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Handelsverband NRW bezieht Position in Sachen DOC

Pressemitteilung des Heimatbundes Lüttringhausen

Der Handelsverband Nordrhein-Westfalen ist die Dachorganisation der regionalen Dienstleistungs- und Handelsverbände in NRW. Er vertritt die Interessen des Einzelhandels in NRW. Beigefügt übersenden wir die von Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Achten unterzeichnete Stellungnahme des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen zur geplanten Ansiedlung eines DOC in Remscheid:

„Sehr geehrter Herr Maar, haben Sie besten Dank für Ihr Schreiben vom 19. September 2011. Gerne übermittle ich Innen die Position des Handeisverbandes Nordrhein-Westfalen zu dem geplanten Ansiedlungsvorhaben:
Die gegenwärtige Diskussion über die beabsichtigte Errichtung eines Designer Outlet Centers im Remscheider Gewerbegebiet „An der Blume“ stellt für uns eine Nagelprobe für die grundsätzliche Ausrichtung der Landesplanung in Nordrhein-Westfalen dar. Auch wenn vielfach anderes behauptet wird, stellt ein DOC Keine eigenständige Betriebsform sondern eine Facette des Einzelhandels also dem Verkauf von Ware an Letztverbraucher, dar. Folglich muss auch ein DOC sich den geltenden ,,Spielregeln' für Einzelhandelsansiedlungen unterwerfen. Es besteht zwischen Politik und Verwaltung auf Landesebene seit Jahren Konsens, dass sich die Entwicklung des Einzelhandels "nach dem Grundsatz einer Entwicklung von „innen nach außen zu richten hat. Konkret wurde diese Zielrichtung im § 24a des Landesentwicklungsprogramms (LEPro) abgebildet.  Ziel der Landesplanung ist es demnach, dass großflächiger Einzelhandel mit zentrenrelevanten Sortimenten - und solche werden in einem Designer Outlet Center mit dem Angebot von Textilien Bekleidung, Schuhen Sportartikeln und Einrichtungsgegenständen fast ausschließlich angeboten – sich in zentralen Versorgungsbereichen der Städte anzusiedeln hat. Ein ernsthafter Zweifel, dass es sich bei dem gegenwärtig diskutierten Standort um einen solchen auf der buchstäblichen grünen Wiese und damit außerhalb zentraler Versorgungsbereiche handelt, dürfte nicht bestehen. Eine Errichtung eines großflächigen Einkaufscenters und damit auch eines DOC am Standort an der Blume ist demnach grundsätzlich nicht möglich.

Durch neuere Rechtsprechung wurde die Verbindlichkeit des § 24 a LEPro zwar leicht heruntergestuft, aber nicht aufgehoben. Demnach müssen in Abwägungsprozessen weiterhin die Ziele der Landesplanung, und damit auch das Ziel der wohnortnahen Versorgung der Bevölkerung berücksichtigt werden. Dementsprechend wundert es uns auch nicht, dass uns von Seiten der Landesregierung immer wieder beteuert wird, dass eine Ansiedlung eines DOC in Remscheid-Lüttringhausen für als nicht genehmigungsfähig betrachtet wird. Um es klar und deutlich heraus zu stellen: dem Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen ist nicht daran gelegen, DOC als Betriebsform zu verhindern. Wir fordern lediglich, dass für die Planung und Errichtung von DOC die gleichen Maßstabe wie auch für herkömmlichen stationären Einzelhandel gelten müssen.

Wendet man den Blick nach Remscheid, so äußern sich einige Befürworter eines DOC, dass die Wohn- und Nahversorgung dort bereits eingeschränkt sei und ein OOC folglich keinen Schaden mehr anrichten könne. Dies sehen wir entschieden anders. Gerade im Bereich der Alleestraße sind mit zahlreichen Leerständen Herausforderungen für die Stadtentwicklung gegeben, fürr welche ein DOC am richtiger Standort durchaus Chancen bieten könnte So könnte ein Projektentwickler doch versuchen, ähnlich wie bei der Errichtung eines Einkaufscenters in der Remscheider Innenstadt z.B. an der Alleestraße Immobilien zusammenzuführen und dort ein DOC zu errichten.

Uns ist natürlich klar, dass eine solche Aufgabenstellung für einen Projektentwickler sehr viel schwieriger zu bewerkstelligen ist, als denn mit wenigen Grundstückseigentümer Flächen in unmittelbarer Autobahnnähe, so es denn hierfür ein Planungsrecht gäbe, als Standort für ein DOC zu entwickeln. Für den Standort Remscheid hingegen würde sich die Erledigung einer derart schwierigen Aufgabe lohnen, weil die vielfach beschworenen Synergieeffekte zwischen einem DOC und dem innerstädtischen Handel dann unmittelbar eintreten würden.

Jedem muss klar sein, dass auch Einzelhandelsbetriebe mittelfristig mobil sind und ihre geschäftlichen Aktivitäten an die Stelen verlegt werden, an denen auch Kunden sind. Die Ansiedlung eines DOC im Gewerbegebiet an der Blume würde sicherlich zu einer weiteren Abnahme der Anzahl der Einzelhandelsgeschäfte in der Remscheider Innenstadt beitragen. Damit würde der Stadt Remscheid ein aus unserer Sicht irreparabler Schaden für die wertere Stadtentwicklung zugefügt. Insofern wären Politik und Verwaltung und die zahlreichen Befürworter eines DOC am Standort Blume gut beraten, durchaus weiterhin die Ansiedung eines DOC zu unterstützen, gleichwohl hierfür ausschließlich einen Standort im Innenstadtbereich Remscheid zu forcieren.“

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Kommentare

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Eija Tirkkonen am :

Was sind das für Spielregeln, die die großen Städte bevorzugen und die Kleinen krepieren lassen? Was hat der Handelsverband gegen den Leerstand unserer Alleestraße unternommen? Ein DOC mit dem Investor McArthur Glen im Innenbereich z.B. auf dem Ebertplatz würde zu einem Garagenturm von 18 Stockwerken führen (dreimal die Garage im Allee-Center). Wer will diese Automenge in die Innenstadt führen? Ein solches Verkehrsaufkommen bewältigt man am Sinnvollsten durch möglichst kurze Wege an der Autobahnausfahrt. Das ist und bleibt die Blume.

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