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"Hübsch hässlich", hätte Heinz Rühmann dazu gesagt

Das Taubenschgewänzchen beimn Nektar-Genuss. Foto: Hans Georg Müller.

Unter Denkmalschutz stehen diese beiden bergischen Fachwerkhäuser an der Reinshagener Straße. Als entlang des Bürgersteiges noch eine – zugegeben, in die Jahre gekommene – Mauer stand und vor dem größeren Haus eine Reihe von Fichten, war das Ganze noch irgendwie ansehnlich. Dann kam der Eigentümer des Grundstücks auf die Idee, an die Stelle von Mauer und Zaun eine Garage zu bauen – 4,15 Meter hoch! Da war es dann endgültig aus mit der Beschaulichkeit. Da staunt der Laie, und der Architekt versteht die Welt nicht mehr! Das soll baurechtlich noch seine Ordnung haben!? „Hat es“, war die Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage des Waterbölles. Dass durch die hohe Garage kaum noch Licht in die Fenster des dahinter stehenden Gebäude fällt, hätte das Bauordnungsamt monieren können, musste es aber nicht. Und tat es auch nicht. Und die Untere Denkmalschutzbehörde? Die hatte offenbar ihren Schwarzen Tag und hielt den Garagen-Neubau noch irgendwie für verträglich. Wie darf man das verstehen? Ein schwacher Erklärungsversuch: Eines von Murphys Gesetzen lautet: „Was vorkommen kann, kommt vor!“ Und der Schauspieler Heinz Rühmann hätte dazu gesagt: „Hübsch hässlich!“ Bleibt nur zu hoffen, dass der Haus- und Garagenbesitzer doch noch ein Einsehen hat und die kahle Betonwand der Garage durch einen Graffitikünstler besprühen lässt. Egal, welches Motiv er wählt – alles kann nur besser sein als dieser nackte, kühle Kubus. - Was den Waterbölles interessieren würde: Ist das nun ein einmaliger Ausrutscher der Behörde, ein kollektiver Irrtum sozusagen? Oder gibt es in Remscheid noch mehr solcher behördlich genehmigten "Bausünden"?

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Kommentare

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Klaus Konkel am :

Der Dachrand verschiefert und auf die Flächen ein Fachwerk malen. So könnte ich es mir vorstellen.

Sören W. am :

(Kommentar entfernt)

Bernd Burchardt am :

Sehr geehrter Herr W., Ihren Kommentar (inzwischen vom Waterbölles wieder gelöscht, da anonym geschrieben /L.K.) habe ich in großen Teilen nur mit Kopfschütteln zur Kenntnis nehmen können. Gerne stimme ich mit Ihnen überein, dass wir uns in Remscheid "um wirklich wichtige Dinge" kümmern sollen. Hierzu gehört meines Erachtens nicht die organisatorische Frage, ob in einer städt. Behörde ein Tresen aufgebaut wird oder nicht, sehr wohl aber alles, was in meinem bzw.unserem Wohnumfeld geschieht. Wenige Tage, bevor Herr Kaiser den Artikel im Waterbölles veröffentlichte, bin ich an dem Objekt vorbeigehfahren. Ich bezweifleifle, dass Heinz Rühmann wirklich von hübsch häaalich gesprochen hätte. Eher hätte sich dieser gebildete Pater Brown einen Vorgriff auf eine spätereKultfigur des Deutschen erlaubt, so wie ich getan habe. Ich meine den hervorragen Götz George als Horst Schymanski, der Begriff "Sch..." salonfähige gemacht hat. Genau so, Herr W, sieht es an diesem Ort aus. Weshalb Sie sich, vielleicht verschämt hinter einem Buchstaben versteckend, diesen Kommentar abgeben, versteht vielleicht nur, wer absolut keine Ästhetik besitzt. Ich habe mich mit der (bau)rechtlichen Frage nicht befasst. Wünschen wir mir jedoch, zwangweise einen Abriss durchzusetzen.

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