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Junge Union lässt fürs DOC die Hüllen fallen

Pressemitteilung der Jungen Union Remscheid

Die Junge Union Remscheid möchte mit dieser Aktion die Remscheider Bürger dazu animieren, die bisher sehr gute Wahlstimmung bei der Bürgerbefragung bis zum Sonntag, 16. Oktober, beizubehalten, um diese Chance für unsere Stadt zu nutzen. Unter dem Motto „Junge Union lässt fürs DOC die Hüllen fallen“ möchten die JU-Mitglieder nicht nur auf das begrenzte Shoppingangebot in unserer Stadt aufmerksam machen, sondern auch auf die zusätzlichen Arbeitsplätze und die Einnahmen für die Stadt Remscheid, sowie die zu erwartende Belebung der Remscheider Altstadt. Der Kreisvorsitzende der Jungen Union Remscheid, Mathias Heidtmann „Ich denke, dass ein DOC unsere Stadt attraktiver macht und wir damit den Abwanderungen der jungen Leute entgegen wirken können. Denn mit einer Fülle von Arbeitsplätzen und neuen Shopping Möglichkeiten bietet Remscheid eine Perspektive für unsere Jugend.“ Ein Problem bei der Infrastruktur sieht die JU nicht, denn durch den Bau der Autobahnanbindung „Blume“ habe man für das DOC die perfekten Voraussetzungen geschaffen.

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Waterbölles am : "Furcht vor Kaufkraftverlusten besonders ausgeprägt!"

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„In Gegenden wie Unterfranken, wo das ‚Wertheim Village’ an der BAB 3 bei Würzburg viele Kunden auf die ‚grüne Wiese’ lockt und diese nicht touristisch angebunden sind, fließt viel Kaufkraft … auf Kosten umliegender Klein- und Mittelstädte ab“, heißt es

Kommentare

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Peter Maar am :

Primitiver und geschmackloser geht es nicht! Diese sicherlich nicht in Armut aufgewachsenen Wohlstandsjugendlichen, die die Kleiderschränke voller "Klamotten" haben dürften, beklagen sich über das begrenzte "Shoppingangebot" in Remscheid. Beklagen sollten sie lieber, dass es auf dieser Welt Millionen von Menschen - und besonders von Kindern - gibt, die glücklich wären, wenn ihnen nur ein Bruchteil des "begrenzten Shoppingangebotes" zur Verfügung stehen würde. Diese Menschen müssen sich nicht erst ausziehen, um einen angeblichen Mangel zu dokumentieren. Sie erleben diesen Mangel millionenfach tatsächlich. Hautnah!

Christoph Humpert am :

Von meinen Remscheider Freunden wohnt wirklich nur noch EINER in Remscheid, alle anderen (inkl. ich) sind fortgezogen. Sie sind in einer Zeit in Remscheid Jugendliche gewesen, als die Stadt noch eine Vielzahl von Möglichkeiten für junge Menschen geboten hat. Beschweren Sie sich daher besser nicht über die Remscheider Jugendliche, die sich trotz weiterhin zunehmender Unattraktivität noch zum Standort Remscheid bekennen und sich für diesen auf kreative Art engagieren.

Julian Kleuser am :

Dass Herr Maar sich mal wieder beschwert war vorher klar. Ich gratuliere meinen Nachfolgern in der JU für diese witzige und absolut gelungene Aktion. Die Aussage trifft den Kern! Gerade junge Menschen fahren fast ausschließlich in andere Städte, da das "Shopping-Angebot" in Remscheid nicht vorhanden ist. Christoph, ich kann dir leider nur zustimmen, aus meinem Freundeskreis wohnen auch nur noch wenige in Remscheid.

Mathias Heidtmann am :

Sehr geehrter Herr Maar! Ich komme aus keinem wohlhabenden Haus und muss, seit ich 16 Jahre alt bin, für mein Geld hart arbeiten. Ich habe vier Jahre lang Nachtschichten bei "Burger King" geschoben, um mir überhaupt etwas leisten zu können. Mit solchen Aussagen sollte man immer sehr vorsichtig umgehen, aber das brauch ich Ihnen als "Wohlstandsjugendlicher" sicher nicht erklären. Wieso bei Burger King? Weil ich keinen anderen Job fand in dieser Stadt! Jeder beschwert sich, hier sei nichts los, doch wenn es Investoren gibt, wird alles "tot diskutiert". Ich hoffe, dass unsere Stadt nicht ausstirbt und wieder lukrativer wird, damit nicht weiterhin alle jungen, gut ausgebildeten Menschen um uns herum verschwinden! Auf diesem Bild sehen Sie Jugendliche, die etwas für diese Stadt bewegen möchten und dafür arbeiten. Wenn Sie diese Stadt und unsere Jugend aufgegeben haben, dann bitte! Wir nicht.

