Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Freiheitstraße mit zwei Kreisverkehren und ohne Ampeln?

Mit dem Vorschlag der Verwaltung, auf der Freiheitstraße im Zuge des geplanten Rückbaus auf zwei Spuren ein dort Tempolimit von 30 km/h zu verhängen, kann sich die Wählergemeinschaft W.i.R. nicht anfreunden. Sie hat recherchiert, nachgedacht und einen Gegenvorschlag präsentiert: Rückbau auf zwei Spuren (breiter als bisher) Ja, aber mit zwei Kreisverkehren (Blumenstraße und Amtsgericht) und ganz ohne Linkabbieger (zusätzlicher Parkraum!) bei gleichzeitigem Verzicht auf neue, ohnehin kaum finanzierbare Ampelanlagen. Das würde zwar bedeuten, dass die jetzigen Linkssbbieger sich einen anderen Weg über umliegende Straßen suchen oder eine Schleife über den rechts gelegenen Kreisverkehr fahren müssen, so Wieland Gühne und Roland Kirchner heute in einer Pressekonferenz. Aber das wäre ihrer Meinung nach mit weniger Abgasen und Lärm verbunden als das ewige Bremsen und Anfahren vor Ampeln. im Zuge des Rückbau der Freiheitstraße auf zwei Spuren. Gühne: „Die Kreisverkehrlösung ist betriebswirtschaftlich unschlagbar!“

Die W.i.R. versteht ihre Vorschläge als eine Diskussionsgrundlage für alle Bürger, insbesondere die Anlieger der Freiheitstraße: „Wir wünschen uns viele kluge Köpfe, die unser Papier kritisch und konstruktiv bearbeiten und zu einem umsetzbaren Konzept werden lassen!“ Eingeräumt wird, dass Verkehrsplaner der Frage nachgehen müssten, ob die beiden vorgeschlagenen Kreisverkehre den durch fehlende Linsabbiegerspuren entstehenden Wendeverkehr verkraften könnten. Kirchner: „Spätestens mit der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Rechnungsprüfungsamtes vom 28. Mai 2009 ist unstrittig, dass Kreisverkehre deutliche Kostenvorteile gegenüber Ampelanlagen haben. Bestätigt wurde dieser auch durch unsere Vergleichsrechnung zur Ampelanlage Müngsten!“

Die Problemstellung aus der Sicht der W.i.R.: „Die Freiheitstraße ist ein Verkehrsnadelöhr. Insbesondere zu den ‚Stoßzeiten’ entstehen immer wieder umfangreiche Staus. Die Umweltbelastung übersteigt mit mehr als 25.000 Fahrzeugbewegungen die zulässigen Grenzwerte. Die Einrichtung einer Umweltzone droht. Die vorhandenen Lichtzeichenanlagen sind veraltet. Eine „intelligente“ Umrüstung auf eine „grüne Welle“ ist nur durch Installation von acht komplett neuen Lichtzeichenanlagen möglich. Erste Untersuchungen deuten auf kritische Lärmbelastungen hin. Die Wohn- und Lebensqualität ist durch veralterte Baustrukturen nicht mehr zeitgemäß. Die Folge ist ein hoher Leerstand.“

Im Februar hatte die Verwaltung im Rahmen des Projektes „Stadtumbau West“ der ein Konzept zur Neugestaltung der Freiheitstraße von der Schüttendelle (Amtsgericht) bis zur Weststraße vorgestellt. Der Bereich von der Weststraße bis zum Willy-Brandt-Platz blieb auasgeklammert. Die Baukosten wurden mit 2,5 Millionen € (inkl. Fördermittel) beziffert, wobei neue, intelligente Ampelanlagen mit einem von der W.i.R. geschätzten Investitionsvolumen von ca. 1,3 MiLlionen € unberücksichtigt blieben. Die W.i.R.: „Diese Summe wird vom Land nicht gefördert. Auf den städtischen Haushalt kämen also Investitionen in einer Größenordnung von rund 1,8 Mio. € (20 Prozent von 2,5 Mio. € plus 1,3 Mio. € für Ampeln) zu. Diese Summe ist in den nächsten Jahren im Investitionshaushalt der Stadt Remscheid nicht darstellbar!“

Schwerpunkt des Verwaltungsvorschlages ist der Rückbau der Freiheitstraße auf zwei Fahrspuren mit zusätzlichen notwendigen Rechts- und Linksabbiegespuren. Die dabei freiwerdenden Verkehrsflächen sollen in Grünflächen bzw. zusätzliche Stellplätze umgewandelt werden. Tempo 30 soll danach auf der gesamten Strecke eingerichtet, und die Lichtzeichenanlagen sollen für eine „grüne Welle“ optimiert werden. Hierbei sieht die Wählergemeinschaft eine Reihe ungeklärter Fragen: Reicht die Kapazität bei Tempo 30 und nur einer Fahrspur? Wie werden bei einer Einspurigkeit der Rettungsdienst, der Winterdienst und die Müllentsorgung organisiert? Ist eine „grüne Welle“ bei den zahlreichen veralterten Ampelanlagen auf der Freiheitstraße möglich? Ist es sinnvoll nur einen Teil der Freiheitstraße (Amtsgericht bis Blumenstraße) zu überplanen? Wie sollen die Kosten für die neuen Ampelanlagen (ca. 1,3 Mio. €) finanziert werden? Wie sollen die laufenden Kosten (Abschreibung und Bewirtschaftung) der Ampelanlagen im Haushalt dargestellt werden? Durch das heute vorgestellte Konzept hätten sich einige Fragen von selbst erledigt, glauben Wieland Gühne und Roland Kirchner:

