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Konzept für die Unterbringung von Flüchtlingen liegt vor

Im Juli 2010 hatte der Rat der Stadt die Verwaltung beauftragt, ein Konzept zur weitestgehenden Aufgabe der Übergangsheime zu erarbeiten unter besonderer Berücksichtigung der Lebensumstände von Flüchtlingen. Ziele sollten eine Verbesserung der Unterbringung sowie die Aufgabe von Unterkünften sein. Im Integrationsausschuss hat die Verwaltung dieses Konzept nunmehr vorgelegt; der Haupt- und Finanzausschuss behandelt es in seiner morgigen Sitzung. Wie die Verwaltung in diesem Zusammenhang mitteilt, wurden im Zeitraum 30. September 2010 bis 31. August 2012 drei weitere Gemeinschaftsunterkünfte aufgegeben und abgemietet: Westhauser Str. 55, Talsperrenweg 3 und Weststr. 27. Die verbliebenen drei Übergangsheime Klauser Delle 6 - 8, Wülfingstraße 1 und Schwelmer Straße 55 sind derzeit mit 146 Personen auf 157 Plätze zu 93 Prozent ausgelastet.

Von einem vollständigen Verzicht auf Gemeinschaftsunterkünfte und der Abbau aller Unterbringungskapazitäten für eine Erstaufnahme rät die Verwaltung ab. Nach Aufgabe des Hauses Weststr. 27 zum 31. August empfiehlt sie, die beiden Häuser Klauser Delle 6-8 und Wülfingstr. 1 weiter für eine Erstunterbringung von Flüchtlingsfamilien zu nutzen. Insgesamt stehen in den beiden Häusern 37 abgeschlossene und grundsanierte Wohnungen zur Verfügung. Sie verfügen jeweils über eigenen Sanitärbereich, Küche, Wohn- und Schlafräume in der separaten Wohnung. Gemeinschaftlich genutzt werden nur noch Waschmaschine und Trockner auf den entsprechenden Etagen. Da der vergleichsweise gute Standard in diesen beiden Wohnheimen dem Charakter von familiengerechten abgeschlossenen Wohnungen entspricht, führt dies zu einer höheren Akzeptanz bei den Bewohnern. Zur erstmaligen Unterbringung von bis zu 37 männlichen Einzelpersonen wird das städtische Objekt Schwelmer Str. 55 mit seinen 25 Wohnräumen empfohlen. Küchen, Duschen und WC sind dort auf drei Etagen nur als Gemeinschaftsflächen vorhanden.

Mietkosten fallen seit dem 1. September nur noch für das Objekt Wülfingstraße 1 an. Der zunächst Ende Dezember 2012 auslaufende Mietvertrag mit einer Gesamtnutzfläche von 3.695 m² soll zu den bisherigen Konditionen befristet verlängert werden. 17 Wohnungen mit einer durchschnittlichen Größe von ca. 60 qm stehen dort zur Verfügung, die durchschnittlichen mit vier Personen belegt sind. Im Anbau des Gebäudes ist der Sozialdienst und die Leitung des Betreuungsvereins B.A.F. untergebracht. Daneben gibt es Räumlichkeiten für Hausmeister, Lager und Reparaturwerkstatt. Ferner verfügt das Gebäude in der 4. Etage über einen modern ausgestatteten Schulungsraum, der regelmäßig für Sprach- und Integrationskurse genutzt wird. Der Saal im Erdgeschoss wird wöchentlich als Ausgabestelle für die „Remscheider Tafel“ benötigt.

Seit 1996 ist die Verwaltung der Übergangsheime und die sozialarbeiterische Betreuung der Flüchtlinge vertraglich mit dem Verein „Begegnen, Annehmen, Fördern“ e.V. (B.A.F.) geregelt. Zitat aus der Verwaltungsvorlage: "Aufgrund der weitestgehenden Aufgabe der Übergangsheime wird die Anzahl der zu betreuenden Privatwohnungen ansteigen. Dadurch kommt einer mobilen Hausmeistertätigkeit und einer aufsuchenden Sozialarbeit eine stärkere Bedeutung zu. Insofern verlagert sich auch der Hausmeisterdienst der B.A.F. von den Übergangseinrichtungen hin zu den im Stadtgebiet verstreuten Privatwohnungen. Es ist nach den bisher gemachten Erfahrungen davon auszugehen, dass Flüchtlingsfamilien in ihren Privatwohnungen noch über einen Zeitraum von ca. zwei Jahren einer intensiveren Betreuung bedürfen. Der klassische 3-Schicht-Hausmeisterdienst wird sich nach Aufgabe des Übergangsheimes Weststraße dann nur noch auf die verbleibenden drei Wohnheime konzentrieren. Auf eine Hausmeisterbetreuung „rund um die Uhr“, auch am Wochenende und an Feiertagen kann aus Sicherheitsaspekten in diesen Häusern jedoch nicht verzichtet werden. Beim Objekt Wülfingstr. ist schon heute eine ständige Hausmeisterpräsenz durch das Brandschutzkonzept verbindlich vorgeschrieben."

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