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Waldhof: Forstamt hält an "grünem Zentrum" fest

Dass die Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land gGmbH den „Waldhof“ in Küppelstein verlässt, ist klar. Wann genau, ist unklar. Spätestens bis zum Jahre 2011, bei einem gleitenden Übergang aber auch früher, hatte sich Mitte September  Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz im Jugendhilfeausschuss geäußert. Vielleicht 2008? Davon sprach gestern Baudezernent Helmut Kennepohl auf einer Pressekonferenz im Rathaus. Im Januar will er „durch die Fraktionen reisen“, um für den Plan eines „Umweltbildungszentrums“ zu werben, das dann in die zehn Gebäude des jetzigen Kinderheims einziehen könnte, zusammen mit dem Forstamt. Diesen Plan hatte Markus Wolff, der Leiter des städtischen Forstamtes, schon Mitte Juni im Bauausschuss vorgestellt. In der Zwischenzeit sei „hinter den Kulissen“ an diesem Plan fleißig weiter gearbeitet worden, berichtete Wolff gestern. Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten:

  • Verkauf des Geländes
  • Abriss der Gebäude und Rekultivierung / Wiederaufforstung
  • Neue Nutzung.

Die Nutzungsmöglichkeiten in dem Landschaftsschutzgebiet seien stark eingeschränkt, betonte Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein. Entsprechend gering seien die Verkaufschancen; ein Altenheim jedenfalls sei dort nicht möglich. Die Kosten für Abriss und Wiederaufforstung werden nach dem Worten von Markus Wolff nunmehr auf 1,2 Millionen Euro geschätzt, die für die Instandsetzung der Gebäude in den kommenden zehn Jahren auf 1,5 Millionen. Echte Freude dürfte bei den Kommunalpolitikern bei keiner dieser Alternativen aufkommen. Für den Fall jedoch, dass die Stadt Remscheid dem Plan eines „grünen Zentrums“ den Vorzug gibt, könnte sie einen Teil der Ausgaben durch Einnahmen ausgleichen. Denn dann könnte das Gelände an der Küppelsteiner Straße, auf dem jetzt noch die Revierförsterei steht, als Neubaugebiet für freistehende Einfamilienhäuser verkauft werden.

Aber egal, für welche Alternative sich die Politik letztlich entscheidet – Geld muss so oder so in die Hand genommen werden, und das schon bald. Denn die Schäden in den Abwasserleitungen des „Waldhofs“, ein echtes Umweltproblem, könnten für die Stadt schnell auch zu einem strafrechtlichen Problem werden, würden sie nicht repariert. „Eine Entleerung der Sickergruben erübrigt sich derzeit“, wurde Mark Wolff konkret. Der Grund: „Die Zuleitungen funktionieren als ‚Rieselstrecken’“ (Kennepohl). Der Baudezernent schätzt, dass die Stadt für die Reparatur schnell eine sechsstellige Summe werde ausgeben müssen. Bis 2008 könne man damit auf keinen Fall warten.

Wirklich rentierlich sei die Investition in die Abwasseranlage aber erst, wenn man darauf aufbaue, betonte Forstamtsleiter Wolff. Er verwies auf das Holzkompetenzzentrum in der Eifelgemeinde Nettersheim. Das habe zu sechzig neuen Arbeitsplätzen geführt und bringe pro Jahr rund 30.000 Übernachtungen, zumeist von Jugendlichen. Weiter brachte Wolff gestern die Zusammenlegung der beiden Forstämter von Remscheid und Solingen ins Gespräch. Die ließe sich auf dem Waldhof-Gelände ebenfalls gut realisieren. Auf diese Idee sei er zusammen mit seinem Solinger Amtskollegen gekommen, nachdem die Landesregierung angekündigt habe, kleinere Forstbehörden in größeren aufgehen zu lassen. Was der Rat der Stadt Remscheid von diesem Vorschlag hält, bleibt abzuwarten…

Trackbacks

waterboelles.de am : Baudezernent holte sich im Ausschuss eine klare Abfuhr

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Im Januar wolle er „durch die Fraktionen reisen“, um für den Plan eines „Umweltbildungszentrums“ zu werben, das dann in die Gebäude des jetzigen Kinderheims im „Waldhof“ bei Küppelstein einziehen könnte, zusammen mit dem Forstamt. Das  hatte Baudezernent

Kommentare

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Klaus Kowakowski am :

In der griechischen Mythologie wuchsen der Hydra für jeden abgeschlagenen Kopf zwei neue nach. Heute heißt die Hydra Verwaltungsbürokratie. Kommunale Schulden steigen und steigen, Kommunalverwaltung wächst und wächst. Alles läuft wie geschmiert. Verwaltungsmenschen haben Zeit, viel Zeit. Daher werden immer neue Maschen für persönliche Vorteile gestrickt. Ist doch eigentlich alles ganz einfach. Das es nicht an Zeit für Einfälle mangelt, werden attraktive Visionen in den freien Raum gestellt, die sich nach kurzer Zeit zu Modellen auswachsen und Realisieren beanspruchen. Das bedeutet Geld für Maßnahmen und zusätzliches Personal. Das bedeutet für Ideengeber als zielführenden Abschluß mindestens zwei höhere Besoldungsstufen und für Steuerzahler höhere Verschuldung. So auch das Projekt "Natur und Umweltzentrum" des jugendlichen Fortamtleiters. Den Vorgängern Färber, Grünenklee und Meschede ist nicht im Geringsten ähnliches eingefallen. Vielleich weil sie sich mehr mit Natur und Umwelt befasst haben und für Herrn Meschede die Naturschule Grund als ständige Ausgabenquelle mehr als genug war. Vielleicht aber auch, weil der finanziell todkranken Stadt Remscheid aus Verantwortungsbewußtsein derart hochfliegendes nicht zugemutet werden sollte. Klar, die Verwaltung steht wieder einmal hinter den Plänen "ihrer" Männer, denn was dem Einen nutzt, wird dem Anderen nicht schaden. Und warum sollten eigentlich Todkranke nicht noch einen Kursus in dirty dancing belegen? Den Bürgerinnen und Bürgern ist als letztes und wertvollstes Kapital das Grüne Umland verblieben. Aber wie lange noch? Die Holzpreise steigen, und die Motorsägen kreischen. Übrig bleiben zunehmend kahle, verwüstete Flächen, die leider den Namen Naturwald nicht mehr verdienen. Aufforsten ist Fehlanzeige, da Fällen einfacher als Pflanzen ist. Hallo Herr Forstamtleiter, genau da ist Ihre Verantwortung, genau da ist ihr originäres Betätigungsfeld und genau dafür werden Sie von den Remscheider Bürgerinnen und Bürgern bezahlt!

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