Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Schmallenbergvirus jetzt auch im bergischen Städtedreieck

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Das Schmallenberg-Virus wurde Mitte Januar auch im bergischen Städtedreieck festgestellt. Die Amtstierärztin Dr. Palasdies rät den Tierhaltern von Schafen, Ziegen und Rindern, bei dem Verdacht auf das Schmallenbergvirus umgehend das Veterinäramt (BVLA) zu verständigen und eine Untersuchung der Kälber und Lämmer durchführen zu lassen. Der Verdacht auf Schmallenbergvirus wurde erstmalig am 24. Januar in einem Schafe haltenden Betrieb des bergischen Städtedreiecks bestätigt. Seitdem wurde in insgesamt fünf Schafsbetriebe der Schmallenberg-Virus nachgewiesen. In zwei weiteren Betrieben bestand jeweils bei einem Kalb wegen der vorliegenden Symptomatik der Verdacht auf Schmallenbergvirus. Eine Untersuchung zum Nachweis der Verdachtsdiagnose wurde in diesen beiden Fällen nicht durchgeführt.

Seit September 2011 ist es in den Niederlanden und am Niederrhein bei Schafen, Ziegen und Rindern zu Erkrankungen gekommen. Bei erwachsenen Tieren – vor allem bei Rindern - wurden lediglich milde Symptome wie Milchrückgang, Fieber und Durchfall festgestellt. Betroffene Muttertiere erholten sich hiervon relativ schnell. Allerdings wurde nachwiesen, dass die Infektion den Fetus (= ungeborene Tiere, deren Organwachstum noch nicht abgeschlossen ist; ab dem 2. Drittel der Trächtigkeit) in seiner Entwicklung schwer schädigt: Je nachdem, in welcher Phase der Embryofetalentwicklung (= 1. Drittel der Trächtigkeit, in dem die Organanlegung von dem Organwachstum abgelöst wird) das ungeborene Tier infiziert wird, kommt es zu Aborten (vorzeitigen Beendigung der Trächtigkeit), mumifizierten Feten, Früh- oder Todgeburten sowie der Ausbildung lebensschwacher, missgebildeter Lämmer und Kälber. Häufige Missbildungen sind dabei vor allem Gelenksteife und Sehnenverkürzungen, Schiefhals und ein Wasserkopf.

 

Das FLI (Friedrich-Löffler-Institut) hat in diesem Zusammenhang im November 2011 aus einem infizierten Tier in der Gemeinde Schmallenberg ein Virus isoliert, das als Erreger in Betracht kommt. Es handelt sich um ein Orthobuyavirus, das eine enge Verwandtschaft zu Viren der Simbu-Serogruppe aufweist, zu der auch das Akabane-Virus gehört. Die größte Ähnlichkeit besteht zum Shamonda-Virus aus dieser Serogruppe. Die Akabane-Krankheit ist seit langem bekannt, das Krankheitsbild des Schmallenberg- Virus ist diesem sehr ähnlich.

Die bisher bei den Tieren festgestellte Erkrankung ist nicht auf den Menschen übertragbar und stellt somit kein Gesundheitsrisiko dar. Es handelt sich somit nicht um einen Zoonoseerreger (= übertragbare Erkrankung von Tieren auf Menschen). Die Diagnostik der Erkrankung erfolgt derzeit durch pathologische und histologische Untersuchungen an Feten. Wenn dabei der Verdacht "Schmallenberg-Virus" entsteht, werden Proben an das FLI versandt und dort mit der PCR-Methode (= Polymerase-Chain-Reaction) untersucht.  Es besteht die Möglichkeit für Tierhalter mit Tieren, die Schmallenberg-ähnliche Symptome zeigen, zur genauen Feststellung der Erkrankung missgebildete bzw. früh geborene Lämmer und Kälber im Chemische Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper in Krefeld (= CVUA RRW) untersuchen zu lassen. Dazu müssen betroffene Tierhalter den Verdacht beim BVLA melden, damit diese dann den Untersuchungsauftrag an das Chemische Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper, Deutscher Ring 100 in Krefeld, weitergeben können. Im Anschluss daran können die Tierhalter ihre zu untersuchenden Tiere nach Krefeld ins CVUA RRW bringen. Die Untersuchungskosten werden durch das Land getragen.

Anspruch auf Entschädigungen oder Beihilfen aus der Tierseuchenkasse NRW bestehen zurzeit nicht.  Das BMELV (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) beabsichtigt, eine Meldepflicht einzuführen. Hierzu muss jedoch ein Gesetzgebungsverfahren durchgeführt werden. Dies dauert zurzeit noch an. Bei Fragen hinsichtlich der Untersuchung auf das Schmallenbergvirus steht das BVLA unter den Rufnummern (02 12) 290-25 90 oder -25 91 gerne zur Verfügung. (Büro der Oberbürgermeisterin)

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!