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"Herkulesaufgabe im Stadtteil hervorragend gemeistert!"

Dass der Heimatbund Lüttringhausen seine Goldene Ehrennadel nebst Ehrenbrief in zwei aufeinander folgenden Jahren an verdiente Mitbürger verleiht, ist ungewöhnlich. Beim Kottenbutteressen im vergangenen Jahr, in der Halle des TV Goldenberg, galt die Ehrung zwei „ausgewiesenen Heimatfreunden“ - Peter Harnischmacher und Horst Braun. Man hätte also annehmen können, beim gestrigen Kottenbutteressen im Gemeindezentrum der ev. Kirchengemeinde Lüttringhausen am Ludwig-Steil-Platz hätte diese Ehrung nicht angestanden. Zumal Peter Maar, der Vorsitzende des Heimatbundes, sie so beschreibt: „Seit vielen Jahren zeichnet der Heimatbund Lüttringhausen Bürgerinnen und Bürger aus, die sich in besonderer Weise Verdienste um Lüttringhausen und seiner Bürger erworben haben. Es ist eine Auszeichnung, die relativ selten verliehen wird, nicht etwa, weil es in Lüttringhausen zu wenige Menschen gibt, die eine besondere Erwähnung und Anerkennung verdient hätten, sondern weil wir bemüht sind, nur solche Persönlichkeiten auszuzeichnen, die sich tatsächlich in einem ungewöhnlichen Ausmaß und vielfach auch über eine ungewöhnlich lange Zeit in den Dienst einer guten Sache gestellt haben oder auch ein außergewöhnliches Engagement, welches weit über die eigentlichen beruflichen Aufgaben hinaus geht, praktiziert haben.“ Aber besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Und als im vergangenen Jahr bekannt wurde, dass Barbara Schulz, beliebte und rührige „Stadtteilarbeiterin“ im Kinder- und Jugendzentrum der „Schlawiner“ gGmbH in Klausen, zum Jahresende eine neue Tätigkeit beim Familienbildungswerk Bergisch Land der Arbeiterwohlfahrt im Honsberger „Lindenhof“ aufnehmen würde, da war für Vorstand und Beirat des Heimatbundes klar: Still und leise würde man die engagierte Sozialarbeiterin nicht „aus dem ‚Dorp’ ins ferne Remscheid“ ziehen lassen.

„Barbara Schulz hat nicht nur die ihr zugewiesenen beruflichen Aufgaben in hervorragender Weise erfüllt, sondern sich weit darüber hinaus zum Wohle unserer Stadt und unserer Bürgerinnen und Bürger eingesetzt“, sagte Peter Maar gestern in seiner Laudatio. „Bereits im Jahre 1987 hat sie gemeinsam mit dem Allgemeinen Sozialdienst der Stadt Remscheid und der Arbeiterwohlfahrt damit begonnen, die Grundlagen für eine gezielte Stadtteilarbeit in Lüttringhausen im Bereich der Kinder-und Jugendarbeit zu schaffen. Ab 1995 hat sie dann bei den Schlawinern als Sozialarbeiterin mit der Kinder- und Jugendarbeit begonnen, in den Jahren 1996/98 wurde ihr die Stadtteilarbeit hauptamtlich übertragen, und es war eine ihrer ersten großen Leistungen, dass sie die offenbar zur damaligen Zeit nicht so optimale Aufgabenerledigung grundlegend neu aufgearbeitet und aufgestellt hat. In dieser Zeit wurde von ihr auch die Lüttringhauser Stadtteilkonferenz aktiviert, systematisiert und diese wichtige Arbeit erhielt auch eine neue Struktur.

Joby Joppen und ihr neuer Chef, Richard Ulrich, der Geschäftsführer des Kinder- und Jugendzentrums 'Die Schlawiner' in Lüttringhausen. Foto: Lothar Kaiser

Die Nachfolgerin von Barbara Schulz als Stadtteil- und Kulturmanagerin der „Schlawiner“ ist seit Anfang Januar Joby Joppen. Sie tauchte im Waterbölles schon mehrfach auf. In Berichten über Theater-Aktionen von und mit Jugendlichen („Klausen Kid`Opera“, dem „Jungen Tanz- und Theaterfestival im Stadttheater“ und dem Tagore-Abend in der MKS“). Peter Maar gab ihr beim gestrigen Kottenbutteressen Gelegenheit, sich den Lüttringhauser Bürgern, so sie sie denn noch nicht kannten, kurz vorzustellen: Geboren sei sie in Lennep, mit den Schlawinern aber schon seit rund 20 Jahren verbunden. Zunächst als Schülerin, später als freiberufliche Theaterregisseurin. Der Waterbölles ergänzt: Joby Joppen studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Indologie und Germanistik in Köln (währenddessen Hospitanzen/Assistenzen in der Dramaturgie und Regie an verschiedenen Theatern in NRW. Sie lebte und arbeitete eine Zeitlang in Melbourne. Ihr Wunsch für ihr neues Aufgabenfeld in Lüttringhausen: „Jede Menge Anregungen! Denn ich weiß, dass ich alleine nichts bewegen kann!“