„Wir schlagen ein Konzept vor, das für die gesamte Freiheitstraße vom Amtgericht bis zum Willy-Brandt-Platz gilt. Dieses Konzept kann auch wie beim Verwaltungsvorschlag nur auf den Bereich vom Amtsgericht bis an die Blumenstraße angewandt werden. Das ist aus unserer Sicht aber nicht sinnvoll, da die Probleme dann nur unzureichend gelöst würden!“ Die Vorschläge im Einzelnen:

  • Am Amtsgericht und an der Blumenstraße wird ein Kreisverkehr eingerichtet. Diese Kreisverkehre werden wie in vielen Städten üblich Sponsoren zu Werbezwecken angeboten. Aus den Einnahmen werden die Unterhaltskosten gedeckt. Zusätzlich besteht bei Einhaltung bestimmter Rahmenbedingungen die Möglichkeit einer Förderung durch das Land.
  • Die Freiheitstraße wird auf ihrer gesamten Länge einspurig (jede Richtung). Die Fahrspuren sind „überbreit“, so dass Rettungsdienst, Winterdienst und Müllentsorgung gewährleistet sind.
  • Es wird auf der gesamten Länge ein Überholverbot eingerichtet.
  • Die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h wird beibehalten. Begründung: Es ist bekannt, dass die NO2-Emissionen bei Kraftfahrzeugen mit Katalysatortechnik bei Tempo 30 um bis zu 45 Prozent reduziert werden. Bei Lkw steigen jedoch die Partikelemissionen deutlich an.
  • Es gibt auf der Freiheitstraße und in die Nebenstraßen keine Linksabbiegespuren und somit keine Ampeln. Die freiwerdenden Verkehrsflächen werden großzügig für Rechtsabbiegespuren / Einfädelung aus Nebenstraßen, Bushaltestellen, Park- und Ladebuchten sowie für Grünflächen genutzt.
  • Wo in welcher Form sichere Fußgängerüberwege geschaffen werden, muss diskutiert werden. Auf jeden Fall sollte bei Übergängen auf der Freiheitstraße Querungshilfen vorgesehen werden.

Nachfolgend Erläuterungen der W.i.R. zu den jeweiligen Vorschlägen für einzelne Kreuzungsbereiche:


Für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild

"Zu Bild 1 (Kreisverkehr Amtsgericht bis Straße Am Bruch): Am Amtsgericht entsteht ein großzügiger Kreisverkehr. Die Einfahrt vom Hauptbahnhof kommend in die Straße Am Bruch ist nicht mehr möglich. Der Verkehr wird über die Kronprinzenstraße geführt. Die Zu- und Ausfahrt aus der Schwesternstraße bleibt unverändert.


Für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild

Zu Bild 2 (Brucher Straße bis Kremenholler Straße): Die Ausfahrt aus der Brucher Straße ist nur noch Richtung Amtsgericht möglich. Der Verkehr Richtung Hauptbahnhof wird über den Kreisverkehr Amtsgericht geleitet. Zusätzlicher Vorteil: Auf der Brucher Straße entsteht mehr Parkraum. Alternativ könnte man klären, ob die Einfahrt von der Freiheitstraße Vorteile hat. Die Einfahrt in die Südstraße vom Bahnhof kommend wird nicht mehr möglich sein. Der Verkehr wird über den Kreisverkehr Amtsgericht geleitet. Die Verkehrssituation Klein-Becker-Straße bleibt unverändert. Ein Linksabbiegen von der Kremenholler Straße auf die Freiheitstraße Richtung Amtsgericht ist nicht mehr möglich. Der Verkehr wird über den Kreisverkehr Blumenstraße geleitet.


Für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild

Zu Bild 3 (Kreisverkehr Blumenstraße bis Stachelhauser Straße): An der Blumenstraße entsteht ein großzügiger Kreisverkehr. Das Einfahren von der Freiheitstraße (vom Kreisverkehr Blumenstraße kommend) in die Weststraße ist unverändert möglich. Das Ausfahren von der Weststraße in die Freiheitstraße Richtung Amtsgericht entfällt. Der Verkehr Richtung Amtsgericht wird über den Willy-Brandt-Platz geleitet. Die Ausfahrt wird für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen und über 10 Meter Länge gesperrt. Größere Fahrzeuge müssen über die Presover Straße fahren. Die Linksabbiegespur zum Natur-Gut entfällt (Waterbölles: Erscheinrt der W.i.R. aber verhandelbar).
Das Linksabbiegen vom Bahnhof kommend in den unteren Teil der Stachelhauser Straße entfällt. Der Verkehr wird über den Kreisverkehr Blumenstraße geleitet. Im oberen Teil der Stachelhauser Straße wird kein Linksabbiegen auf die Freiheitstraße mehr möglich sein. Der Verkehr zum Hauptbahnhof wird über den Kreisverkehr Blumenstraße geführt. Zusätzlicher Vorteil: Auf der Stachelhauser Straße entsteht mehr Parkraum. Alternativ könnte man klären, ob die Einfahrt von der Freiheitstraße Vorteile hat.


