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Schulentwicklung: Verwaltung erhält Fülle von Aufträgen

Die derzeitige Schulentwicklungsplanung für die Berufskollegs der Stadt zeigt nach Auffassung der so genannten Gestaltungsmehrheit von SPD, FDP und Grünen, „dass eine verantwortbare Entwicklung des Berufskollegs für Wirtschaft und Verwaltung am Standort Stuttgarter Straße nicht möglich ist.“ Die drei Fraktionen haben daher vor einer halben Stunde auf einer Pressekonferenz im Rathaus den Antrag an den Schul- und Sportausschuss (17.11), Haupt- und Finanzausschuss (1.12) und Rat (15.12.) angekündigt,  für das Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung einen Neubau zu planen. Hierbei soll auch die Variante eines Berufskollegzentrums an der Neuenkamper Straße untersucht werden. Der Antrag hat folgenden Wortlaut: „Die Stadtverwaltung wird beauftragt, die Möglichkeiten eines Neubaus für das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung zu untersuchen und dem Rat einen entsprechenden Vorschlag in der Ratssitzung am 10. Mai 2012 vorzulegen. Die entstehenden Kosten sind in den Bildungsinvestitionsplan aufzunehmen.“

Für die Sitzung des Ausschusses  für Schule und Sport am 17. November stellen die Fraktionen von SPD, FDP und Grünen des Weiteren den Antrag, von der Verwaltung zu folgenden Punkten Beschlussvorlagen einzufordern:

  • „Die Verwaltung untersucht die Möglichkeiten eines Neubaus, bzw. der Unterbringung in einem bestehenden Gebäude für die dritte Gesamtschule in Remscheid. Neben einem möglichen Standort sollten die erforderlichen Anforderungen, sowie die Größe, die Kosten, Finanzierungsmöglichkeiten und zuletzt die Frage der Genehmigungsfähigkeit durch die Schul- und Kommunalaufsicht ermittelt werden. Das Untersuchungsergebnis wird dem Schul- und Sportausschuss vorgelegt.
  • Die Auflösung der Hauptschule Rosenhügel, beginnend mit dem Schuljahr 2012/2013, wird beschlossen.
  • Die Errichtung einer integrierten Sekundarschule bis zur Jahrgangsstufe 10 (in Form einer Gesamtschule in Kooperation mit der Albert-Einstein-Schule) zum Schuljahr 2012/2013 (bzw. 2013/2014) wird beschlossen. Als Voraussetzung wird eine schriftliche Elternbefragung über die Erforderlichkeit der Gründung schnellstmöglich durchgeführt.“
  • Dieser Sekundärschule wird das Schulgebäude Rosenhügel als Standort zugewiesen.
  • Dem Weiterbildungskolleg wird als endgültiger Standort das Schulzentrum Klausen zugewiesen.
  • Allen anderen weiterführenden Schulen der SEK I wird dringend empfohlen, über eine Umwandlung bzw. Gründung weiterer Sekundärschulen mit dem mittelfristigen Ziel, der Umgestaltung der Remscheider Schullandschaft in ein duales System von integrierten Schulen und Gymnasien zu diskutieren. Als erster Schritt sollten so schnell als möglich verbindliche Kooperationen zwischen Haupt- und Realschulen einerseits und Schulen mit Oberstufe (Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs) andererseits eingegangen werden.“

Zur Begründung verwiesen die Fraktionsvorsitzenden auf ein ausführliches Positionspapier, das der Waterbölles nachfolgend dokumentiert:

