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Große Leerstände in der Bibliothek werden bald gefüllt

Die Fraktionsvorsitzenden von SPD, FDP und Bündnis‘90/Die Grünen, Hans Peter Meinecke, Wolf Lüttinger und Beatrice Schlieper, erhoffen sich einen zukunftsweisenden Neustart der Städtischen Bibliothek.In seiner gestrigen Sitzung hat der Haupt- und Finanzausschuss dem Rat der Stadt empfohlen, zum 1. Januar 2012 aus den Fachdienste 3.43 (Weiterbildung/VHS), 3.42 (Öffentliche Bibliothek) und 3.42.1 (Musik- und Kunstschule) den Fachdienst 3.44 (Kommunales Bildungszentrum) zu machen. Den ersten Antrag dazu hatten im Januar dieses Jahres die Fraktionen von SPD, FDP und Grünen gestellt (Foto), bezogen auf Bibliothek und VHS. Er war dann später von der CDU um die MKS erweitert worden. Sitz des neuen Bildungszentrums unter der Leitung von Nicole Hauser-Grüdl, bisher VHS-Leiterin, wird in die Stadtbibliothek an der Scharffstraße werden. Die erforderlichen Räume für zwölf Verwaltungsmitarbeiter der VHS/MKS sollen für 228.000 Euro umgebaut werden (siehe auch „Umzugskarussell“). Im gestern im Hauptausschuss vorgelegten Abschlußbericht der Verwaltung zum Bildungszentrum heißt es dazu:

Das stadteigene Zentralbibliotheksgebäude in der Scharffstraße umfasst fünf für potenziellen Publikumsverkehr nutzbare Etagen, von denen derzeit nur vier seitens der Öffentlichen Bibliothek genutzt werden. Die ehemals als Stadtarchiv genutzte Fläche im 2. Untergeschoss steht inklusive zugehöriger Büroräume seit mehreren Jahren weitgehend leer. Darüber hinaus gibt es einen Leerstand von aktuell zwei Büros im 2. Bibliotheksobergeschoss, wobei die Anzahl an nicht benötigten Büros bei alleiniger Nutzung des Gebäudes durch die Öffentliche Bibliothek aufgrund der … künftigen Reduzierung des Bibliothekspersonals in den kommenden Jahren kontinuierlich anwachsen wird. Im 2. bzw. 1. Obergeschoss befinden sich zurzeit ein sehr großzügig geschnittener, aufgrund seiner antiquierten Ausstattung jedoch nur noch wenig frequentierter Lesesaal sowie eine der bisherigen Musikbibliothek zugeordnete Fläche von 146,9 Quadratmetern, die im Zuge der inhaltlichen Neukonzeption der Öffentlichen Bibliothek um ein gutes Drittel reduziert werden soll. Dieses Drittel wird künftig als neuer Arbeitsplatz für die Musikschul-MitarbeiterInnen genutzt, deren Büroräume dann in unmittelbarer Nähe zur Musikbibliothek liegen.“

Wieland Gühne, dfer Fraktionsvorsitzende der W.i.R., kommentierte das gestern so: „Da muss es ja in der Bibliothek in den letzten Jahren erhebliche Freiräume gegeben haben!“  Die Ehrlichkeit, mit der die Verwaltung die Leerstände eingeräumt habe, sei ungewöhnlich. Dann aber Zustimmung: „Die Vorlage ist nachvollziehbar!“ Gegen das Projekt stimmte gestern lediglich Fritz Beinersdorf von den Linken. Dass er „erheblichen Beratungsbedarf“ anmeldete und in der nächsten Sitzung des Kulturausschusses mit Vertretern der drei Fachbereiche reden sollte, um deren Meinung einzuholen, ließ Oberbüergermeisterin Beate Wilding jedoch nicht gelten. „Die Meinung des Verwaltungsvorstandes in dieser Frage ist einhellig!“ Und der konnte sich auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochern Siegfried anschließen: „Hier wird ein lebensfähiges Gebilde geschaffen!“ Sprecher von SPD, FDP und Grünen meldeten sich zu diesem Tagesordnungspunkt nicht zu Wort.

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Chronist am :

Die Fraktion der Linken hat heute mit einem Antrag, Mitarbeiter der Fachdienste in den Kulturausschuss einzuladen, nachgelegt: "Der Fraktion stellten sich bei der Beschäftigung mit dem Konzept Widersprüche dar, die sich ohne Fachwissen nicht auflösen ließen. Wir würden daher gerne die Sicht der Betroffenen zu diesem Konzept hören. Gerade die Mitarbeiter werden ja am meisten die Auswirkungen dieses Konzeptes zu spüren bekommen. Von daher sollten sie auch die Gelegenheit erhalten ihre Kompetenz mit einzubringen und ihre Meinung dazu zu äußern."

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