Für eine größere Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild

Zu Bild 4 (Papenberger Straße bis Kreisverkehr Willy-Brandt-Platz): Von der Papenberger Straße ist ein Linksabbiegen auf die Freiheitstraße Richtung Amtsgericht nicht mehr möglich. Der Verkehr Richtung Amtsgericht wird über den Kreisverkehr Willy-Brandt-Platz geleitet. Zusätzlicher Vorteil: Auf der Papenberger Straße entsteht mehr Parkraum. Der Verkehrsführung am Kreisverkehr Willy-Brandt-Platz muss neu überplant werden."

Trackbacks

Waterbölles am : Ohne Landeszuschüsse kein Ausbau der Freiheitstraße

Vorschau anzeigen
„Freiheitstraße mit zwei Kreisverkehren und ohne Ampeln?“, titelte der Waterbölles am 7. Oktober 2011, nachdem die W.i.R.-Fraktion gegen den Vorschlag der Verwaltung, auf der Freiheitstraße im Zuge des geplanten Rückbaus auf zwei Spuren ein dort Tempolimi

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Fraktion der W.i.R. am :

Die W.i.R.-Fraktion erlaubt sich, folgenden Sachverhalt der Öffentlichkeit mitzuteilen: Die Bezirksregierung hatte die Oberbürgermeisterin im Oktober 2011 aufgefordert, einen Luftreinhaltungsplan für den Bereich Freiheitstraße aufzustellen. Hintergrund sind die Überschreitungen der gesetzlichen Höchstwerte für Stickstoffdioxid (NO2) in den letzen Jahren. Die Bezirksregierung hat nun für den 17. November Vertreter der Verwaltung und betroffenen Bürgervertreter zur ersten "Projektgruppe LRP Remscheid" mit folgender Tagesordnung ins Rathaus eingeladen: 1. Darstellung der Ausgangslage 2. Vorstellung eines Zeitplanes 3. Aufgabenverteilung 4. Sonstiges Es wird also ernst im Bereich der Freiheitstraße. Die erste Umweltzone droht für Remscheid im Bereich des Nadelöhrs Freiheitstraße. Für die W.i.R.-Fraktion ist es völlig unverständlich, dass Oberbürgermeisterin Wilding über diese wichtige Entwicklung nicht informiert.

Helmut F. Ruppert am :

Der ökologische Verkehrsclub VCD bestärkt den Präsidenten des Umweltbundesamtes (UBA), Jochen Flasbarth, der heute in einem Radio-Interview die Bedeutung von Umweltzonen für die Luftreinhaltung unterstrich und damit anderslautenden Äußerungen entgegentrat. So sei den Berlinern beispielsweise im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte des gesundheits- und klimaschädlichen Dieselrußes erspart geblieben, der ohne Umweltzone entstanden wäre. Allerdings könnten Umweltzonen ihre Wirkung erst dann voll entfalten, wenn nur Fahrzeuge mit einer grüner Plakette Zufahrt hätten. Um die Gesundheit der Menschen im Ruhrgebiet, in Köln, Düsseldorf und vielen weiteren Städten zu schützen, müssten die Zufahrtsbedingungen schnell verschärft werden. Dieselfahrzeuge könnten mit Partikelfiltern nachgerüstet werden. Die Nachrüstung von Autos und leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen wird seit dem 1. Januar 2012 wieder vom Bund gefördert. Anträge auf den Zuschuss in Höhe von 330 Euro können ab dem 1. Februar 2012 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unter www.bafa.de gestellt werden. Das VCD-Hintergrundpapier zu den Erfolgen der Berliner Umweltzone findet sich unter http://tinyurl.com/7bwo4mx.

Chronist am :

Auf den Vorschlag der W.i.R. zur Freiheitstraße (Rückbau auf zwei breitere Spuren mit zwei Kreisverkehren (Blumenstraße und Amtsgericht) und ohne Linkabbieger bei gleichzeitigem Verzicht auf neue, ohnehin kaum finanzierbare Ampelanlagen) läßt die Antwort der Verwaltung weiter auf sich warten. Auf Nachfrage der W.i.R. begründete das Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein heute im Hauptausschuss damit, dass das im Januar in Auftrag gegebene Verkehrsgutachten noch nicht vorliege. Die Stadt habe dem Gutachter den Vorschlag der W.i.R. an die Hand gegeben.

Chronist am :

Für März kündigte Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein heute im Haupt- und Finanzausschuss das von der W.i.R. im Vorfeld der Sitzung angemahnte Verkehrsgutachten an. Es werde auch auf die Vorschläge der W.i.R. eingehen.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!