Positionspapier zur Schulentwicklung

In ihren Beratungen zur weiteren Schulentwicklung haben sich die Fraktionen von SPD, FDP und GRÜNEN auf folgende Eckpunkte geeinigt.
Ausrichtung der Schulentwicklungsplanung in Remscheid im Bereich Sekundarstufe I und II für die laufende und die nächste Wahlperiode
1.   Das angestrebte Ziel der mittelfristigen Schulentwicklung in Remscheid sind zwei Schulformen. Das Gymnasium (G8) und daneben ein integratives Schulsystem bestehend aus Gesamt- und Sekundärschule (G9).
2.   Der Elternwille ist die Grundlage der zu entwickelnden Schullandschaft.
3.   Die finanziellen Möglichkeiten der Stadt Remscheid sind zu beachten.
4.   Die demografische Entwicklung ist fortlaufend intensiv zu analysieren.
5.   Die Büdungsqualität (höhere Abschlüsse) muss gesteigert werden.
6.   Die Zahl der Ganztagsbetreuungen bzw. der Ganztagsschüler steigt kontinuierlich in den angebotenen Schulformen.
7.   Die angestrebte Inklusion sowohl in der Grundschule als auch in beiden Formen der SEK I ist zu verwirklichen.
8.   Die Zusammenarbeit mit der örtlichen Wirtschaft zur Sicherung des Bildungs- und Wirtschaftsstandortes Remscheid ist auszubauen.
9.   Die beruflichen Schulen sind auszubauen und fort zu entwickeln.
10.  Der Ausbau und ein dauerhafter Standort für das Weiterbildungskolleg sind nötig.
11. Eine intensive und verbindliche Kooperation zwischen den Schulformen und den einzelnen Schulen ist erforderlich.

Um diese Ziele zu erreichen sind folgende Kriterien zu beachten und zu berücksichtigen:

1.    Die jetzt zu erkennende demografische Entwicklung deutet darauf hin, dass in den nächsten zehn überschaubaren Jahren eine Jahrgangspopulation einschließlich Einpendlern von etwa 900 bis 950 Schülern jährlich zu erwarten ist.
2.    Die Anmeldequoten liegen zur Zeit für das integrierte System bei knapp 50 % (Gesamtschule), bei Gymnasium bei etwa 33 % und bei Haupt- und Realschule bei knapp 35 % (einschließlich der Ablehnungen der Gesamtschulen von rund 15%)
3.    Diese Anmeldequoten lassen auch für die Zukunft eine durchschnittliche Zahl von etwa 290 bis 330 Gymnasialanmeldungen erwarten. Dies entspräche einer Zügigkeit von etwa 11-13 (bei 25 Schülern pro Klasse) bzw. 10-11 (bei 30 Schülern pro Klasse). Etwa 450 bis 500 Interessenten jährlich für die Gesamtschule sind aus den bisherigen Zahlen zu erkennen.
4.    Die vorhandenen Gebäude der Gymnasien lassen unter nicht Berücksichtigung von Ganztagsbetreuung bzw. Ganztagsunterricht die Unterbringung von z.Zt. 15 Zügen zu. Eine Beschränkung aut 3 Züge pro Standort (4 Standorte= 12 Züge) erscheint für die Zukunft wünschenswert um eine gleichmäßige Auslastung bei Verringerung der Klassenstärken zu erreichen. Bei weiterem Ausbau des Ganztagsbetriebs wären die dann vorhandenen Raumreserven notwendig
5.    In absehbarer Zeit stehen keine Gebäude für die Errichtung einer mindestens vierzügigen Gesamtschule mit Oberstufe zur Verfügung
6.    Die beiden vorhandenen Gesamtschulen können nicht erweitert werden, sie sind mit jeweils 6 Zügen SEK
I plus Oberstufe voll ausgelastet, so dass perspektivisch sogar von einer notwendigen Verringerung auf jeweils 5 Züge ausgegangen werden muss. Insbesondere dann wenn wie zu erwarten, die Oberstufe immer mehr Schüler aufnehmen muss.

