Gutmann und Siegfried Marienthal sowie die beiden Widerstandskämpfer Artur Becker und Hermann Schmidt.

Zur Verlegung der beiden Steine für Suse Wisbrun und ihren Bruder Gustav werden Peter und Esther Ron aus dem israelischen Kiryat anreisen. Peter Ron (vormals: Peter Wisbrun) ist der Sohn von Gustav Wisbrun. Ester Ron ist ebenfalls in Remscheid geboren (als Ursel Windmüller). Die Tochter des Ehepares, die in Los Angeles wohnt, wird am Dienstag ebenfalls erwartet.

Wer die „Aktion Stolpersteine“ unterstützen möchte: Ein „Stein“ kostet 95 Euro. Aber auch Teilbeträge sind dem Aktionskreis auf den Konten 18 (Stadt Remscheid) bzw. 233 (232 (Ev. Stadtkirchengemeinde) bei der Stadtsparkasse Remscheid (BLZ 340 500 00) willkommen. Stichwort „Stolpersteine“ bei der Überweisung bitte nicht vergessen.  

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Chronist am :

Am Mittwoch, 14. Februar 2007, wird Gunter Demnig weitere STOLPERSTEINE in der Remscheider Innenstadt und im Südbezirk verlegen, um an die Wohn- und Lebensorte von Bürgerinnen und Bürgern zu erinnern, die zwischen 1933 und 1945 verfolgt und ermordet wurden. Die Aktion steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Beate Wilding.

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