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"Metropol"-Kino: Langsam sollte wieder Ruhe einkehren

Waterbölles-Kommentar

Sollten Sie eine eigene Homepage mit Links auf andere haben, können Sie dieses Banner gerne verwenden.Ohne Kino wäre Remscheid wieder ein Stück ärmer. Aus dieser Einsicht heraus nannte sich die Facebook-Gruppe, die zunächst zum Boykott des „Metropol“ an der Alleestraße  aufgerufen hatte, weil sich Rollstuhlfahrer von dem Kinobetreiber grob behandelt fühlten, nach der ersten Aufregung in „Wir für den Erhalt des Remscheider Metropol" um. Der Kino-Pächter hatte zuvor – sehr spontan – erklärt, für 150.000 Euro sei das Kino zu haben. Inzwischen hat er noch einmal nachgedacht. Und hat sich besonnen. Spät, aber nicht zu spät. Er will in Remscheid bleiben. Und er hat sich bei den Rollstuhlfahrern entschuldigt. Durch seinen Rechtsanwalt ließ er erklären: „insbe­sondere der kleine Justin und seine Mutter sowie einige Rollstuhlfahrer und deren Be­gleitpersonen“ seien „möglicher­weise nicht mit der nötigen Umsicht behandelt worden. (…) Dies tut ihm leid, und er entschuldigt sich … ausdrücklich bei allen, deren Ge­fühle in diesem Zusammen­hang versehentlich verletzt wurden.“ Der Pächter wolle sich zeitnah mit den zuständigen Behörden in Ver­bindung setzen, „um zu prü­fen, unter welchen Vorausset­zungen Rollstühle in den Vor­führräumen abgestellt werden dürfen", heißt es in der Erklärung weiter. Das Ergebnis dieser Prüfung bleibt abzuwarten. Bis dahin die Flamme der moralischen Empörung weiter lodern zu lassen macht wenig Sinn. Es sei denn, die Kritiker des Kinochefs hätten die endgültige Schließung des „Metropol“ im Sinn. Daran glaube ich nicht.

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Kommentare

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Chronist am :

Inzwischen ist es tatsächlich ruhiger geworden um das Metropol-Kino. Und so soll es auch bleiben, hofften heute die Mitglieder des Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung. Zuvor hatte Jürgen Beckmann, der Leiter des städtischen Ordnungsamtes, mitgeteilt, dass der Kinobetreiber nach Beschwerden eines Nachbarn über zu laute Vorführungen die Nachtvorstellungen am Wochenende eingestellt habe. Und Stadtkämmerin Bärbel Schütte wusste zu berichten, dass die Stadt künftig gegen einzelne Rollstuhlfahrer auf Fluchtwegen, wie sie der Brandschutz vorschreibe, nicht mehr einzuwenden habe, wenn diese sich mit dem Rollstuhl selbständig fortbewegen könnten oder wenn sie in Begleitung ins Kino kämen. Schütte: „Da sollten wir den gesunden Menschenverstand walten lassen!“ Ihr Fazit: „Problem gelöst!“

Chronist am :

Ruhe im Metropol, aber anders, als damals gemeint: Das Kapitel des gegenwärtigen Kinobetreibers In der Geschichte des Remscheider Metropol-Kinos scheint nunmehr endgültig abgeschlossen zu sein. Auf eine Räumungsklage durch Hausbesitzer Peter Schmitz reagierte der Kinopächter mit einer fristlosen Kündigung des Mietvertrages. Er fordert von Schmitz Schadenersatz. Denn als er in das Kino 150.000 Euro investiert habe, sei ihm der mangelhafte Schallschutz der Kinoräume nicht bekannt gewesen. Das klingt nach einer langwierigen gerichtlichen Auseinandersetzung.

Chronist am :

Im juristischen Streit zwischen dem Kinopächter und Heinz-Peter Schmitz (Verpächter) vor dem Landgericht Wuppertal ist noch kein Ende abzusehen: Nachdem sich die Kontrahenten auf einen Vergleichsvorschlag des Gerichts nicht verständen konnten, ist zum nächsten Verhandflungstermin am 21. August mit der Aufforderung des Gerichts zu rechnen, zusätzliche Beweise für ihre Behauptungen/Anschuldigungen vorzulegen. Wenn dann auch noch Gutachter ins Spiel kämen, müssten sich Remscheider Kinofreunde wohl mit dem Gedanken anfreunden, für längere Zeiten in Nachbarstädten ins Kino gehen zu müssen. Und ob dann noch was aus einer Verpachtung des Metropols an die Wuppertaler Cinemaxx wird, die momentan im Gespräch ist...

Christoph Humpert am :

Ich bin mal gespannt, ob er die 150.000 Euro mit Belegen nachweisen kann... Eigentlich tut einem der Kerl leid, aber er hat auch (mutwillig) kein Fettnäpfchen ausgelassen.

Hans Gerd Göbert am :

Der klamme Kinopächter möchte heute die Öffentlichkeit an dem ihm entstandenen finanziellen Schaden beteiligen. Er hat angekündigt, von 11 bis 18 Uhr vor dem Kino zu sitzen. In ein Köpenick-Kostüm gekleidet und mit einer alten Picklhaube auf dem Kopf, wird er dort mit einem Klingelbeutel in der Hand Passanten um eine milde Gabe bitten. Er erhofft sich damit, von den bekannt spendenfreudigen Remscheidern einen Teil seiner Investitionen erstattet zu bekommen.

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