7.    Die Errichtung eines Neubaus zur Aufnahme der von den Eltern in immer stärker werdendem Maße gewünschten Schulform Gesamtschule ist anzustreben, da die Größe, Struktur und die mangelnden Erweiterungsmöglichkeiten der bestehenden Schulgebäude eine Nutzung auch wirtschaftlich nicht sinnvoll erscheint. Eine Verwertung der frei werdenden bzw. bereits frei gewordenen Gebäude und Grundstücke ist mit großem Nachdruck zu betreiben.
8.    Für die mögliche Errichtung einer Sekundärschule (mindestens dreizügige integrierte Ganztagsschule) könnten von der Größe her, bei Nichtbetrachtung der Gymnasialgebäude und der Realschulen, die Gebäude der zur Auflösung anstehenden jetzigen HS Rosenhügel (bereits Ganztagsbetrieb) und der bereits aufgelösten HS Bökerhöhe zur Verfügung stehen.
Die Gebäude, bzw. die Gebäudeteile der HS Wilhelmstraße, Kremenholl, Hölterfeld und Klausen erscheinen dafür nicht ausreichend groß genug. Auch in naher Zukunft frei werdende geeignete Förderschulstandorte (Inklusion) sind nicht erkennbar. Der Standort Bökerhöhe sollte auf jeden Fall nicht weiter betrieben werden.
9.    Im weiteren Verlauf der o.a. weiteren Entwicklung werden dann voraussichtlich die Standorte Schulzentrum Hackenberg und Realschule AvH als Schulstandorte für integrierte Systeme zur Verfügung stehen.
10.  Der Standort des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung in der Stuttgarter Straße entspricht nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Schule und sollte daher aufgegeben und ein Neubau in der Nähe des Berufskollegs Technik errichtet werden. Ob in dieses „Berufskolleg-Zentrum" auch das Berufskolleg Käthe-Kollwitz verlagert werden sollte, ist zu prüfen
11.  Das Weiterbildungskolleg, zur Zeit vorübergehend untergebracht im Gebäude Bökerhöhe, sollte als dauerhaften Standort das Schulzentrum Klausen (neben und mit dem Leibniz-Gymnasium) finden.
12.  Zur möglichen Errichtung einer Sekundärschule ist lt. Schulgesetz die Erforderlichkeit durch eine Elternbefragung zu untermauern. Bei einer derartigen Elternbefragung sollte die Gelegenheit genutzt werden, eine umfangreiche Befragung der Eltern von Grundschülern und Kindergartenkindern über die Absichten des Schulbesuchs ihrer Kinder und den Vorstellungen über die zukünftige Schullandschaft durchzuführen. Die schriftliche Befragung sollte wissenschaftlich erarbeitet und begleitet werden.

Trackbacks

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Kommentare

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Fraktion der SPD am :

Mit ihrem Kompromiss zur Schulentwicklungsplanung in Remscheid legen die Fraktionen von SPD, FDP und GRÜNEN den Grundstein für eine verlässliche Schulentwicklungsplanung in Remscheid, die sich am Elternwillen orientiert. Aufgrund der geänderten Rahmenbedingngen auf Landesebene wird auch die Möglichkeit der Gründung einer Sekundarschule am Standort Rosenhügel in enger Kooperation mit der Albert-Einstein-Gesamtschule in die Überlegungen mit einbezogen. Voraussetzung für deren Umsetzung ist allerdings, dass sich in der vorgesehenen Elternbefragung genügend Anmeldungen wiederfinden. Falls dies nicht der Fall sein sollte, wird parallel die Verwaltung beauftragt, die Unterbringung einer dritten Gesamtschule in Remscheid vorzubereiten. In ihrem Beschluss bekennen sich die Fraktionen von SPD, FDP und GRÜNEN zum Erhalt der vier in Remscheid bestehenden Gymnasien. Zur besseren Verteilung der Schüler auf das Stadtgebiet ist eine Begrenzung der Zügigkeit geplant, um auch so genügend Platz für den Ganztagsschulbetrieb zu schaffen. Alle anderen Schulen im Bereich der Sekundarstufe I werden aufgefordert, sich im Hinblick auf ein längeres gemeinsames Lernen auf den Weg zu machen, um das qualitative Ziel höherer Schulabschlüsse zu erreichen. Das Weiterbildungskolleg soll seinen entgültigen Satndort im Schulzentrum Klausen finden. Eine weitere wichtige Weichenstellung wird mit dem Beschluss zur Neuerrichtung des Berufskollegs für Wirtschaft und Verwaltung vorgenommen. Der alte Standort an der Stuttgarter Straße genügt nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Schule und bietet keine Entwicklungsmöglichkeiten. In die Prüfung soll die Schaffung eines Berufsschulzentrums an der Neuenkamper Straße einbezogen werden. „Mit unseren grundsätzlichen Überlegungen und Entscheidungen bieten wir Kindern, Eltern und den Schulen den Rahmen für eine verlässliche Schulentwicklungspolitik in Remscheid in den kommenden zehn Jahren“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans Peter Meinecke. (Pressemitteilung)

Familie Sause am :

