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Breites Angebot an komplementären Hilfeleistungen

Auch Menschen, die bislang noch keiner Pflege bedürfen, sind vielfach auf Hilfe anderer angewiesen, weil sie manche  Verrichtungen im Haushalt nicht mehr alleine bewältigen können. Es ist sogar die Regel,  dass erste Probleme in der Bewältigung des Alltages vor Eintritt von Pflegebedürftigkeit auftreten. Obwohl es oftmals nur einfache  Verrichtungen sind, so müssen sie doch erledigt werden, damit kein größerer  Hilfebedarf eintritt und die Betroffene ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben können. Zu diesen komplementären Dienstleistungen zählen beispielsweise Kochen, Reinigung  des Hausflurs und der Wohnung,  Schreibarbeiten und Behördengänge,  Versorgung von Haustieren und Wäschedienst. Derartige Dienste werden von den Anbietern mit Stundensätzen zwischen 9,20 € und 35 € (je nach Leistung) in Rechnung gestellt. Bei Vorliegen der entsprechenden  rechtlichen Voraussetzungen übernimmt die Pflegeversicherung (SGB XI) die Kosten; ansonsten müssen die Hilfebedürftigen sie selbst tragen. In 19 Fällen trat im vergangenen Jahr die Stadt Remscheid als örtlicher Sozialhilfeträger ein.

In Remscheid existiert ein breites Angebot an komplementären Hilfeleistungen. Im Jahr 2010 gab es insgesamt 31  Anbieter. Elf sind reine komplementär tätig, davon zwei überörtlich, 20 sind ambulante Pflegedienste. Die meisten Anbieter haben ihren Firmensitz zwar in Alt-Remscheid, doch sind fast alle im gesamten Stadtgebiet tätig.  Eindeutige Berechnungsgrößen dazu, inwieweit der aktuelle Bedarf mit dem vorhandenen  Angebot tatsächlich ausreichend abgedeckt wird, gibt es nicht. Die Stadt Wuppertal geht davon aus, dass 4,2 Prozent der ab 60jährigen Gesamtbevölkerung einen potentiellen komplementären Unterstützungsbedarf hat, der nicht innerfamiliär oder durch Freunde/ Nachbarn sichergestellt ist. Bezogen auf die ab 60jährigen Einwohner Remscheids (31.051 Personen) wäre somit von  einer potentiellen Nutzergruppe von 1.304 Personen auszugehen. Tatsächlich liegt die Zahl mit 563 jedoch deutlich niedriger. 463 Menschen werden durch ambulante Pflegedienste versorgt und 100  durch reine komplementäre Dienstleister). Die Kunden in Remscheid sind dabei zu 44 Prozent zwischen 60 und 80 Jahre alt und zu 52 Prozent über 80 Jahre.   

Entscheidend für die relativ geringe Inanspruchnahme komplementärer Dienstleistungen scheint  derzeit weniger das Angebot selbst als vielmehr die Transparenz über vorhandene  Angebote sowie deren Finanzierbarkeit zu sein. Hier gilt, dass ausreichend über die  vorhandenen / möglichen Angebote informiert und beraten werden muss.  Dies ist in einem ersten Schritt durch die Herausgabe der Broschüre „Haushaltsnahe  Dienstleistungen in der Region“ geschehen. Einen zweiten Schritt könnte eine Vermittlungszentrale  für haushaltsnahe Dienstleistungen mit einer Telefonhotline darstellen.  Eine gemeinsame Umsetzbarkeit in der bergischen Region mit Förderung des Landes  wird derzeit geprüft.  Weiterhin ist wichtig, dass auch für weniger finanzstarke Menschen preisgünstige Angebote  zur Verfügung stehen. Dies lässt sich möglicherweise durch eine Koppelung  von professionellen mit ehrenamtlichem / nachbarschaftlichem Engagement im  Wohnquartier umsetzen. (nach: Drucksache 14/1132 der Stadtverwaltung RS, Bericht zur Situation der Versorgung unterstützungsbedürftiger / pflegebedürftiger Menschen in Remscheid aus Sicht des örtlichen Sozialhilfeträgers)  

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