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Holpriger Start in eine neue Ära der Kreisverkehre in RS

Neuer Mini-Kreisel auf der Königstraße hatte Unfall-Premiere“, titelte der Waterbölles am 12. August, nachdem er tags zuvor auf den frisch eingerichteten Kreisverkehr hingewiesen hatte. Anschließend entwickelte sich im Waterbölles eine lebhafte Diskussion über die Sinnhaftigkeit eines solchen Kreisels im Allgemeinen und mögliche Fehler der Stadtverwaltung im Besonderen. Die beiden Anwohner Manfred Dörpfeld und Adolf Schulze, die daran gleich mit mehreren Kommentaren beteiligt waren, nahmen (neben anderen interessierten Bürger/innen) gestern Nachmittag an einem Ortstermin teil, zu dem Bezirksbürgermeister Otto Mähler (Foto oben) eigentlich nur Gerald Hein (Amtsleiter Straßen- und Brückenbau) und die lokalen Medien eingeladen hatte. Doch weil der Termin vorab in einer Zeitung veröffentlich worden war, sah sich Gerald Hein unerwartet und unmittelbar mit der Kritik der Bürger/innen konfrontiert – nahm sie jedoch nicht an: „Der Mini-Kreisel entsprach von vornherein allen Anforderungen der Straßenverkehrsordnung! Den Vorwurf, wir hätten nicht sorgfältig genug gearbeitet, weise ich entschieden zurück!“

Die Stadt habe die Kreuzung Königstraße/Hüttenstraße/Uhlandstraße nach Einrichtung der neuen Kreisverkehrsregelung anstelle der veralteten Ampelanlage „sehr aufmerksam beobachtet und in einigen Fällen nachgerüstet“, betonte der Amtsleiter. So kamen etwa auf der Königstraße beiderseits des Kreisels Fußgängerüberwege („Zebrastreifen“), 30-km/h-Schilder und Hinweistafeln auf  die geränderte Vorfahrtsregelung hinzu. Mit diesem „Nachbesserungen“, befand Norbert Stippekohl (CDU), sei der Mini-Kreisel nunmehr in Ordnung. Eine Meinung, die der pensionierte Polizeibeamte Otto Mähler teilte: „Wenn hier künftig noch Unfälle passieren, gibt es dafür Verursacher. Die sind dann nicht vorsichtig genug gefahren, nicht langsam genug oder nicht aufmerksam genug!“

In den ersten Tagen nach der Umrüstung der Kreuzung hätten  einige Autofahrer die neue Verkehrsreglung offenbar gar nicht richtig wahrgenommen („Die scheinen mit geschlossenen Augen gefahren zu sein“), meinte Mähler. Forderung der Bürger: „Dann muss man Maßnahmen treffen, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen!“ Konkret: Auf dem Asphalt der Königstraße sollten beiderseits des Kreisels in gebührendem Abstand Tempo-30-Schilder aufgemalt werden. Gerald Hein sagte zu, diesen Vorschlag mit in die Verwaltung zu nehmen, auch wenn er gleichzeitig betonte, die Sicherheit des Kreisverkehrs mit seinen beiden Zebrastreifen sei keineswegs geringer als die einer Ampelkreuzung.

Was am Mini-Kreisel noch fehlt, ist ein Leitsystem für Sehbehinderte und Blinde.  Das soll noch nachgerüstet werden. Für Brigitte Sommer, die Vorsitzende des Remscheider Blindenvereins, gestern beim Ortstermin ebenfalls dabei, eine Selbstverständlichkeit: „Den Satz 'Die Stadt hat kein Geld!' möchte ich im Zusammenhang mit Leitsystemen nicht mehr hören!“ Manfred Dörpfeld und Adolf Schulze wiederholten gestern ihre bereits zuvor im Waterbölles geäußerte Sorge, mit Beginn der Schule seien die Schüler/innen der Alexander-von-Humboldt-Realschule an der Grunerstraße beim Überqueren der Freiheitstraße mehr gefährdet als bei der früheren Ampelschaltung. Otto Mähler deutete daraufhin an, die Polizei werde nach Schulbeginn den Mini-Kreisel verstärkt im Auge behalten.

Zu Wort meldete sich gestern auch Wieland Gühne, der Fraktionsvorsitzende der Wählergemeinschaft W.i.R. Er sei ein Freund der Kreisverkehre, betonte er, und deshalb sei er umso enttäuschter über den misslungenen Start des ersten Mini-Kreisels in Remscheid. „Da ist einiges schief gelaufen“, stellte Gühne fest. „Das einzuräumen hätte den handelnden Personen gut zu Gesicht gestanden!“ Mit den zunächst für den Kreisverkehr veranschlagten 6.000 Euro – die hatten die Bezirksvertretung Alt-Remcheid und später dann der Rat der Stadt einstimmig genehmigt – dürfte die Stadt aufgrund der „Nachbesserungen“ (darunter sechs verkehrslenkende Baken, siehe Foto links), des Blinden-Leitsystems und der eventuell noch hinzukommenden „Asphaltmalereien“ jedenfalls nicht mehr auskommen …

Trackbacks

Waterbölles am : 10 Minuten Kreisverkehr für 10 Euro ganz für sich alleine

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  „Holpriger Start in eine neue Ära der Kreisverkehre in RS“, titelte der Waterbölles am 24. August 2011, nachdem es in den beiden Wochen zuvor auf dem frisch eingerichteten Mini-Kreisel auf der Königstraße“ einige Male gekracht hatte. Gerald Hein (

Kommentare

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Felix Staratschek am :

Und wie hat sich die Lage am Kreisverkehr jetzt entwickelt? Das zweite Bild ist ja eine Belastung für die Schildfrüsen!Sind weitere Unfälle passiert oder klappt es nun?

