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"Schuldebatte ist nicht effektiv genug, Politik zu langsam!"

Die Schuldebatte ist nicht effektiv genug, die Politik ist zu langsam, Parteien streiten über einen Namen. Der Türkische Elternverein Remscheid e.V. hat den Elternwillen klar und deutlich zum Ausdruck gebracht. Remscheid braucht eine dritte Gesamtschule mit der Möglichkeit des Abiturabschlusses. Die Notwendigkeit wurde bereits durch Zahlen offengelegt. Zu viele Kinder mussten bisher abgewiesen werden. Sehr viele werden jedes Jahr dazukommen, wenn die Politik nicht schnell handelt. Die Diskussion, ob Remscheid eine Sekundar- oder Gesamtschule bekommen sollte, wird viel Zeit in Anspruch nehmen. Wir glauben nicht, dass unsere Politiker hier auf einen gemeinsamen Nenner kommen werden. Der Türkische Elternverein wird sich für eine schnellere Entscheidung einsetzen und sich notfalls für einen Bürgerentscheid stark machen. Wir fordern unsere Politiker auf Ihre Entscheidung schnellstmöglichst zu treffen. Damit auch Eltern an der Diskussion „Sekundar- oder Gesamtschule“ teilhaben können, werden wir zeitnah eine Podiumsdiskussion organisieren. Der Termin wird bald mitgeteilt. (Salih Temizyürek, Vorstandsvorsitzender)

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Waterbölles am : Schule der Zukunft: "Verhandeln, bis weißer Rauch aufsteigt!"

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Schon in der ersten Schul-Diskussion beim Türkischen Kultur- und Sportzentrums Remscheid e.V. an der Freiheitstraße Anfang Oktober 2010 erntete der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans Peter Meinecke, seit vielen Jahren Vorsitzender des städtischen Schulausschus

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Kommentare

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EijaTirkkonen am :

Das finnische Gesamtschulsystem wird in Deutschland oft für beispielhaft gehalten. Dabei vergisst man, dass es durch die Entwicklungsjahre zahlreichen Korrekturen unterzogen wurde. Die Realität des Lehralltags war doch eine andere als der ideologische Anspruch der Gründungsjahre. Die Integration aller Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten in eine Klasse war nur durch ein effektives Fördersystem möglich: Schüler mit Defiziten in lediglich einzelnen Fächern oder Schüler mit sprachlichen Defiziten durch eine fremde Muttersprache bekommen heute einen zusätzlichen Förderlehrer zur Seite gestellt in der regulären Klasse. Schüler mit mannigfaltigen Lernproblemen werden in Förderschulen oder getrennten Förderklassen versetzt, bis sie dem regulären Unterricht wieder folgen können. Für Schüler, die den vorgeschriebenen Lernplan nicht meistern können, werden individuelle Lehrpläne entwickelt, damit auch sie einen Schulabschluss erreichen können. Zur weiteren Unterstützung stehen neben den Fachlehrern und den Förderlehrern, ein Schulpsychologe und ein Bildungscoach zur Verfügung. Die Kopfnote für das Verhalten wurde wieder eingeführt wie auch das notwendige Übel des Sitzenbleibens. Man erkannte zusätzlich, dass die Betonung des Abiturs in einer Gesamtschule die handwerklich Begabten vernachlässigte: Handwerk, Hauswirtschaft und neuerdings Gesundheitslehre sind Pflichtfächer für alle in der Sekundarstufe. Die öffentlichen Ausgaben für das Schulsystem in Finnland betragen 6.604 € pro Schüler während dieselben in NRW 4.500 € betragen (2004; leider konnte ich aktuelle vergleichbare Zahlen nicht finden). Am Ende stellt sich die Frage, ob das teure abgestufte Fördersystem bis zur individuellen Förderung Finnland im internationalen Vergleich so gut abschneiden lässt oder die formale Schulstruktur namens „Gesamtschule“.

Harald Fetsch am :

Danke Frau Tirkkonen, dass Sie dieses Thema mit sachlichen und fachlichen Informationen angefüllt haben. Aus pädagogischer, lernpsychologischer etc. Sicht lässt sich das Ergebnis der PISA-Studie für Finnland plausibel nachvollziehen. Im Umkehrschluss zeigt es damit auch die Mängel im deutschen Schulsystem auf. Vor relativ kurzer Zeit hat man in Deutschland jetzt auch festgestellt, dass die Haupttätigkeit eines Lehrers das Unterrichten, das Wissen vermitteln ist. Dies wird jetzt auch in der Lehrerausbildung berücksichtigt.

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