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"Die Sekundarschule berücksichtigt den Willen der Eltern!"

Stellungnahme des Lehrerkollegiums des Leibniz-Gymnasiums zur aktuellen schulpolitischen Situation in Remscheid

In den letzten Wochen und Monaten wurde in den Medien viel über die Diskussion zur schulpolitischen Zukunft in Remscheid berichtet. In diesem Zusammenhang sind leider etliche nicht ganz richtige und sogar falsche „Fakten“ eingebracht worden, die eigentlich nur polemisieren, aber in keiner Weise zur Herstellung eines Schulfriedens in Remscheid beitragen können. Eine Tatsache ist sicher, dass in den vergangenen Jahren immer wieder eine große Zahl von Gesamtschulinteressenten abgewiesen werden musste, also der Elternwille für eine dreistellige Anzahl von Schülern nicht berücksichtigt werden konnte. Ein wichtiger Aspekt der Gesamtschule ist sowohl ein längeres gemeinsames Lernen als auch das Erreichen des bestmöglichen Schulabschlusses für alle Schülerinnen und Schüler. Dieses Ziel erfordert eine ausreichend heterogene Schülerschaft, um dauerhaft das Bestehen einer Oberstufe zu gewährleisten. In den letzten 25 Jahren haben sich die meisten Eltern der Schülerinnen und Schüler mit einer Gymnasialempfehlung für den Besuch eines der vier Remscheider Gymnasien entschieden. Somit ist es fraglich, ob eine zusätzliche Gesamtschule mit Oberstufe in Remscheid überhaupt bestehen könnte, insbesondere im Hinblick auf den Rückgang der Schülerzahlen, der auch vor den Gesamtschulen nicht halt machen wird.

Unserer Meinung nach wäre eine dritte Gesamtschule nicht erstrebenswert, denn diese müsste mindestens vierzügig sein. Das Geld für einen Neubau fehlt in Remscheid, also bliebe zur Einrichtung dieser neuen Gesamtschule nur die Zerschlagung mindestens einer seit vielen Jahren hervorragend geführten und (weithin akzeptierten) traditionsreichen Schule. Dies würde dem in NRW erreichten Schulfrieden entgegen stehen und kann nicht im Interesse der Stadt Remscheid und ihrer Bürger sein. Der Elternwille wird in der Diskussion als Argument angeführt. Dabei bleibt umstritten, ob Eltern, deren Kinder an beiden Remscheider Gesamtschulen abgewiesen werden, ausschließlich auf diese Schulform festgelegt sind. Spricht nicht vielmehr einiges dafür, dass ihnen zwar das längere gemeinsame Lernen und die Ganztagsversorgung wichtig sind, sie sich aber in Ermangelung einer anderen Lösung nur für die Gesamtschule entscheiden können? Seit dem 20.10.2011 gibt es in NRW eine neue in der Landesverfassung verankerte Schulform, die Sekundarschule, die das beschriebene Dilemma löst:

  • die Sekundarschule wird längeres gemeinsames Lernen bis zum Ende der Klasse 10 durchführen und kann damit auch den oben genannten Elternwunsch erfüllen,
  • eine möglicherweise nur gering nachgefragte Oberstufe wird es nicht geben, stattdessen wird eine Kooperation mit einer schon bestehenden Sekundarstufe II durchgeführt,
  • die Sekundarschule soll mindestens dreizügig sein, also braucht man kein neues – nicht finanzierbares Gebäude –, sondern kann eine solche neu gegründete Schule problemlos in das in Remscheid bestehende Raumangebot integrieren.

Folglich ist es unnötig, eine seit Jahren gut funktionierende und stark nachgefragte Schule aufzulösen! Das Lehrerkollegium des Leibniz-Gymnasiums sieht in der Einrichtung einer neuen Sekundarschule in Remscheid hervorragende Chancen, dem Elternwillen gerecht zu werden und einen dauerhaften Schulfrieden zu ermöglichen. Wir stehen einer solchen Einrichtung am Standort Klausen positiv gegenüber und bieten die nötige Kooperation im Bereich der Sekundarstufe II an. Damit könnte in Lüttringhausen ein echtes Stadtteilschulsystem im Sekundarbereich entstehen, das von allen Schülern besucht werden kann! Darüber hinaus verhindert eine solche Lösung unnötig weite Schulwege und die damit verbundenen Kosten. Das Lehrerkollegium des Leibniz-Gymnasiums sieht in der Einrichtung einer Sekundarschule die einzige Möglichkeit, den Schulfrieden in Remscheid zu wahren und gleichzeitig den Elternwillen sowie die unterschiedlichen Lerngeschwindigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen. (Klaus Fey, Vorsitzender des Lehrerrats)

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