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Hochwasserschutz auch in den Zuflüssen des Eschbachs?

Naturschützer, aufgepasst! Ein wahres Wortungetüm, ein „Hochwasserrisikomanagementplan“ der Bezirksregierung Düsseldorf, könnte das Bild des Eschbachtals verändern. Das geht aus einer Vorlage der Verwaltung hervor, die jetzt der Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung zur Kenntnis nahm. Zitat: „Der Hochwasserrisikomanagementplan wird voraussichtlich … vorsehen, dass … zusätzliche Hochwasserrückhaltemaßnahmen auch im mittleren Abschnitt des Eschbaches und evtl. auch in seinen Zuflüssen zu schaffen sein werden, um den Hochwasserschutz weiter zu erhöhen. Wahrscheinlich werden dann auch Flächen auf dem Remscheider Stadtgebiet betroffen sein.“ - Das wäre nach dem Plan dann aber schon der zweite Schritt. Für den gibt es derzeit noch keine konkreten Pläne. Der soll erst im Anschluss an den Gewässerausbau in Unterburg folgen. Und genau das ist der erste Schritt, der den dringend notwendigen Hochwasserschutz für Solingen-Unterburg verbessern soll, wo es wiederholt zu Überschwemmungen gekommen ist.

Schon seit Jahren laufen beim Wupperverband Überlegungen, was dort am besten zu tun sei. Verschiedene Varianten wurden untersucht, zeitweise auch der Bau eines separaten Stollens favorisiert. Doch dafür hatte die Bezirksregierung aus Kostengründen keine Förderzusage gegeben. Nachdem dann die Pflicht zur Aufstellung von „Hochwasserrisikomanagementplänen“ in das Wasserhaushaltsgesetz aufgenommen und in NRW in den Zuständigkeitsbereich der Bezirksregierungen gelegt worden war, entwickelte die Bezirksregierung Düsseldorf auf der Grundlage umfangreicher Ermittlungen des Wupperverbandes und in Abstimmung mit allen Beteiligten eine neue Planung. Die sieht im Wesentlichen vor, die Sohle des Eschbaches im Abschnitt Unterburg tiefer zu legen, um eine größere Wassermenge ableiten zu können. Zudem werden Abflusshindernisse entfernt. Die Verwaltung: „Damit wird dann eine Abflussmenge von 37 Kubikmetern pro Sekunde erreicht. Das entspricht einem Hochwasserereignis, dass statistisch betrachtet alle 38 Jahre auftritt.“ 

Der Wupperverband geht davon aus, dass in den Jahren 2013 und 2014 die Detailplanung und das wasserrechtliche Genehmigungsverfahren vorgenommen werden können. Mit dem Baubeginn ist im Jahr 2015 zu rechnen. Und das bedeutet für die Stadt Remscheid als Mitglied des Verbandes, dass sie sich an den Kosten beteiligen muss. Jeweils 37.000 Euro sollen für 2012 und 2013 bereitgestellt werden; eine vergleichsweise geringe Summe, gemessen an vom Wupperverbandes errechneten Gesamtkosten von voraussichtlich ca. vier Mio. €. Davon entfallen auf das Land zwischen 60 und 80 Prozent, so dass auf die Stadt Remscheid, die von der Restsumme 31,4 Prozent übernehmen muss, insgesamt zwischen 250.000 bis 500.000 € entfallen, so die Verwaltung in ihrem Bericht. Der Wupperverband habe allerdings „eine Finanzierungslösung in Aussicht gestellt, die es der Stadt Remscheid ermöglichen würde, die Zahlungen über einen Zeitraum von beispielsweise zehn Jahren unter Anrechung von Zinsen zu strecken.“ (Foto rechts: „Land unter im Freibad Eschbachtal“ im August 2007)

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