„Klausen nach Lüttringhausen!" und der damit verbundene Blick über Klausen hinaus, das sei immer ihr Leitmotiv gewesen", hörte Barbara Schulz von Peter Maar. Und wer sie näher kennt, wusste, dass es ihr gar nicht so recht behagte, so im Mittelpunkt zu stehen. Aber was sein muss, muss nun mal sein. Und so sagte Maar denn, was gesagt werden musste: „Sie haben das, was für ein erfolgreiches Wirken gerade in Lüttringhausen eine unverzichtbare Voraussetzung ist: Sie haben ein Herz für Lüttringhausen. Immer dann, wenn Aufgaben und Probleme anstanden und zu lösen waren, haben Sie sich weit über das normale Maß hinaus engagiert, haben vielfach gehofft, gebangt und mit gezittert, dass die anstehenden Aufgaben und die damit verbundenen Ziele auch erreicht wurden!“

Bevor Barbara Schulz ihre Tätigkeit in Lüttringhausen begann, waren im Jugend- und Kinderzentrum im Bereich der Stadtteilarbeit vier bis fünf Mitarbeiter der AWO tätig. Auf Grund finanzieller Probleme der AWO habe dann ein kompletter Neuanfang gemacht werden müssen, erinnerte Peter Maar. Und dieser Neustart sei damals Barbara Schulz mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 30 Stunden übertragen worden. „Eine Herkulesaufgabe stand vor ihr. Doch durch ungewöhnliches Engagement und mit Hilfe des neuen Aufgabenträgers - Die Schlawiner- Jugendhilfe Remscheid – sei es ihr gelungen, die Krise zu meistern. „Eines ihrer Erfolgsrezepte war es, ein Angebot nicht nur für Klausen, sondern eines für ganz Lüttringhausen zu machen. Ein wichtiger Baustein war dabei die Belebung der Stadtteilkonferenz Lüttringhausen, in der nicht nur vornehmlich die in der Kinder- und Jugendarbeit und im sozialen Bereich tätigen Lüttringhauser Einrichtungen zusammen geführt wurden, sondern auch die Bezirksvertretung und auch der Heimatbund und eigentlich jede Gruppierung, die mitmachen wollte, herzlich willkommen waren und sicherlich auf weiterhin willkommen sind!“

Ob Stadtteilkonferenz, Stadtteilfest, Seifenkistenrennen, Kinderfeste, ob Zusammenarbeit mit den Schulen, den Kirchengemeinden oder der örtlichen Polizei, Barbara Schulz habe immer ein offenes Ohr für alle gehabt, habe aber nicht nur zugehört, sondern danach auch gehandelt: Familienzentrum Lüttringhausen, Aktion „Remscheid schaut nicht weg", Senioren treffen sich im Klausener Waschhaus, Internationales Kinderfest, Aktion „Kinderspiel - Wir bewegen was“ … Peter Maar: „Und selbstverständlich war und ist ihr Handeln auch geprägt von den Zielsetzungen der Integration ausländischer Mitbürger und hier in der besonderen Weise geprägt von ihrem Einsatz für türkische Frauen und Mädchen. Barbara Schulz hat die hervorragende Begabung, Menschen zusammen zu führen und möglichst Alle mitzunehmen, ohne dabei beliebig zu sein. Diese vorbildliche Charaktereigenschaft wird sie jetzt im Rahmen ihrer neuen Tätigkeit beim Familienbildungswerk Bergisch Land der Arbeiterwohlfahrt einbringen. Hierfür wünschen wir Ihnen viel Erfolg und Zufriedenheit. Bleiben Sie sich treu, dann können Sie nichts verkehrt machen!“

Barbara Schulz bedankte sich in der ihr eigenen Bescheidenheit: Sie sei bei ihrer Arbeit in Lüttringhausen getragen worden von Menschen mit Energie und Kreativität und dem gemeinsamen Ziel, Lüttringhausen lebenswert zu erhalten.

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Waterbölles am : "Familienbildung richtet einen positiven Blick auf die Kinder!"

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„Herkulesaufgabe im Stadtteil hervorragend gemeistert!“, titelte der Waterbölles am 22. Januar. Tags zuvor, beim traditionellen „Kottenbutteressen“ des Heimatbundes Lüttringhausen, hatte dessen Vorsitzender Peter Maar  die bekannte und beliebte So

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