Bernd Störmer am :

Respekt, es gibt sie also doch... Dieser Aussage gibt es nichts hinzuzufügen, ausser dass soh ein Kommentar mich als kleinen Kommunalpolitiker motiviert, nicht zu resignieren. Übrigens, an Herrn Maar, wie wäre es einmal mit einer Entschuldigung bei unseren jungen Mitbürgern?

Bernd Störmer am :

Also ich finde es weder primitiv, noch geschmacklos, sondern eher sexy und kreativ. Wäre auch eine tolle Aktion für den Heimatbund gewesen, aber jetzt ist natürlich die Idee weg, schade eigentlich.

Roland Kirchner am :

Wieso Bernd, wenn ich beim Heimatbund wäre, würde ich den Vorstand und Beirat (mindestens elf Personen) gut gekleidet an der selben Stelle ablichten und dazu einen Text schreiben, in dem die heimischen Einzelhändler genannt werden, bei denen man die Kleidung, Schuhe etc. gekauft hat.

Michael Dickel am :

Primitiv und geschmacklos ist allenfalls Ihr Kommentar, Herr Maar. Das Sie den Bogen von dieser Aktion zu armen Menschen ziehen, zeigt doch ihre Arroganz. Gerade heute sind Jugendliche sehr sensibel, wenn es um Armut auf der Welt geht, und viele von ihnen leisten sogar vor Ort ihren "Dienst". Aber das hat alles mit den Problemen hier vor Ort nichts zu tun. "Pfui" für ihren Kommentar! Das DOC wird kein Heilsbringer sein, das wäre zuviel hinein interpretiert. Es wird einen Stein ins Rollen bringen, eine Aufbruchstimmung erzeugen und Investitionen auch von anderer Seite nach sich ziehen. Ob es in 20 Jahren noch existiert, kann keiner genau sagen. Letztlich wird das Käuferverhalten darüber entscheiden. Und da sieht der Investor an dem Standort eine Chance. Allen "Wolkenkuckucksheimen" in der Lenneper Altstadt oder an anderer Stelle fehlt es genau an diesem Investor. Vielleicht sollten die Gegner mal genau mit dem gleichen Elan für Fördermittel für ein solches Unterfangen beim Land nachfragen. Munition dafür liefern sie ja ständig, und so wundert es mich wirklich, warum auch das Land ständig nur Vorschriften macht, was und wie wir zu kaufen haben. Noch mehr wundert es mich, warum in NRW nicht auch über eine Strafsteuer für Internet-Versandhandel nachgedacht wird. Und nun auch noch ein 85-jähriger Architekt, der uns die Leviten liest. Prima. Strafsteuer für alle ins Centro Oberhausen fahrenden Käufer!!!

Wieland Gühne am :

Oweia, Herr Maar, einfach empörend! Und das vor dem Adolf-Clarenbach-Denkmal.

Daniel Gambal am :

Ich denke, spätestens mit dem Ergebnis vom 16. Oktober wird Herr Maar feststellen müssen, dass er und sein Heimatbund in Lüttringhausen nur eine lächerliche Minderheit vertreten. Der Vergleich mit Armut in diesem Zusammenhang ist Politik unterster Schublade und einfach nur peinlich. Zu Matthias kann ich nur sagen: Gratulation! Die Wirkung Eurer Kampagne übertrifft viele Kampagnen größerer Unternehmen mit professionellen Marketing-Bereichen. Weiter so!

Christina Große-Hering am :

Ihr Kommentar zu dieser gelungenen Aktion ist unzutreffend und wie so häufig von der Sachebene verbannt. Der Bogen wird immer weiter (über)spannt, den Bezug von Pro DOC zu den armen Menschen in den Entwicklungsländern ist sehr weit her geholt. Die Konsumbedürfnisse jüngerer Menschen, die der Arbeitswelt noch zur Verfügung stehen, sind selbstverständlich andere und mit denen der Menschen im Rentenalter nicht vergleichbar. Wir freuen uns auf das Ergebnis der Abstimmung Remscheider Bürgerinnen und Bürger am 16.Oktober.

