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Auf Dienstanweisung der Chefin nicht reagiert

"Kennepohl & Wibera: Da ist viel ‚Sand im Getriebe’“ schrieb der Waterbölles am 24. Januar. Und einen Tag später: „Wirtschaft stärkt Kennepohl den Rücken“.  Zankapfel war (wieder mal) das „Schaufenster der Wirtschaft“. Vergangenen Donnerstag wollte Oberbürgermeisterin Beate Wilding den Unternehmern, auf deren Engagement die Stadt bei diesem ehrgeizigen Projekt hofft, noch einmal die finanziellen Möglichkeiten der Stadt darlegen. „Ob Helmut Kennepohl …an diesem Gespräch teilnehmen wird (darf), scheint noch unklar zu sein“, spekulierte der Waterbölles damals, nachdem im Rathaus gemunkelt worden war, Wilding und die Fraktionsvorsitzenden würde am liebsten mit den Unternehmern alleine reden. Danach scheinen sich dann im Rathaus die Ereignisse/Entscheidungen überstürzt zu haben. Ergebnis eines langen Hin und Her zwischen den Parteien: Kennepohl darf. Mehr noch, OB Wilding habe Kennepohl mehrfach gebeten, an dem Gespräch teilzunehmen, und schließlich als Behördenchefin seine Teilnahme sogar dienstlich abgeordnet. Das ist nun die (vorläufig?) letzte Version. Weil auch die dienstliche Anweisung nicht gefruchtet habe und Kennepohl dem Treffen ferngeblieben war, solle der Baudezernent nun „offensichtlich disziplinar belangt werden“ (Anm.: Gemeint war wohl „disziplinarisch“), berichtet heute der RGA. - Wieland Gühne, Fraktionsvorsitzender der W.I.R., erfuhr bereits am Freitag, einen Tag nach dem Gespräch mit den Unternehmern, dass OB Wilding das Disziplinarverfahren gegen Helmut Kennepohl eingeleitet hatte. Gühne: „Ich habe noch versucht, sie umzustimmen. Denn ich kann die Reaktion des Baudezernenten verstehen!“

Nach dem Hickhack zwischen den Fraktionen, ob Kennepohl am vergangenen Donnerstag von vornherein oder erst zu einem späteren Zeitpunkt an dem Gespräch mit den Unternehmern teilnehmen dürfe, war schließlich ein Vorgespräch vereinbart worden. Teilnehmer: Vertreter der Fa. Wibera, die OB, die Fraktionsvorsitzenden und Kennepohl. Der aber hätte gerne zunächst unter vier Augen mit der Oberbürgermeisterin über den Brief von Wibera gesprochen, in dem die Wirtschaftsprüfer ihm, wie es heißt, sinngemäß vorwerfen, bei ihrer ersten Zusammenkunft  mit Unternehmern zum „Schaufenster der Wirtschaft“ ihre Arbeit torpediert zu haben. Gühne: „Jeder Mitarbeiter muss die Chance haben, gegenüber seiner Chefin die Dinge aus seiner Sicht darzustellen!“ Sich gleich in großer Runde rechtfertigen zu müssen, gefiel Kennepohl ganz und gar nicht; da fuhr er lieber nach Hause. Und sagte später, er habe sich nicht vorführen lassen wollen.

CDU-Fraktionsvorsitzender Karl Heinz Humpert hält das aus der Verweigerungshaltung des Dezernenten und CDU-Mannes Kennepohl  resultierende Disziplinarverfahren für eine „überzogene Reaktion“, die wiederum dem „Schaufenster der Wirtschaft“ schade. Das sei „alles anderes als produktiv“, da man mit den Remscheider Unternehmern nach dem Gespräch von Donnerstag doch wieder auf einem guten Wege sei. Er hoffe jedenfalls, dass die Oberbürgermeisterin sich die Entscheidung reiflich überlegt habe: „Wer so etwas macht, muss einiges in petto haben!“

Auf einem guten Weg? In der Tat nimmt die Bereitschaft der Remscheider Unternehmer, sich am „Schaufenster der Wirtschaft“ finanziell und dauerhaft zu beteiligen, konkrete Formen an. Mittlerweile scheint sogar nicht ausgeschlossen, dass eine Gruppe von Unternehmern ein eigenes Finanzierungsmodell vorlegt. Wieland Gühne jedenfalls ist da ganz optimistisch.

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Kommentare

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Chronist am :

Dass Wieland Gühne erst am Freitag von dem Disziplinarverfahren gegen Helmut Kennepohl erfahren haben will, verwundert Beatrive Schlieper von den Grünen. Schließlich habe das OB Wilding den Fraktionsvorsitzenden noch am Donnerstagabend angekündigt. Und niemand habe versucht, ihr das auszureden.

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