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Mit Strom und Katheter gegen Volkskrankheit Bluthochdruck

Pressemitteilung des Sana-Klinikums

Nach Schätzungen der Deutschen Hochdruckliga leiden etwa 20 Millionen Menschen in Deutschland an Bluthochdruck. Diese Volkskrankheit verursacht zwar an sich keine Schmerzen, kann jedoch unbehandelt zu gefährlichen Folgeerkrankungen wie Schlaganfall, Herzmuskelschwäche, Herzinfarkt und Nierenversagen und damit zum frühzeitigen Tod führen. Die Klinik für Kardiologie am Sana-Klinikum Remscheid hat jetzt mit der Nierenarterienablation ein Verfahren eingeführt, bei dem der Bluthochdruck auch per Katheter behandelt werden kann. Im Normalfall wird zu hoher Blutdruck (arterielle Hypertonie) medikamentös behandelt. Doch bei rund 20 Prozent der Betroffenen kann der Blutdruck aus häufig nicht klärbarer Ursache auch durch die Kombination mehrerer Medikamente dauerhaft nicht gut abgesenkt werden. Diese Patienten sind derzeit in der Klinik für Kardiologie die Zielgruppe für eine Nierenarterienablation. „Ob der Patient letztlich für diese Behandlung geeignet ist, wird vorab individuell mit ihm besprochen“, so Kardiologie-Chefarzt Prof. Uwe Wiegand. Bei dem Verfahren wird in lokaler Betäubung über die Leistenarterie ein dünner Führungskatheter in die Nierenarterien geschoben. Über einen Elektrodenkatheter wird dann an mehreren Stellen in jeder Nierenarterie Hochfrequenzstrom in die Gefäßwand geleitet und damit ein Teil der Nervenfasern, die das Gefäß umgeben, verödet. Hierdurch wird in die Blutdruckregulation, bei der die Nervenfasern der Niere eine bedeutsame Rolle spielen, eingegriffen und der körpereigene Regelkreis des Blutdrucks auf ein niedrigeres Niveau umgestellt. Der risikoarme Eingriff erfolgt im Herzkatheterlabor und dauert rund 30 Minuten. Bei der Mehrzahl der Patienten werden normale Blutdruckwerte erreicht, teilweise kann sogar die medikamentöse Therapie reduziert werden. „Die Nierenarterienablation ist ein neues Verfahren, für das in zwei kontrollierten Studien im Jahr 2010 hervorragende Daten publiziert wurden“, erklärt Prof. Wiegand. Bei mehr als 80 Prozent der Patienten mit medikamentös nicht einstellbarem Bluthochdruck seien die Werte durch den Kathetereingriff im Mittel um 30 mmHg abgesenkt worden. „Wir haben uns angesichts der vielversprechenden Studienergebnisse bereits zu diesem relativ frühen Zeitpunkt entschlossen, das Verfahren unseren Patienten anzubieten. Unsere ersten eigenen Erfahrungen sind sehr gut. Bereits nach wenigen Tagen konnten wir einen Abfall der Blutdruckwerte bei den behandelten Patienten feststellen.“ (Katrin Krause)

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