Danke! Als Eltern zweier Leibniz-Schüler sind wir einfach nur froh über dieses eindeutige "Ja" zu allen vier Gymnasien. Wie alle anderen Eltern auch, haben wir uns die Entscheidung, auf welche weiterführende Schule unsere Kinder gehen sollen nicht leicht gemacht. Viele Gespräche, Vergleiche und Überlegungen sind vorausgegangen, und trotzdem blieb da noch dieses komische Gefühl im Bauch, ob die Praxis die Theorie bestätigen würde. Heute wissen wir, daß unsere Kinder glücklich sind. Erst letzte Woche meinte unser Sohn "Grundschule war ja auch ganz schön, weil man da nicht lernen mußte, aber jetzt habe ich eine total nette Klasse, und es ist viel interessanter." Daß Teile der Politik das Leibniz-Gymnasium, das den KIndern in einem menschlichen Umfeld die Hochschulreife vermittelt, nur aufgrund seiner baulichen Voraussetzungen aufzugeben bereit waren, machte uns fassungslos. Der garantierte Weiterbestand freut uns! Die Kombination mit einer Sekundarschule hätte am Standort Klausen G8 und G9 ermöglicht, was für alle Kinder der Umgebung eine große Bereicherung gewesen wäre.

Jochen Siegfried, CDU-Fraktionsvorsitzender am :

Die CDU-Fraktion wird sich das Papier der Ampel zur Entwicklung der Schullandschaft genau ansehen und intern diskutieren. Die Vorstellungen der CDU-Fraktion zur zukünftigen Schullandschaft sind seit langem bekannt: Dies ist eine Grundlage für die weitere fachliche Diskussion in einem interfraktionellen Arbeitskreis am kommenden Montag. Es bleibt zu hoffen, dass wir im Sinne der betroffenen Kinder, Eltern und Schulen bald zu einer Lösung kommen, die den Schulfrieden in unserer Stadt dauerhaft sichert. Das Positive am Papier der Ampel ist, dass nun auch SPD, FDP und Grüne sich dem CDU-Vorschlag nach einer Sekundarschule in Remscheid anschließen. Ob diese nun am Standort Klausen oder Rosenhügel oder an einem anderen Standort angesiedelt wird, muss die weitere Diskussion auf Fachebene zeigen. Wichtig ist uns, dass wir diese neue Schulform auch in Remscheid etablieren, da sie nach unserer Auffassung dem Elternwillen am besten Rechnung trägt. Für die CDU-Fraktion ist und bleibt die Stärkung des Standortes Klausen weiterhin entscheidend. Ob dies in Form einer neu zu gründenden Sekundarschule oder in Form eines Weiterbildungskollegs geschieht, müssen wir sehen. Leider wurde die von uns bereits mehrmals gestellte Frage nach einem Raumkonzept für alle Remscheider Schulen von der Fachverwaltung immer noch nicht beantwortet. Wenn das Ampel-Papier dazu dient, mehr Druck in dieser Frage auf den Schuldezernenten auszuüben, soll uns dies recht sein. Entscheidend ist für uns, dass die SPD augenscheinlich endlich von ihrem Parteitagsbeschluss abrückt, der einen nicht zu finanzierbaren Neubau einer dritten Gesamtschule für Remscheid vorsah. Gesichtswahrend ist nun nur noch die Rede davon, dass die Verwaltung die Möglichkeiten eines Neubaus bzw. der Unterbringung in einem bestehenden Gebäude für die dritte Gesamtschule in Remscheid prüfen möge. Wenn diese Formulierung dabei hilft, den schulpolitischen Kursschwenk der SPD in die richtige Richtung zu unterstützen, so soll uns dies auch recht sein. Unter Punkt 3 (‚Die finanziellen Möglichkeiten der Stadt Remscheid sind zu beachten’) hat die Ampel de facto dem Neubau einer Gesamtschule eine klare Absage erteilt. Denn uns allen ist klar, dass mit der Umsetzung des Stärkungspaktes gewaltige Anstrengungen auf uns zukommen, die einem Neubau keinen Raum mehr lassen. „Unter dem Strich halten wir fest: In der BV Lüttringhausen gibt es einen Konsens, das Leibniz-Gymnasium in seiner bisherigen Form und am bisherigen Standort zu erhalten. Die Forderung der CDU-Fraktion nach einer Sekundarschule in Remscheid wird nun auch von der Ampel unterstützt. Die Pläne für einen kostspieligen Neubau einer dritten Gesamtschule sind offenbar vom Tisch. Jetzt können Fachgespräche geführt werden, damit wir in kurzer Zeit zu einem guten Ergebnis im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger kommen. Der nächste interfraktionelle Arbeitskreis und der nächste Schulausschuss werden jedenfalls spannend werden.

