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Plötzlich ist die Idee einer Städtefusion in aller Munde

Waterbölles-Kommentar

Sollten Sie eine eigene Homepage mit Links auf andere haben, können Sie dieses Banner gerne verwenden.Manche Themen brauchen eine Weile, bis sie Schlagzeilen machen. Bereits am 11. Februar 2006 stellte der Waterbölles fest, nur als Einheit habe die Region eine Chance, sich zwischen Rheinschiene und Ruhrgebiet eigenständig zu behaupten. Und er zitierte Jürgen Büssow (SPD), den Düsseldorfer Regierungspräsidenten,  mit den Worten, wenn „die Bergischen“ im Konzert der Großstädte mitspielen wollten, dann müssten sie „wie eine einzige Stadt auftreten“. Friedhelm Sträter, der Präsident der bergischen Industrie- und Handelskammer, galt schon damals als Verfechter einer bergischen Großstadt aus Wuppertal, Solingen und Remscheid. Es war also Wasser auf seine Mühlen, dass Büssow in dieser Woche konkreter wurde (in einem Beitrag der WDR-Lokalzeit „Bergisches Land war es zu sehen und zu hören): „Wenn die Bevölkerung das mitmachen würde, wäre es schon eine tolle Sache in meinen Augen, wenn man sagen würde: Wir schließen uns zu einer Stadt zusammen!“
Das war klarer, deutlicher als Anfang vorigen Jahres. Und prompt folgten die Schlagzeilen in der Tagespresse. Allerdings nicht aufgehängt an den visionären Äußerungen der SPD-Mannes Büssow, sondern an den Reaktionen des FDP-Mannes Ingo Wolf, derzeit Innenminister in NRW. Der hatte die Überlegungen des Regierungspräsidenten zurückgewiesen und lediglich eine engere Zusammenarbeit von Nachbarstädten empfohlen, um Schulden abzubauen und Steuergelder besser einzusetzen (Anm.: was in den bergischen Großstädten dringend erforderlich wäre). Büssow hatte erklärt, nur wenn Wuppertal, Solingen und Remscheid mit 630.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Nordrhein-Westfalen bilden würden, könnte die Region im europäischen und internationalen Wettbewerb bestehen – und könnte durch eine gemeinsame Verwaltung im Jahr 45 Millionen Euro sparen.

Fusion ante portas? Wohl kaum. Dagegen spricht bergisches Beharrungsvermögen. Aber vielleicht geht es ja tatsächlich auch eine Nummer kleiner. Im November konkretisierten CDU, SPD und FDP ihren verbal schon oft beteuerten Sparwillen durch die Unterzeichnung eines „Zukunftspaktes“. In diesem Jahr muss sich zeigen, ob er Früchte trägt. Vielleicht die letzte Chance …

Als Nachsatz ein Zitat aus der Rede Büssows anlässlich des Treffens der FDP-Fraktion Wuppertal am 11.01.2007: "Wenn ich bergischer Kommunalpolitiker wäre, und ein passionierter noch dazu, würde ich diese Debatte ab sofort vorantreiben: das Zusammenwachsen der drei Städte mit einem Schlag – am besten bis zur Kommunalwahl 2009! Das wäre, als ob alle Kotten zur gleichen Zeit mit dem Schmiedehammer auf den bergischen Amboss schlagen würden. Die ganze Bundesrepublik würde diesen Hammerschlag hören." Der volle Wortlaut der Rde findet sich auf einer Internetseite der Bezirksregierung Düsseldorf.

Trackbacks

waterboelles.de am : Bürger scheinen Ängste der Politik nicht zu teilen

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„Nur ein aus den drei Städten gebildetes Wirtschaftszentrum kann mittel- bis langfristig in einer Liga mit Städten wie Düsseldorf, Essen oder Dortmund mitspielen", bekräftigte gestern vor mehr als 800 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung der

waterboelles.de am : Bürger scheinen Ängste der Politik nicht zu teilen

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„Nur ein aus den drei Städten gebildetes Wirtschaftszentrum kann mittel- bis langfristig in einer Liga mit Städten wie Düsseldorf, Essen oder Dortmund mitspielen", bekräftigte gestern vor mehr als 800 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung der

Kommentare

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H. Strube am :

Gut weil Gross? Wird eine Verwaltung besser, weil sie mehr Bürger betreut? Nein, die Wege werden länger. Schließlich muß gespart werden, dass tut man heutzutage ausschließlich am Personal. Und Remscheid als "Juniorpartner" wird dabei nur verlieren können. Es wird weiter zentralisiert. Die IHK selbst gibt dafür ein schönes Beispiel. In Remscheid nur noch eine Schreibstelle - dass ist alles, was geblieben ist! Ich finde es schade, dass die Regierungsbezirksgrenzen scheinbar das Denken in andere Richtungen (nein, keine Eingemeindungen!) völlig unmöglich machen. Auf das uns Gross-Wuppertal noch lange erspart bleibt!

Chronist am :

"Es lohnt nicht über ein Hirngespinst zu fabulieren. Weder löst eine Megalopolis an der Wupper die Probleme unserer Städte noch die Probleme ihrer Bürger. Im Gegenteil – eine Zwangsehe Remscheids und Solingens mit Wuppertal schafft mehr Probleme als sie löst." (Sven Wolf auf dem Neujahrsempfang der Remscheider SPD am 14.1.2007)

Lars Johann am :

Warum eigentlich nicht? Ich finde es bedauerlich, dass gerade von Seiten der Politik dieses Thema als "Hirngespinst" bezeichnet wird. Dabei denken in meinen Augen die örtlichen Politiker eher an die Erhaltung ihrer Pöstchen und Einflussbereiche, die in einer Großbergischen Stadt natürlich nur noch eingeschränkt vorhanden wären. Aber warum sollte so ein Plan nicht vernünftig durchgerechnet werden, um dann sachlich darüber zu diskutieren, ob so etwas nicht vielleicht im Interesse aller Bürger sein könnte. Bei den Bürgern scheint die Ablehnung, wie die ersten Spontanumfragen zeigen, auch viel weniger intensiv zu sein als bei denen, die die Bürger eigentlich vertreten sollen. Klar ist natürlich, dass dieses Projekt nicht von heute auf morgen verwirklicht werden kann. Aber als Großprojekt für 2020 sollte zumindest ein konstruktives Nachdenken erfolgen. Im übrigen ist natürlich groß nicht gleich besser, aber eine stetes Denken im Kleinen hilft auch niemandem weiter.

Chronist am :

„Meine Vision von der Bergischen Großstadt ist in den letzten 16 Jahren leider noch nicht in Erfüllung gegangen. Gleichwohl möchte ich an dieser Stelle noch einmal betonen, dass mir die Themen rund um die bergische Zusammenarbeit ein sehr großes Anliegen sind. Ohne die Nachbarstädte Solingen und Remscheid kann auch das so bedeutende Oberzentrum Wuppertal nicht blühen. Mein Appell an die Verantwortlichen der Stadt und auch an unsere Wirtschaft lautet daher: Behalten Sie das Bergische Städtedreieck immer im Auge, denn nur diese Kooperation sichert uns die Zukunftsfähigkeit. Und dies gilt beileibe nicht nur für die EU-Förderung, das gilt für ganz viele für die Unternehmerschaft wichtige Bereiche wie Standortmarketing, Wirtschaftsförderung, Tourismus aber auch für so schwierige Themen-felder wie die Kultur.“ (IHK-Präsident Friedhelm Sträter beim gestrigen Empfang der Wuppertaler Wirtschaft / „Bleicherbrot“)

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