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Bei Feiern empfehlen Buddys Wasser statt Alkohol

„Buddy“ ist keine Anrede, die unter den Mitgliedern des städtischen Jugendhilfeausschusses gepflegt wird. Das ist mehr etwas für Schüler/innen und jüngere Erwachsene. Aber wenn im Dezernat von Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz ein Konzept erwartet wird, das diesen Namen trägt und entsprechend der Empfehlungen der Gesundheitskommission der Alkoholprävention dienen soll, dann gehört das natürlich auf die Tagesordnung. Die Empfehlungen der Gesundheitskonferenz hatte der Ausschuss schon am 15. Juni zur Kenntnis genommen. In der ersten Sitzung nach der Sommerpause beantwortete die Verwaltung nunmehr die damaligen Nachfragen nach „Buddy“:

„Buddys haben sich aus dem Peer Education Konzept entwickelt. Peers (engl. für „Gleichgestellter“, „Ebenbürtiger“) werden in ihrem eigenen sozialen Umfeld aktiv, z.B. in der Schule, um sich gegenseitig zu unterstützen. Peers sind informelle Gruppen in  allen Teilen der Gesellschaft, und sie gibt es in jedem Alter. Feuerwehrleute bilden z.B. eine  Peergruppe, um den beruflichen Alltag zu bewältigen. (…)Buddys (engl. für „Kumpel“) sind auch Gleichgesinnte, die aber älter und erfahrener sind. Sie  haben einen Auftrag, evtl. Zuständigkeiten, und bieten, wenn nötig, bewusst Hilfestellungen an.“

Die Remscheider Stadtverwaltung plant den Einsatz von Jugendlichen als „Buddys“, als Ansprechpartner/innen auf größeren Veranstaltungen für andere Jugendliche  zum Themenfeld Sucht- und Gewaltprävention. Diese Buddys sollen  älter als 16 Jahre oder junge Volljährige sein, um auch in den höheren  Altersgruppen akzeptiert zu werden. In Absprache mit den Veranstaltern können Buddys auf  kommerziell und nichtkommerziell ausgerichteten Feiern zum Einsatz kommen. Sie sollen dort Jugendliche „auf positive,  altersangemessene Art ansprechen und schon weit im Vorfeld von Konflikten, geschweige  denn Eskalationen, konstruktiv wirken.“ Die Verwaltung stellt sich das so vor: „Buddys bewegen sich bei einem Fest durchs  Publikum und bieten kleine Give-Aways an oder ganz konkret Wasser als Alternative zum Bier. Sie  kommen mit den feiernden Jugendlichen ins Gespräch und können im richtigen Ton - ohne erhobenen Zeigefinger - z.B. zur  Auseinandersetzung mit dem Alkoholkonsum anregen. Sie  können damit einen Beitrag zur Thematisierung des Alkoholkonsums und zur positiven Stimmung auf  der Feier leisten.“ Die Finanzierung der Give-Aways und der Aufwandsentschädigungen  sollen über Spendenmittel erfolgen.

Jugendliche, die sich als Buddys ausbilden lassen wollen, müssen bestimmte Voraussetzungen  mitbringen. Während Peers (so z. B. die Peers aus der Albert-Einstein-Gesamtschule)  innerhalb einer Einrichtung von den Jugendlichen selbst für die Aufgabe gewählt werden und  Vertrauenspersonen sind, denen man Sorgen und Nöte anvertrauen kann, können sich Buddys  von sich aus melden, wenn sie die Schulung durchlaufen möchten. Sie kennen ihre potentiellen  Ansprechpartner/innen auf Festen vorher nicht. Aus diesen Gründen müssen sie selbständig  und selbstbewusst arbeiten können. Die Verwaltung: „Sie sollten sich aus dem Kreis der Schüler/innen aller Schulformen (inkl. Auszubildende) … rekrutieren, aus den in offenen Jugendeinrichtungen, in Jugendverbänden, in den  Jugendorganisationen der Rettungshelfer und im Sport ehrenamtlich Tätigen. Sie haben  Interesse an sozialer Arbeit, sind zuverlässig und bringen soziales Engagement mit. In der Buddy-Schulung erhalten sie ein Kompetenz-Training, das besonders ihre  kommunikativen Fähigkeiten unterstützt und sie zu den o.g. Zielen befähigt. Zurzeit entwickeln  die Suchtberatung des Diakonischen Werkes und der Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen  (Jugendschutz) ein Curriculum, das sowohl grundlegendes soziales Know-how über  Kommunikation, Gruppenprozesse, Konflikttraining, etc. als auch Fachwissen über Suchtmittel  beinhaltet. (…) Vorerst ist geplant, die Buddy-Schulung vom Diakonischen Werk und dem Fachdienst zu konzipieren und durchzuführen. Darüber hinaus ist vorgesehen, Fachkräfte aus  dem pädagogischen Bereich zu Buddy-Coaches fortzubilden, die … den Jugendlichen nach (Einsätzen) zur Reflexion zur Verfügung  stehen und sie begleiten. Für den Einsatz vor Ort ist es wichtig, dass die professionellen Sicherheitskräfte, das  Ordnungsamt und die Polizei über die Konzeption der Remscheider Buddy-Konzepts vorher gut  informiert sind. Es muss klar sein, dass die Buddys nicht Ordnungsdienste ersetzen können  und sollen.“ ( Waterbölles: In einem Jahr sollte die Verwaltung berichten, was aus den Plänen geworden ist.)

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