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Eine Halbtagsstelle zur Rettung der städt. Kunstschule?

Archivfotos von der Eröffnung der Jubiläumswoche "30 Jahre Remscheider Kunstschule" in der städtischen Galerie. Fotos: Lothar Kaiser

Unklar sei die Zukunft der Kunstschule, da Charles Wesseler demnächst in den Ruhestand gehe, sagte der Kulturausschussvorsitzende Karl Heinz Humpert (CDU) am 5. September im „Presseclub“ der Denkerschmette. Für Oktober erwarte er eine Vorlage der Verwaltung, aus der hervorgehe, ob auch künftig mit Landeszuschüssen für die Kunstschule zu rechnen sein wird. Diese Vorlage gibt es inzwischen. Und in der morgigen Sitzung des Kulturausschusses im Röntgen-Museum steht sie auf der Tagesordnung. Kernaussage: Durch Einrichtung einer halben Planstelle für einen

„Für das Bildungszentrum wäre die Weiterführung des angegliederten Kunstschulbereichs ein großer Gewinn, da die kunstpädagogischen Projekte und Kursangebote das Portfolio an bibliothekarischen, kulturellen, musischen und berufsbezogenen Angeboten geradezu ideal ergänzen“, heißt es in der Vorlage. Aufgrund der guten Vernetzung des Kunstschulbereichs mit Schulen und der Intensivierung von Schul- und Kita-Kooperationen auch in den anderen Bereichen des Bildungszentrums seien „erhebliche Synergieeffekte zu erwarten, von denen wiederum auch die Schulen und Schüler profitieren werden.“ Gegenwärtig prüft die Verwaltung nach eigenen Angaben, ob sich die Teilzeitstelle im Kunstschulbereich kostenneutral einrichten ließe, sprich: die 13.000 Euro jährlich kompensiert werden könnten.

„Seitdem der Kunstschulbereich Ende der Siebziger Jahre/Anfang der Achtziger Jahre ins Leben gerufen wurde, nutzen rund 100 Kinder und Jugendliche im Jahr das kunstpädagogische Kursangebot. Hinzu kommen zahlreiche Schülerinnen und Schüler, die an speziellen Schulprojekten partizipieren und/oder an Ausstellungen des Bereichs mitwirken. Im Jahr 2006 etwa wurden seitens des Kunstschulbereichs 14 Veranstaltungen (darunter eine Trickfilmpräsentation, eine Ausstellung von Multimediaportraits, Filmgruppenvorführungen u.v.m.) organisiert, bei denen mehr als 200 Beteiligte aktiv mitwirkten und mehr als 1600 Besucher gezählt wurden“, bricht die Verwaltung in ihrer Vorlage eine Lanze für die Kunstschule. (siehe auch Waterbölles vom 30. Januar: „Kunstschule startete vor 30 Jahren mit Möbeln vom Sperrmüll“).

Kunstpädagogen soll die Kunstschule erhalten werden. Zitat: „Eine solche Stelle würde in Vollzeit Mehraufwendungen in Höhe von 39.500 Euro jährlich für die Stadt bedeuten, eine 0,5-Teilzeitstelle rund 13.000 Euro.“ Letztere sei „aufgrund entsprechender Fördermittel um 9.000 Euro jährlich günstiger ist als die Beschäftigung einer kunstpädagogisch qualifizierten Honorarkraft mit gleicher Arbeitszeit.“

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Chronist am :

Dass für die Kunstschule nunmehr eine Perspektive aufgezeigt werde, freute gestern im Kulturausschuss nicht nur den Vorsitzenden Karl Herinz Humpert (CDU), sondern auch Volker Leitzbach (SPD): "Ich wäre froh, wenn eine halbe Stelle durchgesetzt werden könnte". Zugleich bedauerte er, dass sich für den Erhalt der Kunstschule bisland die Nutznießer, Schulen und Vereine, noch nicht stark gemacht hätten.

Wählergemeinschaft W.i.R. am :

Die Ratsgruppe der W.i.R. bittet die Verwaltung um Beantwortung folgender Fragen: Wie wird die Jugendkunstschule zurzeit geleitet? Wie ist der momentane Stand bei der Suche nach einem geeigneten Leiter der Kunstschule? Wie soll das Profil des neuen Schulleiters aussehen? Wie können die betroffenen Kunden im Auswahlprozess beratend beteiligt werden? Begründung: W.i.R. sind der Meinung, dass schnellstmöglich, aber nach guter Auswahl, die Stelle des neuen Schulleiters der Kunstschule besetzt werden muss, damit weiterhin von ihr ein kreativer Impuls für unsere Stadt ausgeht und ein kreativer Raum in ihr erhalten bleibt. Die betroffenen Kunden haben das ausreichende Wissen, Erfahrung und Engagement, um der Verwaltung bei der Aufstellung des Profils und bei der Auswahl eines Bewerbers beratend zur Seite zu stehen – wobei W.i.R. es grundsätzlich befürworten, Betroffene zu Beteiligten zu machen.

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