Jürgen Koball am :

Also die "Hasen" von der JU sehen schon sehr schnuckelig aus. Habe für einen kurzen Moment über einen Parteiwechsel nachgedacht. ;-) Ich bin selbst ein DOC-Gegner. Aber um fair zu sein: Ich finde die Aktion originell.

Lothar Kaiser am :

Mich stimmt dieses Bild hoffnungsfroh. Sechs junge Frauen und nur fünf junge Männer. Da könnte sich in einigen Jahren die "Männlein-Weiblein"-Zusammensetzung der CDU-Fraktion doch endlich mal gravierend verändern... Vorausgesetzt, ein paar "alte Männer" wären bereit, ihre Stühle zu räumen, auf denen sie festzukleben scheinen. Übrigens ein Phänomen, das auch in anderen Fraktionen zu beobachten ist. Aber die Herren sind ja "sooo unentbehrlich".

Felix Staratschek am :

Während ich den Wunsch nach Arbeitsplätzen noch verstehen kann - die Frage ist aber, wie viele Arbeitsplätze durch ein DOC andernorts vernichtet werden - so zeugt die Verbindung von Einkaufsmöglichkeit und Perspektive für die Jugend von einem entsetzlichen Materialismus, den eine Jugendorganisation einer sich christlich nennenden Partei überwinden sollte. Einkaufen tut man, weil man Kleidung braucht - und die darf auch schmuck aussehen. Aber wieviele Stunden im Jahr ist man Einkaufen? ist das der Lebenssinn der Jugend? Ich verlasse doch auch nicht Radevormwald, weil ich für manche Einkäufe in andere Städte fahre. Ich habe mir gerade in einer fränkischen Kleinstadt im Stadtzentrum ein paar neue Hosen gekauft und werde jetzt ein bis zwei Jahre oder länger keinen Bedarf mehr an Hosen haben. Wenn die Jugend aus Remscheid weggeht, weil sie hier nicht einkaufen kann, tut sie mir leid. Wenn die JU aus anderen Gründen für das DOC ist, dann mögen wir unterschiedlicher Meinung sein. Da kann man streiten. Aber das "Shopping" "Perspektive" für die Jugend ist, das ist kulturlos. Hier wären mehr Anstöße der JU für eine echte Jugendkultur nötig! Perspektive für die Jugend schafft eine Politik, die die Ressourcenverschwendung beendet und unseren Planeten dauerhaft lebenswert erhält. Für mich steht ein DOC an der Blume diesem Ziel entgegen. An anderer Stelle (Haltestellen Hauptbahnhof und Lennep oder über den Bushaltstellen des Ebertplatzes) könnte es wegen der Nähe zu anderen Handelsstandorten aber auch belebend für die Innenstadt sein und den ÖPNV beleben. Gerade viele Jugendliche haben ja noch kein Auto und sollten froh sein, wenn zentrale Strukturen erhalten und gefördert werden und Vorhandenes bewahrt bleibt, statt eine Fassadenillusion auf der heute noch grünen Wiese zu errichten. Das Bild oben hätte Herrn Clarenbach bestimmt gefreut: So viele Jugendliche im weißen Taufgewand! Ob die auch den Kanon singen können "Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig"? (Text vom Indianerhäuptling Seattle, der auch die Schöpfungstheologie vieler Christen beeinflusst hat). Ich werde jedenfalls ein "veni sancte spiritus" anstimmen, damit entweder die JU bessere Argumente findet, die mich überzeugen, oder damit die JU vom Konsumismus wegkommt und auf der Blume weiter Blumen wachsen dürfen.

