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Artothek bleibt der Zentralbibliothek doch erhalten

Klaus KüsterDie Stadtbücherei.„Die jetzige Graphothek wird aufgegeben. Eine Eingliederung der Graphothek in die Galerie oder in das Kunstbesitzarchiv der Stadt ist angedacht“, hieß es noch am 25. Juni im Waterbölles. Kurz zuvor hatte die Verwaltung den Mitgliedern des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung in einer 13-seitigen Vorlage dargelegt, wie sie sich die Zukunft der Stadtbibliothek und Volkshochschule in einem neuen „Bildungs- und Medienzentrum“ vorstellt. Auch heute noch gilt, dass keine weiteren Kunstwerke angekauft werden sollen. Doch ansonsten soll an der Graphothek nicht länger gerüttelt werden. Zur gestrigen Sitzung des Kulturausschusses legte die Verwaltung einen Zwischenbericht über die Bildung des neuen „Bildungs- und Medienzentrums“ vor, in dem es zur Graphothek heißt, sie solle der Zentralbibliothek mit ihrem aktuellen Bestand erhalten bleiben.

Klaus Küster von der Fraktion der Linken, ehemaliger Leiter der städtischen Galerie, hatte sich für den Erhalt der Graphothek stark gemacht und zeigte sich gestern erfreut über die Kehrtwendung der Verwaltung. Er bezeichnete es jedoch als Wermutstropfen, dass keine weiteren Bilder hinzugekauft und keine Ausstellungen mehr organisiert werden sollen. Hauptsache: Der Bestand kann jederzeit entliehen und sowohl im Katalog der Öffentlichen Bibliothek als auch im CD-ROM-Bestandsverzeichnis (wo ein jedes Werk mit Foto gelistet ist) eingesehen werden. „Eine Kunstwerk gerecht temperierte, trockene Lagerung in eigens für die Bilder angefertigten, bereits vorhandenen Regalschränken wäre im Erdgeschoss der Bibliothek im ehemaligen Magazin- und Arbeitsraum der 'alten Autobücherei' möglich“, heißt es im Bericht der Verwaltung. Umzugs- und Umbaukosten würden damit nicht anfallen, und durch den Nachweis im Katalog der Bibliothek wäre eine Ausleihe der Werke stets möglich. Und in Zeiten, in denen keine andere Ausstellung in der Zentralbibliothek stattfindet, könnten Teile der Bilder im Treppenhaus gezeigt werden. Insgesamt eine sichere und kostengünstige Lösung, so die Verwaltung, die es erlauben würde, den Bestand der Graphothek geschlossen zu halten und ihn den Remscheiderinnen und Remscheidern ohne nennneswerte Personal- und Sachkostenaufwand zur Verfügung zu stellen. Zudem könnten die jetzigen Räume der Graphothek zu Büroräumen umgebaut werden, die bei der Zusammenlegung von VHS-und Bibliotheksmitarbeitern benötigt werden. „Da hat sich Ihr Protestschfeiben doch gelohnt“, bescheinigte der Ausschussvorsitzende Karl Heinz Humpert (CDU) Klaus Küster. Vielleicht könne ja künftig der Verein Pro Arte für Neuankäufe sorgen.

In einem Brief an Oberbürgermeisterin Beate Wildung und einen Appell an den Deutschen Künstlerbund, den Westdeut­schen Künstlerbund WKB, den Deutschen Werkbund NW, den Arthothekenverband Deutschland und die VG Bildkunst (die Reaktion waren 68 persönliche Protestnoten) hatte Küster „den beachtlichen Wert des Graphothekbestand für Remscheid“ betont. Und er hatte darauf hingewiesen, dass die Sammlung schwerpunktmäßig Remscheider und bergische Künstler umfasse und z. T. wichtige prominente lokale Künstler beinhaltee. Aber auch in materieller Hinsicht sei ihr Erhalt geboten, „weil in den letzten Jahrzehnten regelmäßig Arbeiten erworben, gerahmt und gepflegt wurden". Und nicht zuletzt stecke in der Sammlung jahrelange Arbeit der zuständigen Bibliotheksmitarbeiterinnen.

An die Kunstverbände schrieb Küster u. a.: „Die Bildung von Graphotheken und Artotheken und ihre Eingliederung in Stadtbibliotheken ging - bundesweit - auf eine Initiative der Künstlerverbände in den 1970er Jahren zurück. Ich selbst habe mich damals in Remscheid für die Schaffung dieser Einrichtung eingesetzt. 205 Künstler und tausende Ausleiher haben in Remscheid bislang davon profitiert.“ Gegen die Auslagerung in die Städtische Galerie oder in das Kunstbesitzarchiv spreche folgendes: „Die städtische Galerie hat, gemessen an der Stadtbibliothek, eine äußerst geringe Publikumsfrequenz, ist personell unterbesetzt und soll verkauft werden (Gebäude). Teile des städtischen Kunstbesitzarchivs befinden sich in einem miserablen Zustand. Diese Sammlung ist in der Öffentlichkeit nicht wirklich bekannt und auch nicht zugänglich.“

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