Fraktion der Linken am :

Die Mehrheit von SPD, FDP und Grüne im Remscheider Rat hat nun also vorgelegt, wie die Schullandschaft in Remscheid sein soll - übrigens bevor der interfraktionelle Arbeitskreis zur Schulentwicklung getagt hat. Das Ergebnis ist getragen vom offensichtlichen Willen, auch in Remscheid den sogenannten „Schulfrieden“ – mit der CDU - zu erreichen und geht auf die Wünsche etlicher Menschen ein – nur eben nicht auf die Kinder und deren Eltern, die seit Jahren von den Gesamtschulen abgewiesen wurden und immer noch abgewiesen werden. Deren Zahl ist hinreichend bekannt, nämlich zwischen 150 und 200 jährlich. Nun müsste es doch eigentlich erste Priorität haben für diese unerträgliche Situation – die schon mehrfach als Skandal bezeichnet wurde - eine Lösung zu finden. Nichts dergleichen geschieht. Stattdessen soll nun die Sekundarschule gegründet werden, eine Schulform, die keine Oberstufe hat und also gar nicht darauf ausgerichtet ist, ihre Schüler zum bestmöglichen Abschluss zu führen. Sie gibt zwar vor längeres gemeinsames Lernen zu ermöglichen; in Remscheid aber tritt die Sekundarschule an die Stelle einer Hauptschule. Keine andere Schulform wird aufgelöst oder geht in dieser Sekundarschule auf. Besuchen sollen die Sekundarschule übrigens Kinder, die von den beiden Gesamtschulen abgewiesen werden. Wird die Sekundarschule dann so eine Art „Gesamtschule zweiter Klasse“? Zudem: Laut Vorstellung der politischen Mehrheit soll es langfristig nur noch zwei Schulformen geben: das Gymnasium, das in acht Jahren zum Abitur führt und die Gesamtschule bzw. eine integrierte Schulform, auf der man in neun Jahren das Abitur machen kann. Wenn aber dies das Ziel ist, warum muss in Remscheid dann jetzt eine fünfte Schulform hinzugefügt werden? SPD, FDP und Grüne wollen eine umfassende Elternbefragung zur künftigen Beschulung ihrer Kinder durchführen. Dies unterstützt DIE LINKE natürlich, schließlich hat DIE LINKE vor gut einem Jahr diesen Antrag zur Elternbefragung bereits im Schulausschuss gestellt. (Axel Behrend)

Chronist am :

Haben SPD, FDP und Grüne bei der CDU abgeschrieben? Eine Sekundarschule für den Rosenhügel sei eigentlich die Idee seiner Fraktion gewesen, teilte der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen Siegfried am 17. November kurz vor der Sitzung des Schulausschusses Pressevertretern mit. Und auch der Umzug der Abendrealschule nach Klausen und die Neubaupläne für die Berufskollegs hätten "Plagiatswert", zitierte ihn anschließend der RGA. Über eine Reaktion der Gestaltungsmehrheit ist bis heute nichts bekannt.

Chronist am :

Auf Antrag von SPD, FDP und Grünen beschloss der Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag einstimmig, dem Rat der Stadt den Auftrag an die Verwaltung zu empfehlen, die Möglichkeiten eines Neubaus für das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung zu untersuchen und dem Rat in der Sitzung am 10. Mai 2012 einen entsprechenden Vorschlag vorzulegen. Die vorgelegte Schulentwicklungsplanung für die Berufskollegs der Stadt zeige, „dass eine verantwortbare Entwicklung des Berufskollegs für Wirtschaft und Verwaltung am Standort Stuttgarter Straße nicht möglich sei. Bei der Planung eines Neubau soll auch die Variante eines Berufskollegzentrums an der Neuenkamper Straße untersucht werden.

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