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Hasenberg: Kirche wird im April geschlossen, Kindergarten Ende Juni

Die Katholische Pfarrgemeinde St. Bonaventura in Remscheid-Lennep schließt ihre „Filial-Kirche“ St. Theresia im Ortsteil Hasenberg und den angrenzenden Kindergarten. Das ist seit zwei Jahren beschlossene Sache. Doch jetzt erst stehen die genauen Termine fest: Die Kirche wird im Laufe des Monats April geschlossen und ausgeräumt; das Inventar findet in einer Kirche in Rumänien eine neue Verwendung. Man habe die Kirche aus pastoralen und finanziellen Gründen aufgeben müssen, sagt Pfarrer Dr. Peter Schmedding. Für den Kindergarten habe es zu wenig Neuanmeldungen gegeben; aus diesem Grunde habe auch die Stadt Remscheid kein Interesse an einer Übernahme gehabt. Der Kindergarten werde daher zum 30. Juni geschlossen; auf diesen Termin lauten auch die Kündigungen, die die Erzieherinnen inzwischen erhalten haben. Die Kirche St. Theresia, die nach Angaben von Pfarrer Schmedding erhebliche irreparable Baumängel aufweist, soll ebenso abgerissen werden wie das Kindergartengebäude und die Hausmeisterwohnung. An dem 6000 Quadratmeter großen Grundstück im Bereich Schneppendahler Weg/Hasenberger Weg ist die GEWAG interessiert, „das große kommunale Wohnungsunternehmen in Remscheid“, wie es auf ihrer Internetseite heißt. Auf dem bisherigen Kirchengelände möchte die GEWAG, die sich seit mehr als 80 Jahren das im Bergischen im öffentlich geförderten und frei finanzierten Wohnungsbau betätigt, eine öffentlich-geförderte Seniorenwohnanlage errichten mit 71 Wohneinheiten.

GEWAG-Vorstand Hans-Jürgen Berendt erläuterte in dieser Woche dem städtischen Bauausschuss die Pläne. Danach soll, den erfolgreichen Abschluss der (bereits weit gediehenen) Grundstücksverhandlungen vorausgesetzt, im Frühjahr nächsten Jahres mit dem Bau begonnen werden. Vorgesehen ist eine Aufteilung der 71 Wohneinheiten in betreutes Wohnen, Wohngruppen (zu je acht Bewohnern) und Pflegegruppen. Die GEWAG rechnet mit einer großen Nachfrage. „Die Seniorenwohnanlage „Bismarckhof“ an der Bismarckstraße / Greulingstraße hat 121 Wohnungen, und die Warteliste ist genau so groß“, sagte Berendt am Dienstag im Bauausschuss.

Am Hasenberg unterhält die GEWAG mehr als 1100 Wohnungen aus den 60er und 70er Jahren, die LEG weitere 600. Im Gegensatz zu manch anderem Stadtteil ist die Vermietung von Wohnungen am Hasenberg derzeit kein großes Problem. Die Leerstandsquote bezifferte Berendt vor dem Bauausschuss mit „von unter zwei Prozent“. Der GEWAG-Vorstand kennt „seine“ Mieter auf dem Hasenberg; er weiß, dass die Senioren unter ihnen aus diesem Ortsteil nur ungern wegziehen würden. Der senioren- bzw. behindertengerechte Umbau der Wohnungen wäre jedoch aufwendiger als der Bau einer neuen Seniorenwohnanlage. Die Verkaufsabsichten der Pfarrgemeinde St. Bonaventura kamen der GEWAG daher gerade recht.

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