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Auch "Kita am Holscheidsberg?" lohnt eine Nachfrage

Die einstige Sonderschule und spätere Dependance der Hauptschule Wilhelmstraße am Holscheidsberg. Foto: Lothar KaiserKita-Umzug in frühere Sonderschule könnte sich rechnen“, titelte der Waterbölles am 3. März 2011. Tags zuvor hatten Vertreter/innen von Rat und Verwaltung, angeführt von Bezirksbürgermeister Otto Mähler und Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz, die einstige Sonderschule und spätere Dependance der Hauptschule Wilhelmstraße am Holscheidsberg besucht,  um herauszufinden, ob sich das massige Schulgebäude aus dem Jahr 1898 zu einer dreizügigen Kindertageseinrichtung umgebaut werden könne. Dafür sprach, dass die angemieteten Kita-Räume an der Eberhardstraße nicht weiter ausbaufähig sind und der Mietvertrag zum Juli 2013. ausläuft. Mast-Weisz damals: „Es sollte gelingen, eine strategische Entscheidung noch in der ersten Jahreshälfte vorzubereiten.“

Zeitsprung zur gestrigen Pressekonferenz von Bezirksbürgermeister Otto Mähler im „Sahnetörtchen“. Über das Zusammenwirken von Politik und Verwaltung könne er sich im Prinzip nicht beklagen, sagte Mähler. Abgesehen davon, dass man „für viele Dinge einen langen Atem haben muss“ und „ohne Nachfragen manches auch in Vergessenheit zu geraten droht, obwohl es eigentlich die Pflichtaufgabe der Verwaltung sein müsste, über aktuelle Sachstände zu berichten“. Damit war dann die Brücke geschlagen zur Idee einer neuen Kita am Holscheidsberg vor knapp einem Jahr. Eine „strategische Entscheidung“ hast es bis heute nicht gegeben. Und der Tag, an dem der Mietvertrag für die Kita-Räume an der Eberhardstraße ausläuft, rückt näher. Dass er verlängert werden muss, steht außer Frage. Denn der Bedarf besteht nach wie vor. Die Frage ist nur, für wie viele Jahre der neue Vertrag abgeschlossen werden soll. Das hängt nicht zuletzt davon ab, was aus dem mehr als 3.500 Quadratmeter großen Geländes oberhalb der Eberhardstraße wird. Einen Investor gebe es dafür inzwischen, verlautete aus dem Rathaus. Das würde Geld in die Stadtkasse spülen. Wäre der Kaufinteressent aber auch bereit, das alte Schulgebäude zur Kita umzubauen und an die Stadt zu vermieten, und sich ansonsten mit seinen Wohnungsbauplänen auf dem verbleibenden Teil des Grundstücks zu beschränken? Man weiß so wenig, die Zeit drängt, und von der Politik fehlt bislang der Fingerzeig an die Verwaltung, in welche Richtung sie gehen soll. Für Otto Mähler ist klar: „Hier müssen endlich Nägel mit Köppen gemacht werden!“

Viele Themen, mit denen sich die Bezirksvertretung Alt-Remscheid, im vergangenen Jahr befasste, werden auch in diesem Jahr wieder auf der Tagesordnung stehen oder im Rahmen der Reihe „BV vor Ort“ zur Sprache kommen. Mähler zählt dazu die Öffnungszeiten des Wochenmarktes auf dem Rathausplatz (derzeit 7 bis 13 Uhr): „Warum nicht mal die Kunden und Händler befragen, was sie von davon halten?!“

Wie könnte der 'Hastener Eingang' zur Trasse verschönert werden? Foto: Lothar KaiserOder der Umbau des Lindenbergplatzes in Hasten. Die Mitglieder der Interessengemeinschaft Hasten, die sich dafür lange und intensiv eingesetzt hätten, müssten alsbald mal ein erstes Ergebnis seehen, meint Mähler. Im Übrigen ärgert es ihn, dass der Eingang zur Trasse des Werkzeugs auf Feld „immer noch in einem erbärmlichen Zustand ist“, sprich: kaum erkennbar. Was denn aus den angekündigten Restgeldern des Trassenausbaus geworden sei, will er von der Verwaltung wissen. (Merke: Ohne Frage keine Antwort!)