Christoph Humpert am :

Mathias Heidtmann hat es doch auf den Punkt gebracht, indem sagt, dass in Remscheid außerhalb von Burger King niemand seine Arbeitsleistung brauchte. Selbstverständlich komme ich auch nicht gerade aus einem Armutshaushalt, aber dennoch hatte Remscheid mir während meines Studiums auch nur diese miesen Jobs in jungen Jahren zu bieten. Das DOC bietet hingegen neben sozialversicherungspflichtigen Jobs Potenzial für hunderte Minijobs, die junge Menschen aus dem bergischen Land schon gegen Ende der Schulzeit aufnehmen können und während eines universitäten Studiums - hoffentlich an der Uni Wuppertal -fortführen werden. Solche Perspektiven hindert Jugendliche vom Wegzug in die ansonsten für junge Menschen viel attraktiveren Metropolen um die Ecke. Jugendlichen ist es übrigens völlig egal, wenn in Remscheid nur ein begrenztes Angebot an Kleidung vorgehalten wird, denn die Jugend fährt dann einfach nach Wuppertal, Köln, Düsseldorf, Oberhausen oder Roermond. Es geht beim DOC um Arbeitsplätze und Image für Remscheid und nicht um das Kleidungsangebot für Remscheider Jugendliche.

Rolf Haumann am :

Herr Maar erweist mit seinem Kommentar dem Protest gegen das geplante DOC leider einen Bärendienst. Dass sich junge Menschen engagiert und unkonventionell zu einem Thema äußern, das für sie wichtig ist, ist eine tolle Sache. Ich finde die Idee sehr originell und gut umgesetzt. Der Kommentar von Herrn Maar geht nur völlig am Thema vorbei. Ich kenne einen auf dem Foto, der sich sehr für Kinder und Jugendliche gerade auch in Afrika engagiert und seine freie Zeit dafür einsetzt. Das sind die jungen Leute, die wir heute brauchen!

Klaus R. Schmidt am :

Jawoll, das sind genau die jungen Leute, die wir heute brauchen und die Gott sei Dank in allen etablierten Parteien anzutreffen sind, während wir auf die Ansichten eines Peter Maar verzichten können.

Carsten Kaiser am :

Sehr geehrter Herr Maar, Sie sind einfach nur ein schlechter Verlierer. Aber das habe ich Ihnen ja schon in vielen Leserbriefen "Ihres" Lüttringhauser Anzeigers attestiert, die Sie natürlich nie abgedruckt haben. Und wenn Sie vor Wut platzen, das DOC kommt, so sicher wie das Amen in der Kirche.

Heimatbund Lüttringhausen e.V. am :

Die Behauptung von Herrn Carsten Kaiser, der Lüttringhauser Anzeiger habe die "vielen Leserbriefe" des Herrn Kaiser nie abgedruckt, wird mit Entschiedenheit zurückgewiesen. Leserbriefe von Herrn Carsten Kaiser sind beim Lüttringhauser Anzeiger nie eingegangen.

Lothar Kaiser am :

Hallo Herr Weber, ohne Vornamen und E-Mail-Adresse kann ich Ihren Kommentar nicht veröffentlichen.

Antonio Scarpino am :

Liebe Mitglieder der Jungen Union Remscheid, schade, dass ihr auf halber Strecke stehen geblieben seid! Kennt ihr den Film "Ganz oder garnicht"?!? Also: traut Euch und lasst wirklich die Hüllen fallen!!! Mit gerade einmal zwei nackten Oberkörpern ist Remscheid nicht geholfen!

Luigi Valitutto am :

Liebe DOC-Befürworter, wenn Ihr für jede vorenthaltene Information ein Kleidungsstück ablegen müsstet, würdet ihr bald alle nackt rumlaufen, und das für Monate oder sogar Jahre.

Michael Dickel am :

Wer jetzt immer so nach vorenthaltenen Informationen ruft... Die Abstimmung soll doch erst mal die grundsätzliche Meinung der Remscheider dokumentieren, und daher sollten möglichst viele zur Abstimmung gehen. Informationen wird es danach ja noch genug geben, und sei es die, dass das DOC aus rechtlichen Gründen nicht gebaut werden darf. Und dann wird es beraten werden und letztendlich wird es von den dafür aus unserer Mitte gewählten Bürgern in Ausschüssen und im Rat Beschlüsse geben. Alles demokratisch - manchmal bedaure ich das sogar..., weil es so furchtbar lange dauert.

