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Neues Umfeld für Forschung, Lehre und Produktzertifizierung

Im Bild v. li. n. re. Peter Spelsberg (Fa. Dohrmann), Architekt Harald Schlösser, Jan Wilhelm Arntz, OB Wilding, Henner Blecher (Beiratsvorsitzender), Thomas Küll (Vorstand) und Peter Dültgen.. Foto: Lothar Kaiser

Forschungsgemeinschaft übernimmt Thyssen-Gelände“, titelte der Waterbölles am 17. September 2010. Dass die 1952 gegründete Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe e.V. (FGW) von der Thyssen-Krupp AG ein knapp 11.000 Quadratmeter großes, seit langem brachliegendes Grundstück an der Papenberger Straße gekauft hatte, löste damals bei den städtischen Wirtschaftsförderern im Rathaus Freude und Erleichterung aus. Schließlich war zeitweilig auch eine Umsiedlung nach Solingen im Gespräch. Doch vom Grundsatzbeschluss des FGW-Vorstandes, die insolvente Technologiefabrik an der Berghauser Straße zu verlassen und in Remscheid mit eigenen Mitteln neue Büros, Forschungs- und Prüflabore in einer Gesamtgröße von rund 2.500 Quadratmetern zu errichten, bis zum Baubeginn dauerte es dann doch länger, als zunächst erwartet. Nicht im Mai, wie von Geschäftsführer Dr. Peter Dültgen noch Ende Februar angekündigt, sondern erst heute Nachmittag trafen sich auf dem alten BSI-Gelände die Mitglieder der Vorstandes und des Beirates der FGW mit Vertretern der ausführenden Baufirma (Dohrmann) und des Architektenbüros (Schlößer und Herbers), Oberbürgermeisterin Beate Wilding und Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein zum offiziellen ersten Spatenstich. Eigens dafür waren Geröll und Bauschutt auf ca. 20 Quadratmeter so tief durch Sand ersetzt worden, dass mit den Spaten ohne große Mühe „Bodenaushub“ bewegt werden konnte.

Die Brachfläche an der Papenberger Straße unterhalb von ThyssenKrupp. Archivfoto: Lothar Kaiser

Bis die 35 Mitarbeiter der Forschungsgemeinschaft ihr neues Domizil beziehen können, wird es wohl Sommer 2012 werden.  Von einer Fertigstellung des Neubaus Ende dieses Jahres, wie noch im Februar, war gestern nicht mehr die Rede. Statt dessen bekannte der FGW-Vorstandsvorsitzende Jan Wilhelm Arntz: „Was lange währt wird endlich gut!“ Im Laufe der Verhandlungen und Abwägungen habe man sich nicht für einen Containerfertigbau entschieden, nicht für einen auswärtigen anonymen Industriebauer, und auch nicht für ein Grundstück im Solinger Stadtgebiet, sondern für den Standort Remscheid, kreative Remscheider Architekten und einen „Ur-Remscheider Bauunternehmer“ und damit „für einen  soliden, individuellen, funktionellen aber nicht minder attraktiven Industriebau auf historischem Gelände“.

„Mit dem heutigen Spatenstich setzen wir einen Meilenstein in der mittlerweile fast 90-jährigen Geschichte der FGW respektive der VPA Remscheid. Als herausragendes Forschungs- und Prüfinstitut der deutschen Werkzeug- und Schneidwarenindustrie mit gelebter Einbringung in die universitäre Lehre wohnen und arbeiten wir bald in den eigenen vier Wänden. Ein modernes Umfeld für Forschung, Lehre und die Zertifizierung anspruchsvoller technischer Produkte wird geschaffen,“ fuhr Arntz fort. Leicht sei die Umsetzung der vor mehr als einem Jahr getroffenen Entscheidung nicht gefallen. Denn: „Mit uns als Laien vom Fach“ waren die Diskussionen mit den Architekten und Vertretern der Baufirma nicht immer von bautechnischer Kompetenz geprägt“. Und auch Stadtplaner Sonnenschein sei vermutlich „nicht immer beigeistert von unserer Wunschliste im Rahmen der Grundstückswahl“ gewesen.

Nun aber, so der FGW-Vorstandsvorsitzende weiter, hoffe er zuversichtlich darauf, „die FGW mit diesem für Remscheid wichtigen Projekt in einer Reihe von erfolgreichen weiteren Meilensteinen zu sehen. Remscheid hat es verdient, Remscheid hat es aber auch bitter nötig.“ Dafür wünschte Jan Wilhelm Arntz im Namen des Vorstandes, des Beirats und der Geschäftsführung den Ausführenden des Neubaus „eine glückliche Hand und wenige Terminverzüge und uns als zukünftigen Eigentümern und Bewohnern eine unterbrechungsfreie Vorfreude ohne bauseitige Überraschungen“. Glück bei der Umsetzung ihres Projektes wünschte auch Oberbürgermeisterin Beate Wilding. Es freue sie, dass die FGW der Stadt Remscheid erhalten bleibe; sie sei „ein Pfund in einer Stadt, die mit Werkzeugen groß geworden ist“. - „Der Neubau verkörpert das, was die FGW ausmacht, Modernität und Innovation. Wir freuen uns, dass es jetzt losgeht“, betonte Geschäftsführer Dr. Peter Dültgen. Mit dem derzeitigen Domizil der FGW habe man auf auswärtige Besucher keinen großen Eindruck machen können. In den Neubau seien Ideen aller Mitarbeiter eingeflossen.  Und zur langen Planungsphase: „Wissenschaftler brauchen dafür eben etwas länger als andere…!“

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