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Die „Remscheider Tafel“ ist kein Allerweltsverein

Waterbölles-Kommentar

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Seit der Jahreshauptversammlung der „Remscheider Tafel“ am 28. März ist der Verein auf der Suche nach einem neuen Vorsitzenden. Denn Jürgen Urbinger hatte das Amt niederlegt (siehe Bericht im Waterbölles). Aus beruflichen wie aus gesundheitlichen Gründen, hieß es damals. Einen weiteren Grund nannte Urbinger erst jetzt – gegenüber dem RGA. Dieser Grund liege „im Verhalten einiger unserer Mitarbeiter“. Konkret: Sie hätten sich bei neuen Lebensmittellieferungen erst einmal selbst bei der frischesten Ware bedient und dann erst die Bedürftigen versorgt. Daran hätten auch klare Richtlinien und Verwarnungen nichts ändern können. Den Vorsitz hatte Urbinger 2009 übernommen. Am 26. Februar 2010, bei der Übernahme eines neuen Fahrzeugs, ging der darauf andeutungsweise ein. Das sei „aus internen Gründen“ geschehen, “nachdem ich seit 2000 neun Jahre die Kasse geführt habe.“ Nunmehr wird Urbinger konkreter: Es habe damals „Ungereimtheiten mit der Vereinskasse“ gegeben.

Das verstehe nun, wer will. Beschuldigt sich hier der einstige Kassierer selbst? Wohl kaum. Also muss etwas anderes bzw. jemand anders gemeint sein. Kein Fall für die Öffentlichkeit nach so langer Zeit? Die „Remscheider Tafel“ ist kein Allerweltsverein. Sie steht im Blickpunt der Öffentlichkeit – dem von Spendern und Bedürftigen ganz besonders. Eine Rufschädigung kann sich der Verein nicht erlauben. Einen schlechten Ruf noch weniger. Deshalb muss der Selbstbedienung von Mitarbeitern endgültig ein Riegel vorgeschoben werden. Und deshalb muss auch Schluss mit Andeutungen und scheibchenweiser Information sein. Reden Sie Tacheles, Herr Urbinger!

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Kommentare

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Anja Urbinger am :

Wenn man meinen Vater zitiert, dann sollte man es auch korrekt machen. Hier werden ihm wieder Worte in den Mund gelegt, die er so nie gesagt hat. Leider dieser Tage nicht zum ersten Mal.

Lothar Kaiser am :

Wo denn sonst noch, Frau Urbinger? Im Übrigen: Ein wenig konkreter müsste es schon sein. Welche Aussage soll falsch sein, und wie müsste es Ihrer Meinung nach richtig heißen?

Jürgen Urbinger am :

Ich möchte richtig stellen, dass mein Rücktritt nicht in den unter 2 und 3 genannten Punkten begründet war, sondern, wie ich bereits im Herbst bekannt gab, ausschließlich geschäftlicher Art. Das Verhalten einiger Helfer hatte ich noch zu meiner Amtszeit geregelt. Der gesundheitliche Einbruch kam leider einen Tag vor der diesjährigen Hauptversammlung, so dass ich an einigen wichtigen Terminen nicht mehr teilnehmen konnte. Sie kennen mich lange genug, um beurteilen zu können, dass ich nicht vor gravierenden Maßnahmen zurückschreckte. Aber ebenso wenig war ich gewillt, Vorgänge, die nicht zum guten Ruf der Tafel beigetragen hätten, in die Öffentlichkeit zu bringen. Ein Geschäftsbetrieb wird auch nicht jede Verfehlung eines Mitarbeiters veröffentlichen. Es sei soviel gesagt, dass die mit mir gewählte Kassenwartin die Tafel um einen erheblichen Betrag geschädigt hatte. Mangels Unterstützung der damaligen anderen Vorstandsmitglieder hatte ich dies persönlich zur Anzeige gebracht, und die 15-fach vorbestrafte Täterin wurde am 29. März 2012 in einem Prozess verurteilt, in dem auch öffentlich wurde, wer uns diese Laus in den Pelz gesetzt hat. Der Schaden, den die Tafel erlitten hat, konnte bis dato schon teilweise ausgeglichen werden, und auch ich hoffe, dass die Spender und Sponsoren die Remscheider Tafel nicht im Stich lassen, sondern den Erhalt dieser Einrichtung weiter unterstützen. Dafür sage ich hiermit schon jetzt allen meinen Dank, die uns bisher geholfen haben und weiter dabei bleiben.

Oliver Witte am :

Der Vorstand der Remscheider Tafel für Bedürftige e.V. ist wieder komplett. Auf der gestrigen Jahreshauptversammlung wurde Simon Baumann zum 2. Vorsitzenden gewählt. Der 37-jährige Dipl. Volkswirt und Steuerberater löste Heinz Wiebel ab, der dieses Amt seit Dezember 2012 kommissarisch geführt hatte. Der geschäftsführende Vorstand setzt sich somit nun wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Oliver Witte, 2. Vorsitzender Simon Baumann, Schriftführerin Daniela Krein, Kassierer Bernd Behrendt.

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