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"Leider noch immer Jugendlche auf Suche nach Ausbildung"

Ute Ackerschott. Foto: Lothar KaiserPressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Ein Plus bei den betrieblichen Ausbildungsstellen, dem entsprechend mehr Bewerber, die einen Ausbildungsplatz fanden, und entsprechend weniger, die auf eine Alternative angewiesen sind - leider aber immer noch Jugendliche, die weiterhin eine  Ausbildungsstelle für das Jahr 2011 suchen, ihre Hoffnung jedoch nicht aufgeben  müssen, weil auch über das gesamte Jahr gemeldete Stellen unbesetzt übrig blieben und im Oktober noch neue Stellen bei der Arbeitsagentur eingingen.“ - Ute Ackerschott, Leiterin der Agentur für Arbeit Solingen/Remscheid, zieht eine  grundsätzlich positive Bilanz für das Ausbildungsjahr 2010/2011 (Oktober 2010 bis  September 2011), weist aber auch auf die gleichzeitig absehbaren Probleme hin. „Die erfreuliche Entwicklung, dass die Unternehmen in Solingen wieder mehr ausbilden, darf nicht darüber hinweg täuschen, dass es noch zu wenig Stellen waren,  um allen Bewerbern eine Chance zur Sicherung ihrer beruflichen Zukunft zu geben  und das Problem des steigenden Fachkräftebedarfs in manchen Branchen erreicht  ist. Um das Fachkräftereservoir der Wirtschaft für die Zukunft weiter auffüllen zu  können, können wir in Remscheid keinesfalls auf eine Erhöhung der Ausbildungsleistung verzichten.“

Insgesamt waren Ende September bei der Agentur für Arbeit in Remscheid 650  Ausbildungsstellen zur Besetzung gemeldet. Das waren zwar 40 oder 5,8 Pro- zent weniger als im Vorjahr, jedoch hat sich die Zahl der betrieblichen Ausbildungsstellen um knapp 30 erhöht. Die gestiegene Zahl belegt, dass wieder mehr  Ausbildungsbetriebe den Willen zeigen, ihren Fachkräftebedarf selber zu stillen und  zudem allen Mutmaßungen einer weiteren Krise oder zumindest einer Eintrübung  des Marktes zu trotzen und die Verantwortung für junge Menschen zu übernehmen.  Der höchste Anstieg wurde hierbei in den Fertigungsberufen erzielt.  Dem standen 959 Bewerber aus Remscheid gegenüber, 31 oder 3,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

„Ein Anstieg der Bewerberzahl hätte mir besser gefallen“, so Ackerschott, „denn die  Jugendlichen sollten sich umfänglich beraten lassen und wirklich alle Chancen nutzen, eine Ausbildungsstelle zu erwerben. Der Trend, aus der Angst heraus, keine  Stelle zu bekommen, sich ausschließlich für einen weiteren Schulbesuch zu entscheiden, muss gebrochen werden. Auch nach der Beratung kann eine weiterführende Schule immer noch die beste Lösung sein, wenn es denn den Wünschen und  Neigungen des jungen Menschen am meisten entspricht.“

Rein rechnerisch standen 100 Bewerbern nur 70 Ausbildungsplätze gegenüber,  ein Verhältnis, wie es Remscheid – bis auf die beiden Krisenjahre – schon seit Jahren kennt und das stets leicht günstiger ist als in den Nachbarstädten.  39 Stellen waren am Ende des Beratungsjahres noch unbesetzt, 14 mehr als im  Oktober 2010 und noch deutlicher mehr als in den Jahren davor.  Dazu Ackerschott: „Die Arbeitgeber mit freien Stellen für 2011 hoffen weiterhin auf  Bewerbungen und einen geeigneten Bewerber. Andere Betriebe haben im Oktober  sogar noch Ausbildungsstellen nachgeliefert. Mein Arbeitgeberservice hilft unter  Hochdruck, geeignete Bewerber zu finden, um keine Stelle frei zu lassen. Die Möglichkeiten stehen auch gut, da Ende September noch 30 Jugendliche gemeldet waren, die eine Ausbildungsstelle suchten und keine andere Alternative gefunden  hatten.“

