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Planer: Abbiegeverkehr sicher und leistungsfähig machbar

Die noch am Montag vom Heimatbund Lüttringhausen angemahnte Studie zur Verkehrsanbindung des an der Blume geplanten Designer Outlet Centers liegt seit heute vor, der „Schlussbericht zur Verkehrsuntersuchung Bebauungsplan Nr. 642“. Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein stellte den lokalen Medien das 28 Seiten unfassende Papier der Brilon Bondzio Weiser Ingenieurgesellschaft für Verkehrswesen mbH per E-Mail zur Verfügung. Der Waterbölles hat die wesentlichen Aussagen der Gutachter – teilweise wörtlich zitiert – zusammengefasst:

Die Lage des für das Bauvorhaben vorgesehenen Grundstücks in unmittelbarer Nähe der Autobahn-Anschlussstelle Remscheid-Lennep kann als ausgesprochen günstig für die Art des Bauvorhabens eingestuft werden. Neben der sehr guten Erreichbarkeit des Grundstücks, die zu einer großen Attraktivität beitragen wird, sind nur kurze Strecken im vorhandenen städtischen Straßennetz zurückzulegen. Die durch das Vorhaben ausgelösten zusätzlichen Fahrleistungen im städtischen Straßennetz und die damit verbundenen Emissionen werden dadurch auf das geringst mögliche Maß begrenzt. Darüber hinaus ist die Anzahl der Anwohner, die durch das Verkehrsaufkommen des Bauvorhabens voraussichtlich tangiert werden, aufgrund der lückenhaften Bebauung entlang des kurzen Abschnitts der Lüttringhauser Straße gering.

Die von der Stadt Remscheid beauftragte Ingenieurgesellschaft führte in einem ersten Schritt eine Verkehrszählung durch (Donnerstag, 8.9.2011 und Samstag, 17.9.2011). Anschließend wurde der durch das Bauvorhaben zu erwartende Neuverkehr berechnet. Gestützt auf die Schätzung des Einzelhandelsgutachters, der für das Designer-Outlet-Center rund 2,6 Millionen Kunden pro Jahr erwartet, wurden folgende tägliche Werte des Kunden- und Fahrtenaufkommens bei den weiteren Untersuchungen angesetzt: Montags bis freitags 8.000 Kunden bzw. ca. 7.000 Fahrten und samstags 12.000 Kunden / Tag bzw. 9.000 Fahrten. Dabei wurde auch das Verkehrsaufkommen der Beschäftigten und des Lieferverkehrs berücksichtigt. Als maßgebende Belastungsfälle wurden die nachmittägliche Spitzenstunde eines normalen Werktags mit einem hohen Aufkommen des bereits vorhandenen Verkehrs (Berufsverkehr) sowie die Mittagsspitzenstunde an einem Samstag mit einem voraussichtlich hohen Aufkommen im Neuverkehr (Kundenverkehr)definiert.

Untersucht haben die Verkehrsplaner zwei Varianten, von denen sie eine, den Kreisverkehr (oben links), verworfen haben: Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass der Kreisverkehr im Belastungsfall „Mittagsspitze mit hoher Anreise“ in der südlichen Zufahrt nur noch geringe Kapazitätsreserven von fünf Prozent und eine beachtliche Rückstaulänge von mehr als 170 m aufweist, die bis zum südöstlich benachbarten Knotenpunkt reicht. Die Anlage eines Kreisverkehrs kann aus diesem Grund nicht empfohlen werden. Empfohlen wird eine vierstreifige Verkehrsführung auf der Brücke, was voraussichtlich eine Erweiterung des Bauwerks erforderlich machen wird. Auf der Brücke führen je zwei Fahrstreifen nach Nordwesten und nach Südosten. Zusätzlich können die Linksabbieger von der Lüttringhauser Straße zu beiden Seiten der Brücke auf einem (kurzen) eigenen Fahrstreifen (oben rechts) geführt werden. Diese Variante entspricht insofern den Anforderungen, die an eine sichere und leistungsfähige Verkehrsführung der Abbiegeströme zu stellen sind. Durch den Ausbau der Autobahnbrücke auf vier Fahrstreifen kann die Erschließung des Bauvorhabens in angemessener Weise gewährleistet werden. Für das Umfeld des Bauvorhabens sowie für das bereits vorhandene Verkehrsaufkommen werden dadurch voraussichtlich keine spürbaren Nachteile entstehen.

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Kommentare

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Jens Clever am :

Ehe jetzt das große Geschrei über den Ausbau der Brücke Blume auf vier Spuren und den zusätzlichen Verkehr auf der Lüttringhauser Straße losgeht, sollte erwähnt werden, dass es noch andere Alternativen gibt, die vom Untersuchungsgebiet dieses Gutachtens nicht erfasst werden. Zwischen den Hofschaften Endringhausen und Bliedinghausen wurde im Zuge des Autobahnausbaus eine bestehende Wegeverbindung unterbrochen. In der Planfeststellung zum Ausbau der BAB 1 war hier der Bau einer Wirtschaftswegebrücke enthalten. Diese Brücke wurde in den achziger Jahren auf Wunsch der Remscheider Stadtverwaltung zurückgestellt. Damals war nämlich noch geplant, das Gewerbegebiet Blume über die Autobahn hinweg nach Endringhausen auszuweiten. Dazu hätte man aber keine Brücke in Breite eines Wirtschaftsweges, sondern eine richtige Straßenbrücke gebraucht. Diese Pläne sind lange hinfällig, aber die Brücke ist weiterhin planfestgestellt und die finanziellen Mittel des Bundes sind dafür gebunden, d.h. irgendwann wird da eine Brücke gebaut, die Frage ist nur, wie sie aussieht. Hier könnte man den gesamten Verkehr zwischen dem DOC und der Fahrtrichtung Dortmund der BAB 1 über eine Südzufahrt leiten, ohne jemals die ehem. B 51 zu erreichen und das mit erheblich geringerem Aufwand und folglich auch geringeren Kosten als der Ausbau einer bestehenden Brücke mitsamt der gesamten Ausfahrt. Eine Erweiterung der Brücke Blume ist nur auf der Westseite möglich, aber da liegen die Ausfahrtspuren. Sollte diese Absprache bei der Stadtverwaltung nicht mehr präsent sein: Ich weiss aus sicherer Quelle, dass sie beim Landesbetrieb Straßenbau in Essen sehr wohl noch auf dem Schirm ist.

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