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Zum Erfolg des Brückenparks und seiner Schattenseiten

Durch den Brückenpark Müngsten ist der dortige Abschnitt der Wupper für Besucher attraktiver geworden. Zur verstärkten naturnahen Freizeitnutzung trägt eine  optimierte öffentlichen Anbindung durch Bahn, Bus oder Pkw  bei. Durch den Bau der Schwebefähre, eine Neuordnung der Wanderwege im Umfeld des Brückenparks und die Stilllegung von Trampelpfaden sollten der Besucherverkehr gebündelt und schutzwürdige Naturbereiche entlastet werden. Das gelang aber nur teilweise, wie es im Bericht der Biologischen Station Mittlere Wupper heißt, den die Mitglieder des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung vergangenen Mittwoch zur Kenntnis nahmen (Abschlussbericht Monitoring 2006 bis 2010). Zitat: „ Die intensive Nutzung der Grünflächen führte zu Beschädigungen oder Zerstörung der Grasnarbe, Hangkanten oder einzelner Anpflanzungen im Zentralbereich des Brückenparkes. Das Besucherlenkungssystem wurde im Monitoringzeitraum 2006 - 2010 durch ergänzende Maßnahmen (Abpflanzungen, Aufstellung von Informationstafeln, Querlegen von Gehölzen in Beruhigungszonen, Stein- und Gehölzaufschichtungen, Vervollständigung von Zaunanlagen) nachweisbar verbessert. Dennoch konnte die Zielsetzung einer Beruhigung des östlichen Hangbereiches der Wupper zwischen Schwebefähe und Diederichstempel, des Abschnitts zwischen Napoleonsbrücke und Reinshagener Bach sowie des Dorperhofer Siefen nach wie vor nicht erreicht werden. In Teilen (Napoleonsbrücke – Reinshagner Bach) trat sogar in den letzten Jahren der gegenteilige Effekt einer zunehmenden Beunruhigung ein. Hier sind dringend weitere Beruhigungsmaßnahmen erforderlich.

Neben der Wegenutzung stellte sich durch die Schaffung von Strandbereichen im Zentralbereich des Brückenparkes auf Solinger Seite ein regelrechter Badetourismus ein. (…) Es konnte nicht vermittelt werden, dass das Betreten des neu geschaffenen, nicht gesondert geschützten Uferbereiches erlaubt und erwünscht,  jedoch das Baden in der hier … besonders geschützten Wupper nicht gestattet ist. Dieser Umstand änderte sich auch nicht durch das Aufstellen von Hinweisschildern mit der Aufschrift „Baden verboten“. Nicht nur das uferseitige Durchwaten des Wassers, sondern auch das Queren der Wupper mit Rädern u.ä. entsprechend negativen Auswirkungen auf die Wasserpflanzen in der Wupper bis hin zum Totalverlust konnte beobachtet werden. Eine Verbesserung des Freizeitnutzungskonzeptes wird daher dringend empfohlen (Regelmäßige Kontrolle des Geländes, Besucherinformation durch Medien und zertifizierte Naturführer).“

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