CDU Remscheid am :

Das DOC ist das Thema des nächsten „Lenneper Gesprächs“, zu dem der CDU-Kreisverband Remscheid, Stadtbezirk Lennep, für den 12. Oktober einlädt. Gastreferent an diesem Abend ist der Develop-ment Director der McArthurGlen Group, Henning Balzer. Die Veranstal-tung findet in der Klosterkirche (Webersaal) statt. Beginn ist um 18.30 Uhr. Die Veranstaltung ist öffentlich; alle interessierten Lenneper Bür-ger sind herzlich willkommen.

Fritz Beinersdorf am :

Alles nur geklaut! Nachdem CDU-Mittelstandsvereinigung und Jungunternehmer das „I love NY“ für ihre sparkassengestützte DOC-Kampagne geklaut haben, hat die Junge Union die Nackedei–Kalender von Damen-Fußballmannschaften und Feuerwehrleuten plagiiert, ohne sich so richtig zu entblößen. Immer wenn ich dieses Foto anschaue, werde ich an Sauna-Reklame erinnert, und erst der Text der Pressemitteilung macht deutlich, wofür und warum dieser halbherzige Striptease durchgeführt wurde. Die JU meint eine „Klamottenzukunft“ zu brauchen. Herr Maar vom Heimatbund kritisierte die JU und verwies auf die Not von Menschen in der Dritten Welt, die ganz andere „Klamottensorgen“ haben. Ich kann Herrn Maar allerdings nur zurufen: Bleiben Sie mit Ihrer Kritik vor Ort, lesen Sie den ersten Armutsbericht der Stadt Remscheid, der enthält Zahlen über die Armut hier. Da gibt es doch tatsächlich einige tausend arme Kinder und Jugendliche, deren „Klamottensorgen“ vor Ort befriedigt werden: in den Kleiderkammern der Wohlfahrtsorganisationen (http://tinyurl.com/63u79ez). Warum sind diese Kinder und Jugendlichen arm? Weil ihre Eltern arm sind. Die haben oft keine Arbeit, oder sie haben Arbeit, von der man nicht leben kann und die mit Leistungen aus Hartz IV aufgestockt werden muss. Genau diese Art der Beschäftigung würde in einem DOC an der Blume entstehen. Es werden 800 Arbeitsplätze in Aussicht gestellt, 260 davon sind 400-Euro-Jobs, die restlichen 540 Arbeitsplätze sollen Voll- und Teilzeitarbeitsplätze sein. Mc Arthur Glen war jedoch nicht in der Lage oder wollte nicht in der Lage sein, mir aufzuschlüsseln, wie sich Voll- und Teilzeitarbeitsplätze denn verteilen. Ich denke, dass die Aufschlüsselung sich ähnlich wie die Beschäftigungsstruktur im Einzelhandel insgesamt verhält, nämlich ca. 20 % Vollzeit und die restlichen 80% Teilzeit. Aber unabhängig davon müsste eigentlich jedem, der die Tarifstrukturen im Einzelhandel kennt, klar sein, dass in diesem DOC nur ein bis zwei Dutzend Beschäftigte ein Einkommen haben werden, mit dem man auskommen kann. Es wird von den Befürwortern eines DOC an der Blume immer wieder der Eindruck erweckt, dass hier neue Arbeitsplätze entstehen würden; das ist aber falsch. Mit der „Umsatzumverteilung“ im Einzelhandel geht der entsprechende Prozess der „Arbeitsplatzumverteilung“ einher, d.h. für jeden Arbeitsplatz an der Blume fällt an anderer Stelle ein Arbeitsplatz weg, nichts entsteht neu.

Armin Gerhardts am :

"Mit der „Umsatzumverteilung“ im Einzelhandel geht der entsprechende Prozess der „Arbeitsplatzumverteilung“ einher, d.h. für jeden Arbeitsplatz an der Blume fällt an anderer Stelle ein Arbeitsplatz weg, nichts entsteht neu."- Das wäre vielleicht der Fall, wenn Remscheid eine isolierte Insel wäre. Immer wieder lese ich ganz wilde Prognosen, denen häufig eines gemein ist: Sie lassen Faktoren einfach weg, die die eigene Rechnung gegen die eigene Meinung verfälschen könnten. Glücklicherweise entlarven sich diese Aussagen in der Regel von selbst. Der Umsatz wird nämlich nicht umverteilt, sondern speziell für Remscheid gesteigert. Oder glauben Sie, die Besucher kommen dann halt ins Allee-Center, weil Remscheid das DOC nicht wollte. Sie werden nach Witten fahren, nach Castrop-Rauxel oder nach Bochum. Und die Innenstadt Remscheids wird trotzdem sterben - mitsamt den Arbeitsplätzen, die man jetzt noch umverteilen könnte.

