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Millionenschaden: Teppich-Partner in Schutt und Asche

Foto: Lothar Kaiser

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 Mehr als 20 Meter hoch schlagen die Flammen.
Und die schwarzen Rauchwolken sehen nicht so aus,
als ob sie unschädlich seien. Gut zu erkennen auf
einem Film, den ein Remscheider bei
YouTube eingestellt hat.

Am Tag nach dem Großbrand an der Freiheitstraße: Das ca. 1800 Quadratmeter große, zweigeschossige Gebäude von "Teppich-Partner", in dem neben Teppichen u.a. auch Parkett, Laminat, PVC-Beläge, Linoleum, Kork, Tapeten und Farben lagerten,  ist total ausgebrannt, ist nur noch ein qualmendes schwarzes Etwas.  Wo im Jahre 1978 die Firma Holz Brand ein Raub der Flammen wurde, brach gestern vermutlich infolge eines Kurzschlusses ein Feuer aus, und dichte, schwarze Rauchschwaden zogen bei leichtem Ostwind in die Innenstadt und verdunkelten den Himmel. Die Anwohner wurden durch die Polizei in Lautsprecherdurchsagen gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Eine Gefährdung der Bevölkerung habe nicht bestanden, sagte später die Feuerwehr; sie hatte in der Innenstadt die Luft gemessen und darin keine Schadstoffe festgestellt. Auch von Russablagerungen gehe keine Gefahr aus, teilte das Landesumweltamt mit.

„Beinahe wäre mein Wagen auch noch ein Raub der Flammen geworden“, berichtete ein Mitarbeiter heute Morgen. Er hatte gerade an der Fichtenstraße einen PVC-Boden zu verlegen, da bekam er gestern Nachmittag den Anruf eines Kollegen: „Komm schnell, sonst brennt gleich Dein Wagen!“ Der stand direkt neben dem Lager, in dem das Feuer kurz zuvor ausgebrochen war. Nichts wie alles stehen und liegen gelassen und zur Firma! Ein Feuerwehrmann, durch eine Atemschutzmaske vor dem schwarzen Rauch geschützt, fuhr dann den Wagen aus der Gefahrenzone.

TeppichPartner vor dem großen Brand. Archivfoto: Lothar KaiserThomas und Michael Merten, die Eigentümer von „Teppich-Partner“ stehen heute vor den Trümmern langjähriger Arbeit. „Das Licht ging aus, und dann brannte es auch schon“, zitiert heute der RGA Thomas Merten. Ihm und seinen drei Mitarbeitern in der Halle blieb keine Zeit, wichtige Papiere oder gar einen Computer mit ins Freie zu retten, so schnell breitete sich das Feuer aus. Auch die Bücher, in denen die Firmeninhaber ihre Aufträge für die nächsten Wochen und Monate vermerkt hatten, gingen in Flammen auf.

Um 14.55 Uhr war der Brand der Polizei und Feuerwehr gemeldet worden. Auch DRK, Technisches Hilfswerk und Johanniter wurden alarmiert. Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, verstärkt durch alle Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr - insgesamt waren nach Angaben von Rettungsdienstleiter Ulrich Schnell 220 Mann im Einsatz -, hatten Stunden zu tun, bis der Brand gelöscht war. Wegen der starken Rauchentwicklung konnte am Brandherd nur unter schwerem Atemgerät gelöscht werden. Immer wieder flackerten in Inneren des Lagers mit seinen vielen Teppichen und anderen Bodenbelägen Brandnester auf. Übrig blieb schließlich nur noch Schutt und Asche in einer verkohlten und verbogenen Ruine aus Blech und Stahlträgern. Ein Millionenschaden. Die Autofahrer spürten den Großeinsatz der Feuerwehr als erste: Straßensperrungen durch rund 30 Polizeibeamte führten zu langen Staus, insbesondere auf der Neuenkamper Straße stadteinwärts. Auch Presover und Weststraße waren gesperrt. Die Schläuche der Feuerwehr lagen nicht nur auf den Fahrbahnen, sondern im Bereich Papenberger Straße auch auf den Bahngleisen, so dass der Schienenverkehr zwischen Remscheid und Solingen zum Erliegen kam. Die ersten Züge von Solingen nach Remscheid bzw. von Wuppertal nach Solingen fuhren erst wieder kurz vor 20 Uhr. 

Foto: Lothar Kaiser

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Waterbölles am : Feuerwehrwerbung: "Heiß auf Abenteuer? Mach mit!"