Chronist am :

"Hätte man auf der Mitte des Kreisverkehrs statt weißer Farbe nicht besser roten Gussasphalt aufgebracht, um den Kreisel sichtbarer zu machen?", fragte gestern in der Sitzung der Bezitksvertretung Alt-Remscheid Sigmar Paeslack (SPD). Antwort von Hans-Otto Heming vom Fachdienst Straßen und Brückenbau: Das Geld dafür habe die Stadt nicht gehabt, ebenso wenig wie für eine gewölbte Kalotte. Ganz abgesehen davon hätte, um sie aufzubringen, die gesamte Straße gesperrt werden müssen. Bezirksbürgermeister Otto Mähler gab die Entwarnung der Polizei wieder, in den ersten Schultagen sei am neuen Kreisverkehr alles problemlos gelaufen; die Schüler/innen hätten sich richtig verhalten.

Chronist am :

An der Kreuzung Park-/ Königstraße seien ihm neue Ampelmasten aufgefallen, sagte gestern im Hauptausschuss Wieland Gühne von der W.i.R. – und wunderte sich: „Warum entsteht denn dort kein Kreisverkehr?“ Doch von den zahlreich anwesenden Mitarbeitern der Verwaltung wusste das niemand. Die Information soll nun nachgereicht werden.

Chronist am :

In den Osterferien bekommt der Kreisel auf der Königstraße nun endlich einen roten Gussasphalt in der Mitte. Das sei "von vornherein so geplant gewesen", sagte heute vor der Presse Bezirkbürgermeister Otto Mähler.

Friedrich Adolf Schulze am :

Der Minikreisel auf der Königstraße birgt weiterhin ein hohes Unfallrisiko, und nach Ende der Testphase sollte der Kreisverkehr daher wieder aufgelöst werden. Viele Unfälle, auch mit Personenschäden und die Uneinsichtigkeit der Verkehrsteilnehmer veranlassen mich zu diesem Vorschlag. Ständiges Hupen bei Tag und auch während der Nachtstunden sorgt für Gesundheitsbeeinträchtigungen der Anwohner. Richtung Hüttenstraße abbiegende Lkw stellen eine sehr große Gefahr für die Fußgänger dar. Regelmäßig schaffen die großen Lastkraftwagen nicht die Kurve ordnungsmäßig zu fahren und geraten bei Tag und auch bei Nacht auf den Bürgersteig an der Ecke Königstraße-Hüttenstraße. Es grenzt fast an ein Wunder, dass noch kein Kind unter die großen Lkw-Reifen gekommen ist und lebensgefährlich verletzt wurde. Einen so schweren Unfall (wie schon in anderen Städten geschehen) sollten wir nicht abwarten, sondern jetzt diesen Minikreisel beseitigen und die Verkehrsführung ändern. Auch ist die nächtliche Ruhestörung - verursacht durch Lastkraftwagen, die von dem Bürgersteig wieder herunterfahren - so stark, dass man aus dem Schlaf gerissen wird. Eine Ampelanlage ist meines Erachtens nicht notwendig, wenn die Königstraße wieder zu einer vorfahrtberechtigten Hauptstraße gemacht wird. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Km/h in beide Richtungen, von Kindergarten bis Goethestraße und Goethestraße bis Kindergarten, ist dringend erforderlich. Die Hüttenstraße könnte talwärts bis zu Hausnummer 4 zur Einbahnstraße werden, mit einer Beschränkung auf 3,5 Tonnen (Schulbusse könnten von dieser Einschränkung befreit werden). Die Uhlandstraße müsste an der Einmündung zur Königstraße ein Stoppschild bekommen. So würde der Kreuzungsbereich stark entlastet und hohe Kosten für roten Gussasphalt (Kreiselmittelpunkt) entfallen. Gerald Hein von der Stadtverwaltung habe ich diese Lösung schon vorgeschlagen. Er hat diesen Vorschlag abgelehnt mit der Begründung, man müsse auf die Spedition Flesche Rücksicht nehmen. Die Firma Flesche ist in der Königstraße ansässig, besitzt gegenüber vom Betriebshof einen Parkplatz in der Königstraße und eine Werkstatt sowie einen weiteren größeren Parkplatz in der Hüttenstraße. Der Fahrweg Königtraße – Hüttenstraße und umgekehrt ist schon am 24. August 1994 durch das Umweltamt Düsseldorf geändert worden. Leider hält sich die Firma Flesche bis dato nur äußerst selten daran. Ich kann mir nicht vorstellen, dass 300 m Umweg für Lkw über die Kreuzung Amtsgericht nicht möglich sein soll, sondern lieber die Gesundheit der Menschen, insbesondere unserer Kinder, weiter grob fahrlässig gefährdet wird.

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