Fritz Beinersdorf am :

Sehr geehrter Herr Gerhardts, ich möchte Sie jetzt nicht mit langen Ausführungen über die Zusammenhänge von Umsatz, Produktivität, Standort und Arbeitsplätzen quälen, sondern bitte Sie darum, das ecostra–Gutachten zum DOC zu lesen. Sie können sich dann leicht ein Bild vom Zusammenhang von Umsatzumverteilung und Arbeitsplatzumverteilung machen. Das Gutachten finden Sie hier: http://tinyurl.com/42qbwsg.

Eija Tirkkonen am :

Soviel nun doch zu dem obengenannten Gutachten: Der Verfasser weist ausdrücklich daraufhin, dass es sich um einen "Worst-Case-Ansatz" handelt. Dieser Ansatz ist unrealistisch. Das Gutachten geht davon aus, dass 100% der Remscheider zur Zeit ausschließlich in Remscheid einkaufen würden. Die Ergebnisse des Gutachtens können nicht ohne Relativierung in die Diskussion übernommen werden. Das Gutachten geht zusätzlich davon aus, dass kein einziger Kunde des DOCs die Remscheider Zentren besuchen wird. Diese gutachterliche Annahme ist fern jeder Realität. Nicht nur das DOC in Roermond, sondern auch alle anderen zeigen, dass das Gegenteil der Fall ist. Die Region profitiert von dem DOC immer.

Armin Gerhardts am :

Der Inhalt des Gutachtens spielt für den Kern meiner Aussage überhaupt keine Rolle: Das DOC zieht Besucher nach Remscheid (ich meine damit Remscheid, nicht die tote Alleestraße). Für diese Erkenntnis benötigt man kein Gutachten. Im Übrigen habe ich es fast durch, aber nicht alles, was irgendwo hingeschrieben wurde, ist automatisch ein Faktum. Es ist doch ganz simpel: Wollen wir in Remscheid einen Einzelhandelsmagneten, der Kundschaft von außerhalb anzieht, oder wollen wir nicht? - Wollen wir ihn, steigt der Umsatz in Remscheid, verteilt sich wohl möglich um und lässt die Innenstadt ausbluten. - Wollen wir ihn nicht, kommt kein Euro zusätzlich nach Remscheid, und die Innenstadt stirbt trotzdem weiter, wie sie es ohnehin seit 20 Jahren macht - trotz aller Steuergelder, Gutachten und Innenstadtkonzepten. Hier wird einfach am Bürger vorbei geplant, aber da wiederhole ich mich nur. Selbst wenn niemand die Innenstadt aufsuchen würde, steigt der Umsatz in Remscheid, und die trotzdem bedrohten Arbeitsplätze hätten im DOC eine Chance. Was gäbe es denn für mein Unternehmen besseres, als wenn die Konkurrenz unendlich viele Besucher in meine Stadt zieht. Es liegt doch an mir, der Attraktivität meines Angebots und meinem unternehmerischen Geist, dieses Potential zu schöpfen statt jammernd zu sterben beim Kottenbuttern futtern. Dieses bürokratische Fernhalten der besseren Möglichkeit, um das eigene Siechtum besser auskosten zu können, finde ich unerträglich. Ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen, welche Tierart man an der Blume finden wird um die Innenstadt zu schützen. Ruhe sanft!

Bernd Störmer am :