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Nicht ausgeschlossen, dass ihr jüngster Großeinsatz (Brand von „Teppich-Partner") den Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Remscheid und der städtischen Berufsfeuerwehr zu neuen Mitgliedern \ Mitarbeitern verhilft. Denn dieser Einsa

Kommentare

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Berufsfeuerwehr Remscheid am :

Zurzeit, 17.30 Uhr, sind die Kräfte am Einsatzort Freiheitstraße dabei, letzte Brand- und Glutnester abzulöschen. Dazu wurden nach Freigabe durch die Kriminalpolizei mittels Baggers des THW Gebäudeteile abgerissen. Zuvor hatte die Polizei Fotos zur Beweissicherung gemacht. Im Rahmen des gesamten Löscheinsatzes wurden rund 2.500 Meter Wasserversorgungsleitungen (B-Leitungen) und 900 Meter Leitungen zu handgeführten Rohren (C-Leitungen) verlegt. Die Einsatzkräfte brauchten mehr als 60 Schutzmasken mit mehr als 40 Atemschutzgeräten und 35 Filtereinsätzen. Insgesamt wurden rund 40 Fahrzeuge von Feuerwehr, DRK, JUH und THW eingesetzt. Inzwischen ist aus dem Brandeinsatz ein Umwelteinsatz geworden. Große Mengen Löschwasser wurden in den Rückhaltebecken an der Lohbach aufgefangen. Nach Analysen durch das Umweltamt wurde das Einleiten des Löschwassers in die Kanalisation freigegeben. Derzeit pumpen drei Löschfahrzeuge ca. 1.500 Kubikmeter Wasser in Amtshilfe um. Dieser Einsatz wird sich noch bis in die späten Nachtstunden hinziehen.(Lars Bürger, Brandamtmann)

Lothar Kaiser am :

Auf rund zwei Millionen Euro wird der Brandschaden geschätzt. Ein Fall für die Versicherungen, gewiss. Aber es könnten auch Arbeitsplätze auf den Spiel stehen, wenn der Betrieb von "Teppich Partner" nicht alsbald wieder anläuft. Und da kommt es sehr auf Erreichbarkeit an. Deshalb hier die Telefonnummen der Firma (02191 / 420304) und die E-Mail-Adresse (info@teppich-partner.de).

Stadt Remscheid am :

Die Ergebnisse der Rußproben, die das Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) am Abend des 25. Oktober genommen hat, liegen jetzt vor. Die Proben stammen aus demjenigen Bereich der Papenberger Straße, der gleich neben dem Brandort liegt und deshalb am stärksten der Rauchwolke ausgesetzt war. Die Analyseergebnisse bestätigen die erste Einschätzung, die das LANUV noch am Abend des Brandes vor Ort getroffen hat. Eine besondere schädliche Wirkung geht von den Rußablagerungen nicht aus. Untersucht wurde eine mögliche Belastung mit Dioxine und Furane. Die Ergebnisse der beiden Proben liegen bei 0,1 ng/ m² 1) beziehungsweise 0,03 ng/m² 1). Der Reinigungsrichtwert für ständig bewohnte Räume, der nach der Reinigung eines belasteten Wohnraumes unterschritten sein muss, beträgt 10 ng/m² 1). Dieser Wert wird somit um den Faktor von 100 beziehungsweise von rund 350 unterschritten. Das Löschwasser wurde - soweit es über den Regenwasserkanal abgeflossen ist - im Regenrückhaltebecken Lobach aufgefangen. Am 26. Oktober wurde der Beckeninhalt nach Abstimmung mit dem Wupperverband in den Schmutzwasserkanal abgepumpt und so der Kläranlage Burg zugeführt. Ein besonderer Dank gilt hierbei den freiwilligen Feuerwehren Lüdorf, Lüttringhausen und Hasten, die die hierfür notwendigen Arbeiten übernommen haben. Tipps zum Umgang mit Rußverschmutzungen: Rußverunreinigte Flächen können unter Verwendung von Gummihandschuhen mit Wasser und üblichen Haushaltsreinigungsmitteln gesäubert werden. Das Reinigungswasser kann wie normales Abwasser in den Schmutzwasserkanal geschüttet werden. Unverpackte Lebensmittel wie beispielsweise Gemüsepflanzen, auf denen sich Ruß abgelagert hat, sollten nicht verzehrt werden. Sie können kaum ausreichend gesäubert werden. ________________________________ 1) Internationale Toxizitätsäquivalente

Chronist am :

Fast zwei Jahre nach dem verheerenden Brand eröffnen Michael und Thomas Merten an gleicher Stelle am kommenden Freitag ihre neue Verkaufshalle, in die sie 1,3 Millionen Euro investiert haben. Neu auch der Firmenschriftzug „TP“ Er steht für „Teppich- und Parkettpartner“.

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