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Ermittler rätseln nach Unfall im Remscheider Hauptbahnhof

Ein schlimmer Unfall im Remscheider Hauptbahnhof beschäftigt die Ermittler der Bundespolizei. Am vorigen Freitagmittag wollte ein 23 Jahre alter Mann aus Kamen in die RB 47, den „Müngstener“, auf Gleis 1 in Richtung Wuppertal einsteigen. Noch ist nicht genau klar, wie das dann folgende Unglück passierte.  Irgendwie geriet der junge Fahrgast zwischen die Kante des Bahnsteigs und den anfahrenden Zug. Dabei wurde ihm nach Angaben der Bundespolizei der rechte Arm fast bis zur Schulter abgetrennt. Das Unfallopfer wurde von Rettern sofort in eine Spezialklinik gebracht und ist inzwischen außer Lebensgefahr.

Der Versuch der Ärzte, den Arm wieder anzunähen, sei gescheitert, so ein Sprecher der Polizei. Den Unfall zu rekonstruieren ist auch deshalb schwierig, weil es offenbar widersprüchliche Zeugenaussagen gibt. Wollte der Mann noch kurz vor der Abfahrt den Zug wieder verlassen, wie es einige derjenigen schildern, die das Unglück auf dem Bahnsteig gesehen haben? Ist der Zugführer gar mit offenen Türen los gefahren? Gab es einen technischen Defekt an den Türen? All dies müssen die Ermittler nun klären. Dazu werten sie in den nächsten Tagen die Aussagen aus. Anders als zum Beispiel in S-Bahnen gibt es in der Regionalbahn keine Video-Kameras, die das Geschehen hätten aufzeichnen können. Auch der Bahnsteig selbst wird nicht mit Hilfe von Kameras überwacht. Den Zug hat die Bundespolizei für die weiteren Untersuchungen beschlagnahmt.

 

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Felix Staratschek am :

Leider kann ich zu dem Unfallhergang nichts sagen. Aber ich war dem Geschehen doch sehr nahe. Ich war freitags nach der Spätschicht (Ende um 22 Uhr) von Hasten zum Hauptbahnhof gelaufen und hatte mich ins Wartehäuschen gesetzt. Dort fiel mir eine Gruppe südländisch wirkender Personen auf, die auf mich ziemlich angeheitert wirkten. Einer hatte eine Flasche in der Hand. Es kam mir vor wie etwas hochprozentig Alkoholisches. Die Gruppe brauchte im internen Gespräch oft das Wort Bruder. Da ich nur eine Station weit bis Lennep fahren will, steige ich immer ziemlich spät ein und lasse anderen den Vortritt. Ich war zur mittleren Tür eingestiegen und wollte es mir gerade auf der Klappsitze- Bank gegenüber der anderen Tür bequem machen, als ich im gerade anfahrenden Zug ein dumpfes Geräusch hörte, dass so klang, als ob der Zug über etwas drüber gefahren ist. Angesichts der vielen alkoholisierten Personen, die an den Abenden von Freitagen und Samstagen immer auf dem Fußweg von Hasten zum Hauptbahnhof begegnen, dachte ich nur, "Oh je, jetzt ist es passiert". Und es gab sofort eine Bremsung. Und als ich die Tür öffnete und raus schaute, sah ich wie eine Gruppe am hinteren Bereich des Zuges stand, und ich vernahm einige Schreie des Entsetzens. Ich bin dann zunächst in den Zug zurück und habe in die Zughälften hinein gerufen, dass es einen Unfall gegeben hat und dieser Zug auf absehbare Zeit nicht weiter fährt und wer ein Remscheider Ziel hat, sich schnell zur Bushaltestelle begeben sollte. Dann bin ich zur Unfallstelle gegangen, mit einem sehr mulmigen Gefühl, was einen da erwartet. Denn ich lege keinen Wert darauf, zu gaffen oder viel Blut zu sehen, aber ich darf mich auch nicht drücken, wenn jemand Hilfe braucht. Da lag dann eine südländisch aussehende Person am Boden, von der ich einen Arm nicht mehr sehen konnte. Personen waren um das Unfallopfer besorgt. Auch der Triebfahrzeugführer kam zum Unfallort und rannte zdann urück zum Führerhaus, wahrscheinlich um den Notruf zu senden. Ich selbst habe kein Mobiltelefon. Ich bin dann zur B 229 gegangen, um Notarzt und Krankenwagen sofort zur Unfallstelle zu leiten, falls die nicht korrekt eingewiesen wurden, damit die Sanitäter und der Notarzt keine Zeit mit Suchen verlieren. Ich hoffe, dass bei den Ermittlungen auch der Alkoholeinfluss untersucht wird. Mir tun auch die Lokführer leid, die an den Abenden von Freitagen und Samstagen an fast jeden Bahnsteig befürchten müssen, dass unter Alkoholeinfluss ihnen Personen vor die Räder fallen. Was läuft falsch in unserem Land, dass sich die Leute mit der Droge Alkohol so benebeln müssen, um Freude zu haben? Ich hoffe, es wurde auch geprüft, ob das Opfer und die Angehörigen Promille im Blut hatten. Ob der Lokführer auf den Bahnsteig geschaut hat oder ob das Türsignal ordentlich ertönte, dass weiß ich nicht mehr, dass sind ja im Alltag keine Dinge für das Langzeitgedächnis, und wenn ich in den Zug steige, schaue ich nicht nach dem Lokführer. Ich hoffe, dass bei den Aussagen zum Unfallhergang auch geprüft wird, welche Zeugen befangen sind, weil diese zur Reisegruppe des Opfers gehören. Es besteht nämlich immer die Gefahr, dass Freunde des Opfers durch ihre Aussagen eine günstige versicherungstechnische Behandlung des Falls erreichen oder von eigenen Fehlverhalten ablenken wollen. Denn wer ausgestiegen ist, verlässt schnell den Bahnsteig, wer wegfahren wollte, war wohl schon überwiegend im Zug. Allenfalls Personen, die jemanden nur bis zum Zug begleitet haben, könnten noch am Bahnsteig geblieben sein. Es besteht daher die Gefahr, dass ein Großteil der Zeugen zur Gruppe gehören, mit der das Unfallopfer reiste oder zum Bahnhof gekommen war. Und hier gilt die Grundregel, im Zweifel für den Angeklagten. Wenn Zeugen befangen sind und die Blutwerte fehlen sollten, wird man wohl nie den Hergang juristisch abschließen können. Ich hoffe, dass es mir erspart bleibt, sowas noch mal zu erleben. Lokführer müssen sowas oft mehrfach in ihrem Berufsleben durchmachen.

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