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Bis Ende des Jahres sollen die Lärmschutzwände stehen

Bürger wollen Klarheit über Lärmschutz-Bau an der A1“, überschrieb der Waterbölles am 31. August 2011 eine Pressemiteilung der CDU. Und das wollen die Bürger auch heute noch. Denn wann genau die Lärmschutzwände an der Autobahn A1 zwischen der Auffahrt Remscheid und der Raststätte Remscheid installiert werden, sprich: „wann die Bürger/innen im Südbezirk endlich wieder ruhiger schlafen können“ (Elke Rühl, CDU), das steht auch nach dem gestrigen Besuch von drei Vertretern des Landesbetriebs Straßen NRW Im Ausschuss für Bauen und Denkmalpflege nicht fest. Nur so viel: „Bis Ende des Jahres stehen die Wände“, versicherte Ahmed Karroum, Abteilungsleiter Bau beim „Planungs- und Baucenter Ruhr“ des Landesbetriebs in Essen. Zum exakten Zeitplan könne er allerdings erst in etwa sechs Wochen mehr sagen. Er bestätigte den Ausschussmitgliedern im Übrigen, dass sich der Landesbetrieb mit der Baufirma darauf geeinigt hat, dass die porösen Betonsäulen, zwischen denen die Betonwände derzeit noch nicht eingehängt werden können, saniert werden.

Anfangs sahen die Pfeiler ja noch recht gut aus. Doch schon bald bröckelte Zementbrei ab. Und inzwischen sehen die einst glatten Pfeiler aus wie Waschbeton – mit bis zu zwei Zentimeter tiefen Einkerbungen. Das lässt auf keine lange Lebensdauer schließen. Karroum: „Das Bauwerk soll ja schließlich 30 Jahre halten!“  Deshalb akzeptierte die Behörde die erkennbaren Fehler nicht. Zwischen dem Landesbetrieb und der Baufirma entbrannte ein Streit, der sich lange hinzog und vor Gericht zu enden drohte. Schließlich einigten sich die Kontrahenten doch noch auf eine Sanierung der Pfeiler. Das Ganze habe auch deshalb Zeit gekostet, so der Abteilungsleiter und seine beiden Mitarbeiter Rudolf Klopstein und Heike Edmonds gestern, weil es mit der Schadensfeststellung nicht getan gewesen sei. „Es folgten Schadensbegutachtung und Beweissicherung!“

Die Mühlen der Bürokratie mahlen bekanntlich langsam. In diesem Fall die des Innenministerium in Düsseldorf. Bereits im vergangenen September hatten die Mitglieder des Bauausschusses die Verwaltung aufgefordert, bei der Landesregierung und dem Landesbetrieb Straßen NRW darauf zu drängen, dass der Verkehrslärm auf der A1 durch eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 80 km/h eingedämmt werde, solange die Lärmschutzwände auf sich warten lassen.  Dafür gebe es Beispiele an anderen Autobahnabschnitten in NRW (zum Beispiel zwischen Köln und Bonn), so Jens Nettekoven (CDU) damals. Und das wiederholte er auch gestern. Doch die Vertreter des Landesbetriebes erklärten sich in diesem Fall für nicht zuständig. Die  A1 sei im Bereich Remscheid mittlerweile sechsspurig ausgebaut, da sei nicht damit zu rechnen, dass sich die Autofahrer an eine Geschwindigkeitsbegrenzung tatsächlich halten würden. Nettkoven: „Anderswo geht das mit dem Zusatzschild ‚Lärmschutz doch auch!“ Wenn überhaupt, dann sei ein gewisser Lärmschutz nur durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf allen sechs Fahrspuren zu erreichen. Die könne aber nur das Ministerium anordnen, so Karroum. „Wenn das geschehen ist, werden wir das umsetzen!“ Von sich aus dürfe aber der Landesbetrieb nicht tätig werden, da es sich bei dem Streckenabschnitt um keine Baustelle mehr handele – ungeachtet der fehlenden Lärmschutzwände auf westlicher Seite.

Die Bezirksregierung in Düsseldorf habe bislang auf den Vorschlag einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h noch nicht geantwortet, bestätigte gestern Amtsleiter Gerald Hein. Woraufhin die Ausschussvorsitzende Jutta Velte meinte, die Lärmschutzwände kämen vermutlich schneller als 80 km/h…

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Chronist am :

Die Lärmschutzwände an der Autobahn stehen längst – ohne dass allerdings die Beschwerden von Anliegern über zu großen Verkehrslärm weniger geworden wären. Deshalb vereinbarten Kurt-Peter Friese (CDU) und Jutta Velte (Grüne) jetzt für den städtischen Bauausschuss ein Fachgespräch mit der Bezirksregierung und den Landesbetrieb Straßen NRW über die Möglichkeit, es doch noch auf der A1 bei Remscheid mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h zu versuchen. Das teilte Velte heute im Bauausschuss mit.

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