Sehr gehrter Herr Beinersdorf, ich muss Sie und Ihre Partei nun doch direkt ansprechen: Aus der ganzen Diskussion geht nicht hervor, was denn DIE LINKE oder Herr Beinersdorf eigentlich will, ausser Klassenkampf! Wenn man Ihrer Argumentation folgt, müßte ja eigentlich der Einzelhandel flächendeckend in der BRD abgeschafft oder mit dem Ziel verstaatlicht werden, ab sofort nur noch Vollzeit zu beschäftigen und das mit einem Stundenlohn von mindestens 15 €. Dann müßten Sie mir jedoch erklären, Herr Beinersdorf, wie die anderen Bezieher normaler Einkommen noch Ihren Wocheneinkauf bezahlen sollen. Aber auch hierfür hat DIE LINKE natürlich eine Lösung, sie verstaatlicht die komplette Lebensmittelbranche! Herr Beinersdorf, diesen Versuch haben die Deutschen Bürger am 9. November 1989 beendet. McArthur zum jetzigen Zeitpunkt die Frage zu stellen, wie sich denn die Arbeitsplätze verteilen bzw. zusammensetzen werden ist genauso ein Blödsinn wie die Frage, wer ist 2026 Parteivorsitzender der Linken. Nun zum Gutachten: Herr Beinersdorf, Ihnen als erfahrenem Kommunalpolitiker und belesenem Mitbürger ist es doch mit Sicherheit nicht entgangen, wie sich solche Gutachten seit der Kirse um, von und durch Lehman Bros. verändert haben. Zeigen Sie mir doch nur ein Gutachten der letzten Jahre, wirklich nur ein einziges, das keine Einschätzung und Simulation des absoluten schlimmsten "worst case Szenario" enthält, alleine schon aus Gründen der Haftung. Das ist doch nicht neu für Sie, oder wollen Sie das wirklich behaupten?! Am Ende kann ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Es ist mir bisher noch nicht aufgefallen, dass eine Partei sich ganz offen gegen eine positive Entwicklung für genau ihre Wähler stellt, denn genau diese treffen Sie mit Ihrer Argumentation. Wie viele 400-€-Jobs hat eigentlich der Einzelhandel, speziell der textile Einzelhandel ,in den letzten Jahren in Remscheid verloren? Können Sie sich vorstellen, das ein Großteil dieser Menschen gar nicht Vollzeit arbeiten will und eigentlich genau auf diese JOBs im DOC wartet ? Übrigens vergessen Sie nicht, McDonalds, BurgerKing und KFC auf die Liste der zu verstaatlichenden Unternehmen zu nehmen, diese zahlen teilweise nur fünf €, und das auch nur in Teilzeit mit Nacht- und Wochenendarbeit, jedoch musste ich mich bisher dort nie selbst bedienen. Gegen Gewerbeflächen, wo dann Vollzeitjobs entstehen können, sind Sie doch auch, oder?

Martin Klück am :

Sehr geehrter Herr Störmer, ich möchte es einmal so ausdrücken, man muss schon ein großes Schlitzohr sein, wenn man die DOC Thematik mit Klassenkampf in Verbindung bringt. Die angeblichen so tollen Arbeitsplätze im DOC die Herr Beinersdorf kritisiert, haben aber auch rein garnichts mit Klassenkampf zu tun. Es scheint wohl eher so zu sein, dass Sie jede sich bietende Gelegenheit nutzen um eine Ihnen missfallende politische Richtung zu diskeditieren. Aber wollen wir doch einmal Fakten sprechen lassen. Schon in den Ankündigungen von Mc Arthur Glen DOC wird von 800 neuen Arbeitsplätzen gesprochen. Davon 260 für 400€ - Kräfte, 560 in Voll – und Teilzeit. Bei den restlichen 540 versprochenen Arbeitsplätzen scheut sich Mc Arthur Glen davor, den Menschen darzustellen, dass hier im Wesentlichen prekäre Arbeit angeboten wird. Herr Störmer, haben Sie sich einmal mit Beschäftigten bei McDonalds, Burger King und KFC über deren Anstellungsverhältnis unterhalten? Haben Sie danach gefragt, ob diese Menschen nicht viel eher einen Vollzeitjob haben möchten? Haben Sie sich jemals für die Arbeitsbedingungen dieser Kolleginnen und Kollegen interessiert? Mit dieser Art von Jobwunder werden wir noch manches sozialpolitische „Wundern“ erleben. Ihr neokommunstisches Stundenlohnangebot von sage und schreibe 15€ lässt tief blicken. Man könnte meinen sie hätten die Seiten gewechselt. Es sei Ihnen gesagt, dass sogar die hartgesottensten Gewerkschafter erst bei 10€ angelangt sind. Des Weiteren schreiben Sie immer wieder von Verstaatlichung, so dass auch das als Indiz Ihres Seitenwechsels zu deuten ist. Wo doch ausser Ihnen niemand von Verstaatlichungen schreibt oder spricht.

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