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9.9.: Tag der offenen Tür an der Wuppertalsperre

Die Baustelle am 23. Juni 1986. Foto: WupperverbandPressemitteilung des Wupperverbandes

Die Wupper-Talsperre des Wupperverbandes ist mit einem Fassungsvermögen von 25,6 Mio. Kubikmetern die zweitgrößte Talsperre im Wuppergebiet. Vor 25 Jahren ging sie in Betrieb und ist seitdem der zentrale Baustein zur Regulierung der Wassermengen in der Wupper. Wenn es viel regnet oder die Wupper durch Schneeschmelze viel Wasser führt, leistet die Wupper-Talsperre im Verbund mit weiteren Talsperren an der oberen Wupper Hochwasserschutz für die unterhalb liegenden Gebiete, insbesondere für die Stadt Wuppertal. In Trockenzeiten wird das gespeicherte Wasser genutzt, damit die Wupper nicht trocken fällt und mindestens 3,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde am Referenzpegel in Wuppertal führt.

Die Talsperre wurde von 1982 bis 1987 gebaut. „Seitdem die Wupper-Talsperre in Betrieb ist, gab es an der Wupper weder extreme Hochwässer, noch ist der Fluss ausgetrocknet, wie seinerzeit im Trockenjahr 1959“, berichtet Reinhard Raschke, Bereichsleiter für Wassermengenwirtschaft und Talsperren im Wupperverband. Das Jubiläum nimmt der Wupperverband zum Anlass, den Bürger/-innen in der Region die Wupper-Talsperre bei einem Tag der offenen Tür am 9. September von 11 bis 17 Uhr vorzustellen. Die Besucher werden Einblicke in Bereiche erhalten, die nicht alle Tage für die breite Öffentlichkeit zu sehen sind. Die Bürger/innen können beispielsweise den Kontrollgang besichtigen, der sich in 40 Metern Tiefe im Staudamm befindet. Auch die Wasserkraftanlage der Talsperre können sich die Bürger/innen einmal aus der Nähe ansehen. Sie kann pro Jahr zwischen fünf und sieben Mio. Kilowattstunden Strom erzeugen (Jahresverbrauch von 1.100 bzw. 1.550 Vier-Personen-Haushalten). Darüber hinaus gibt es weitere Programmpunkte und Themen, z. B. Hochwasserschutz und Hochwasservorsorge, Waldbewirtschaftung an Talsperren, Wasserqualität der Talsperren, Vermessung und Talsperrensicherheit und vieles mehr.

Die Einweihung der Sperre am 11. November 1987. Foto: Wupperverband.Die Talsperre zu planen und zu bauen war für den Wupperverband damals ein Großprojekt. Im Februar 1946 gab es ein verheerendes Hochwasser im Wuppergebiet, das sogar Todesopfer forderte und viele Schäden verursachte. Damals wurde deutlich, dass die bisher vorhandenen Talsperren am Oberlauf der Wupper (Bever-Talsperre, Lingese-Talsperre und Brucher-Talsperre) für den Hochwasserschutz nicht ausreichten. Um sowohl den Hochwasserschutz als auch die Speicherung von Wasser zur Abgabe in Trockenzeiten wirkungsvoll zu verbessern, sollte am Oberlauf der Wupper eine weitere große Talsperre entstehen.

1961 erteilte das zuständige Ministerium des Landes Nordrhein-Westfalen die Genehmigung für das Großprojekt. Zwischen 1974 und 1976 wurde die Wupper-Vorsperre gebaut. In den Jahren 1982 bis 1987 entstanden der große Staudamm der Wupper-Talsperre sowie weitere Vorstauanlagen.

„Die wohl größte Herausforderung in der gesamten Bauzeit war die Umleitung der Wupper durch die beiden Grundablassstollen von je drei Meter Durchmesser in der Zeit von Oktober 1984 bis November 1986, während des Baus der Herdmauer mit dem Kontrollgang und der anschließenden Schüttung des Staudamms“, erinnert sich Reinhard Raschke, der damals das Projekt als verantwortlicher Projektleiter beim Wupperverband mit umgesetzt hat.

Am 11. November 1987 wurde die Talsperre eingeweiht und der Probestau begann. Am 5. Mai 1989 erreichte die Wupper-Talsperre erstmals das Stauziel von 252,5 Metern über Normalnull, d. h. sie war komplett gefüllt. Der Bau der Talsperre kostete seinerzeit 235 Mio. DM. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützte das Bauprojekt mit einem Zuschuss von 103 Mio. DM für den Hochwasserschutz.

Neben ihrer wasserwirtschaftlichen Bedeutung ist die Wupper-Talsperre, besonders an ihren Vorsperren, heute inzwischen ein Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Und auch als Ausflugsziel und zur Freizeitgestaltung ist die Talsperre beliebt. Seit Mai 2012 ist im Bereich der Wassersport- und Freizeitanlage Kräwinklerbrücke auch das Baden offiziell erlaubt.

Als die Talsperre gebaut wurde, war dies ein erheblicher Einschnitt sowohl für die Natur als auch für die dort lebenden Menschen. 750 Menschen mussten in dem Gebiet, in dem sich heute die 227 Hektar große Wasserfläche befindet, ihre Häuser und somit ihre Heimat verlassen. Ein Schritt, der sicherlich vielen Menschen sehr schwer gefallen ist. Daher galt es im Vorfeld, den Nutzen der Talsperre und ihre Nachteile gegeneinander abzuwägen. Schließlich wurde das Projekt genehmigt, weil die Wupper-Talsperre u.a. für viele Tausend Menschen an der mittleren und unteren Wupper eine deutliche Verbesserung des Schutzes vor Hochwasser bedeutete.

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