Oder „Haus Cleff“, das Remscheider Heimatmuseum, Teil des Historischen Zentrums. Museumsleiter Dr. Urs Diederichs und sein Stellvertreter Ulrich Hortz nähern sich ihrer Pensionierung. Der Bezirksbürgermeister: „Wir müssen schon jetzt über die Zeit nach ihrer Pensionierung nachdenken. Was wird dann aus ‚Haus Cleff’? Ich meine, das hervorragende Ensemble aus Werkzeug- und Heimatmuseum hat es verdient, dass man sich für seinen Erhalt stark macht!“

Im Fokus des Bezirksbürgermeisters ferner: der neue Kaufpark auf dem ehemaligen Gelände der Fa. Flott in Vieringhausen, die Leerstände in Kremenholl („inzwischen auf Honsberger Niveau“), die weiterhin fehlende Beschilderung und der neue Veranstaltungsraum am Hauptbahnhof, und nicht zuletzt die untere Alleestraße. Dass die Gestaltungsmehrheit der Verwaltung nunmehr einen Auftrag erteilt habe, der weit über die Öffnung der Fußgängerzone für den Pkw-Verkehr hinaus geht, begrüßt Otto Mähler ausdrücklich. Die Verwaltung hätte seiner Meinung nach schon vor Jahren entsprechend aktiv werden müssen, habe aber stattdessen „dem Niedergang mit offenen Augen zugesehen“. Das Beste wäre, den Bebauungsplan für die untere Alleestraße zu ändern, meint Otto Mähler. Er stellt sich dort kleinteiligen Einzelhandel vor, kombiniert mit Wohnbebauung, ein klassisches Mischgebiet. Hintergedanke: Eine derartige Beschränkung schlösse größere Kaufhäuser wie Sinn/Leffers aus. Die Besitzer derartiger Immobilien seien dann gezwungen umzudenken. Denn sie wüssten dann, was in ihren Häusern künftig machbar ist - oder eben nicht mehr.

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Chronist am :

Das leerstehende Schulgebäude am Holscheidsberg zu einer Kindertagesstätte umzubauen, würde die Stadt Remscheid rund eine Million Euro kosten. Geld, das sie nicht hat. Also verabschiedete sich Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid schweren Herzens von dem Umzug der Kita Eberhardstraße, mit dem er seit gut einem Jahr geliebäugelt hatte, und berichtete, die Stadt habe den Mietvertrag für die Räume an der Eberhardstraße mittlerweile bis Sommer 2017 verlängert, obwohl das steile Hintergelände sich für eine Kita mit U3-Plätzen nicht eignet. Und in den nächsten fünf Jahren nagt der Zahn der Zeit an dem alten Schulgemäuer weiter...

Chronist am :

Weil „eine zufriedenstellende Antwort immer noch aussteht“, hatte die CDU-Fraktion zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 25. Februar erneut die Frage gestellt, welche Weiterverwendung für die nicht mehr genutzten Gebäude der Hauptschule Wilhelmstraße (früher Sonderschule) an der Straße am Holscheidsberg vorgesehen sei. Eine Frage, die in der BV schon einige Male gestellt, aber nur ungenau beantwortet wurde. Von Seiten der Verwaltung sei lediglich gesagt worden, dass das Gebäude sich „derzeit in der Vermarktung“ befinde, beklagt die CDU. Das gelte allerdings nur für den oberen Teil des Grundstücks, lautete in der Sitzung die Antwort der Verwaltung. Im unteren Teil solle mit Hilfe eines Investors ein neuer Kindergarten entstehen. Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz: „Der soll zum 1. Quartal 2017 fertig sein, so dass wie dann die für den Kindergarten Eberhardstraße angemieteten Räume aufgeben können!“ Einen genauen Zeitplan werde das städtische Gebäudemanagement der Politik nach der Kommunalwahl vorlegen.

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