Die Zahl der unversorgten Jugendlichen lag zum Ende des Beratungsjahres mit einem Plus von 1 zwar auf dem Niveau von 2010, stellte aber lediglich ein Drittel der  unvermittelten Bewerber in den Jahren vor den Boomjahren 2006 bis 2008 dar.  Nach wie vor konzentriert sich mehr als ein Drittel (36,7 Prozent) aller Bewerber  und Bewerberinnen aus Solingen und Remscheid bei der Auswahl ihres Ausbildungswunsches auf die zehn beliebtesten Ausbildungsberufe. Obwohl es mehr als  350 anerkannte Ausbildungsberufe gibt, verändern sich die Wünsche der Ausbildungsbewerber seit Jahren kaum, lediglich die Rangfolgen variieren.  Die Top 10 der Berufswünsche:   

  1. Verkäufer/in 
  2. Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel 
  3. Bürokaufmann/-kauffrau 
  4. Industriekaufmann/-kauffrau
  5.  Medizinische/r Fachangestellte/r 
  6. Fachlagerist/in 
  7. Friseur/in 
  8. Maler/in und Lackier/in 
  9. Zerspanungsmechaniker/in 
  10. Teilezurichter/in

„In Deutschland gibt es über 350 anerkannte Ausbildungsberufe“, sagt Ute Acker schott, „Jugendliche, die jetzt noch auf der Suche sind, sollten sich unbedingt über  Alternativen zum Traumberuf informieren und die vielfältigen Angebote unserer Berufsberatung nutzen. Auch über die Alternative, die artverwandt zum Wunschberuf  sein kann, kann man mit einem kleinen Umweg sein Ziel erreichen.  Auf jeden Fall darf man jetzt noch nicht aufgeben, wenn man keine Ausbildungsstele im ersten Anlauf bekommen hat. Wir werden in den nächsten Wochen gemeinsam mit unseren Partnern im Ausbildungskonsens alle Anstrengungen unternehmen, diese noch unversorgten Jugendlichen auf die freien Ausbildungsstellen zu  vermitteln“, erklärt die Leiterin der Arbeitsagentur.

Darüber hinaus bietet die Agentur für Arbeit viele weitere Hilfen an. So werden zum  Beispiel Kosten übernommen, die bei Vorstellungsgesprächen oder Aufnahme eines  weiter entfernten Ausbildungsplatzes anfallen – sofern der Jugendliche die Mittel  nicht selbst aufbringen kann. Auch während der Ausbildung kann die Agentur mit  ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) die Azubis unterstützen, wenn die Leistungen  in der Berufsschule nicht ausreichen und Nachhilfe benötigt wird.  Derzeit gibt es beispielsweise noch folgende offene Ausbildungsstellen im Angebot der Agentur: Beamter/Beamtin Justizvollzugsdienst, Informatikkaufmann/- kauffrau, Koch/Köchin, Maler/in/Lackierer/in, Restaurantfachmann/-fachfrau, zahn-  sowie tier-medizinische/r Fachangestellte/r, Anlagenmechaniker/in Sanitär, Heizung,  Klima, Augenoptiker/in, Bäcker/in, Bauten- und Objektbeschichter/in.  Betriebe, die jetzt noch einen Azubi suchen, sollten ihre freie Ausbildungsstelle sofort der Agentur für Arbeit melden, um durch die Nachvermittlungsaktion im Endspurt noch einen geeigneten Auszubildenden oder eine geeignete Auszubildende zu  finden. Arbeitgeber erreichen die Ausbildungsvermittlung unter der Rufnummer ihres  bekannten Ansprechpartners im Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit oder unter der Hotline 01801-664466*.

Aktuelle Informationen über freie Ausbildungsstellen gibt es auch im Internet unter  www.arbeitsagentur.de/berufenet oder in der Agentur für Arbeit Remscheid an der  Bismarckstraße 8.  Die Geschäftsstelle ist montags bis mittwochs von 7.30 bis 13 Uhr, donnerstags von  7.30 bis 18 Uhr und freitags von 7.30 bis 12.30 Uhr geöffnet.

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