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Bevölkerungsrückgang zwingt zu Handlungsprogramm

Derzeit beraten die Ratsfraktionen über ein „Wohnungspolitisches Handlungsprogramms“.Ein Ausgangspunkt dabei ist der Bevölkerungsrückgang in Remscheid um jährlich 900 Einwohner. Bis 2030 sinkt in Remscheid nach der  aktuellen Vorausberechnung der Statistiker die Einwohnerzahl von 110.600 auf 93.000 - weit mehr als im Landesdurchschnitt . Das ist ein Rückgang um fast 16 Prozent.  Die Die Fraktionen von SPD, FDP und Grünen haben die Verwaltungsvorlage inzwischen als „ein realistisches Szenario für die Stadt Remscheid“ bezeichnet. Allerdfings haben sie zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses 14. Juni in einigen Punkten auch Ergänzungen beantragt:

  1. Die Abgrenzungen der zentralen Handlungsräume sollen so gefasst werden, dass die Begrenzung nicht auf der Mitte einer Straße endet, sondern eine Betrachtung des Straßenraumes in Gänze möglich wird. Begründung: Dadurch, dass die Sanierungsgrenzen „weich gefasst“ werden, will man verhindern, dass in einer Straße die eine Seite saniert wird und die andere Seite im alten, unsanierten Zustand verbleibt. Zusammenhängende Stadtbereiche seien als Schwerpunkt zu fördern.
  2. Der Bereich der Innenstadt rund um die Alleestraße soll gemäß des vom Rat beschlossenen Antrags „Attraktives Einkaufen und Wohnen in der City“ als eigener Handlungsraum in das wohnungspolitische Handlungsprogramm aufgenommen werden. Begründung: Im Vordergrund stehe hier die Entwicklung der Fußgängerzone und der angrenzenden Gebiete.
  3. Eingefügt werden soll als weiterer Handlungsschwerpunkt „Wohnsiedlungen der 50er – 70er Jahre“. Begründung: Wohnquartiere, wie z.B. Klausen, Hacken- oder Hasenberg, müssten in die engere Betrachtung aufgenommen werden, um die begonnene Sanierung und Stadtteilarbeit fortzusetzen. Auch sei eine Reduzierung des Wohnungsbestandes bei steigendem Leerstand, wie in der Vorlage grundsätzlich angesprochen, auch in diesen Gebieten mit in die Planung einzubeziehen.
  4. Bei den Handlungsempfehlungen „Neubau von leistbaren EFH, Reihen u. Doppelhäusern“ wird ergänzend der Satz beantragt, „dass nach Möglichkeit Gebiete vorrangig berücksichtigt werden, bei denen die Erschließung kostengünstig zu realisieren ist. Begründung: Der grundsätzliche Aspekt der künftigen Infrastrukturkosten müsse in den Fokus genommen werden. Einer der bestimmenden Faktoren des wohnungspolitischen Handlungsprogramms sei der absehbare Bevölkerungsrückgang und der demographische Wandel. Die Infrastrukturkosten seien künftig von immer weniger Einwohnern zu tragen. Zotat: „Gerade in Bezug auf Neubaugebiete ist deswegen darauf zu achten, dass diese kostengünstig erschlossen werden und auch im weiteren Betrieb keine erhöhten Unterhaltungskosten nach sich ziehen. Konsequent müsste bei einem Rückbau von Wohneinheiten überlegt werden, ob sich hiermit auch Infrastrukturkosten bei Straßen, Erschließungsanlagen und andere Infrastruktureinrichtungen vermeiden lassen.“
  5. Im Themenfeld „Kooperation“ regt die Gestaltungsmehrheit ein Beratungsnetzwerk von lokalen Handwerksbetriebe, Stadtsparkasse, EWR und/oder REB an um sicherzustellen, „dass die Modernisierung von selbstgenutzten Einfamilienhäusern fortgeführt wird“.

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Kommentare

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Chronist am :

Mit dem von der Gestaltungsmehrheit beantragten Ergänzungen stimmte heute der Haupt- und Finanzausschuss dem "Handlungsprogramm Wohnen" zu. Ausdrückliche Kritik an diesem Papier kam lediglich vom Fraktionsvorsitzenden der Linken, Fritz Beinersdorf, war aber im Zuschauerbereich kam zu verstehen. Vielleicht liefert er sie schriftlich nach....

Chronist am :

Anlage des heutigen Beschlusses ist die Feststellung des Seniorenbeirates, dass das Handlungsprogramm den demografischen Wandel nicht ausreichend berücksichtige und auch ein Wohnungsangebot für jüngere Menschen mit Behinderungen vermissen lasse. Aspekte, die in das Programm noch aufgenommen werden müssten.

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