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"Ich hole nachmittags immer ein fröhliches Kind ab!“

Tagesmutter Michaela Fromme mit Tim, Henri und Tochterchen Dana. Foto: Lothar Kaiser

Bis 2013 große Nachfrage nach Tagesmüttern und –vätern“, titelte der Waterbölles am 26. Februar. Zurzeit betreuen in Remscheid 24 qualifizierte Tagesmütter mit amtlicher Erlaubnis 86  Jungen und Mädchen im „U3-Alter“ (im Februar waren es 25 und 53). Die berufstätigen Mütter und Väter sind froh, ihre Kinder tagsüber in guten Händen zu wissen. Ab 1. August 2013 haben Eltern einen uneingeschränkten Anspruch auf Betreuung ihrer Kinder ab Vollendung des 1. Lebensjahres.  Ein Anspruch, den die Kommunen erfüllen müssen. Und das bei Fördergeldern von Bund und Land, die nicht in dem erwarteten Umfang fließen. Deshalb gehen bislang neun von 19 Kitas beim U3-Ausbau noch leer aus, wie es in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause hieß. In dieser Situation ist jeder neue Tagesmutter, jeder neue Tagesvater für die Stadt Remscheid nicht nur eine organisatorische, sondern vor allem auch eine finanzielle Entlastung. Denn die Kosten einer Kindertagespflegestelle liegen weit unter denen einer für „U3“ eingerichteten Kindertagesstätte.

Für 2012 geht die Verwaltung von 43 Tagesmüttern und -vätern in Remscheid aus und von 100 in 2013. Das gelingt nur, wenn sich bei Petra Hellmann-Wien, der Leiterin des städtischen Fachbereiches Jugend, Soziales und Wohnen, und bei Abteilungsleiter Peter Nowak in nächster Zeit viele Männer und Frauen melden, die an der Tagespflege von Kindern Interesse haben. Michaela Fromme hat das getan. Die gelernte Erzieherin wollte lieber weiter tagsüber mit ihrer einjährigen Tochter Dana zusammen bleiben, als in einer Kita-Gruppe mit 20 Kindern zu arbeiten. Da lag die Idee der Tagespflege nahe. Im April vermittelte das Jugendamt Michaela Fromme den anderthalb Jahre alten Henri und den zweieinhalb Jahre alten Tim, deren Mütter bei der Stadt wegen einer Tagespflege nachgefragt hatten, um wieder berufstätig sein zu können. Morgens zwischen sieben und acht Uhr werden die beiden kleinen Jungen in die schmucke Eigentumswohnung der Frommes an der Schlachthofstraße in Lennep gebracht. Und dann wird erst einmal gemeinsam gefrühstückt, bevor im Kinderzimmer gespielt wird. „Zuerst spielten die drei jeder für sich; jetzt spielen sie zusammen, achten aufeinander“, berichtet die Tagesmutter. Gegen 9.30 Uhr erhalten die Kinder eine kleine Zwischenmahlzeit. Bei gutem Wetter geht es dann zum Kinderspielplatz am Kimmenauer Weg. Mittagessen gibt es gegen 11.15 Uhr. Danach ist dann Mittagsschlaf angesagt. Um 14 Uhr wird Henri dann von seiner Mutter wieder abgeholt, Tim um 14.45 Uhr. Die Zusammenarbeit mit den Eltern sei sehr gut, sagt Michaela Fromme. Und eine der beiden Mütter gab beim morgendlichen Besuch des Waterbölles in der Kindertagespflegestelle das Lob spontan zurück: „Die Kinder haben wirklich Spaß miteinander. Ich hole nachmittags immer ein fröhliches Kind ab!“

Bevor sie selbst Mutter wurde, kümmerte sich Michaela Fromme als Erzieherin mehrere Jahre schwerpunktmäßig um die Betreuung von unter Dreijährigen. Derzeit nimmt sie zusätzlich an einer Qualifizierungsmaßnahme zur „Kindertagespflege“ teil. Darauf legte auch das Jugendamt wert. Denn allen Kindern in Tagespflege soll eine familienähnliche und fachlich kompetente Betreuung geboten werden. Dass die Kindertagespflege eine echte berufliche Perspektive sein kann, berichtete der Waterbölles bereits im Februar.

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Chronist am :

Im März 2011 wurden in Nordrhein-Westfalen 30.018 Kinder in mit öffentlichen Mitteln geförderter Kindertagespflege betreut. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 17,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 20.035 der betreuten Kinder (66,7 Prozent) waren jünger als drei Jahre. Bei dieser Altersgruppe war, wie die Tabelle zeigt, die Zunahme gegenüber dem Vorjahr am höchsten. In Remscheid betreuten 21 Tagesmütter 64 Kinder, darunter 57 unter drei Jahren.

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