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Werkzeugindustrie behauptet sich trotz Abschwächung

Rainer Langelüddecke Pressemitteilung des Fachverbandes Werkzeugindustrie e.V.

Der Fachverband Werkzeugindustrie e. V. (FWI), der alle führenden deutschen Hersteller von Handwerkzeugen und Dübeln sowie Hersteller von Maschinenwerkzeugen zu seinen Mitgliedern zählt, betont, dass die Exporte seit Jahren zu guten Umsatzergebnissen beitrugen und hohe Zuwachsraten hier keine Besonderheiten sind. Als Gründe für diese Entwicklung nennt Rainer Langelüddecke, FWI-Geschäftsführer, die hohe Qualität von Werkzeugen „made in Germany“, stetige Investitionen der Firmen in neue Produkte sowie effizient gestaltete Abläufe in den Unternehmen. Laut der vorläufigen Ergebnisse einer Umfrage des FWI für den Berichtszeitraum von Januar bis September 2012 konnten die meisten Unternehmen ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr ein wenig steigern (durchschnittlich um 1,7%). Die traditionelle Exportstärke der deutschen Werkzeugindustrie bestätigte sich auch im Jahr 2012: Der Auftragseingang aus dem Ausland verlor zwar sehr stark an Dynamik, stieg jedoch in der Zeit von Januar bis September 2012 um ca. 1,5 Prozent.

Die Inlandsbestellungen ließen spürbar nach und unterschritten den Vorjahreswert um 1,2 Prozent. Insgesamt war der Auftragseingang im Berichtszeitraum fast auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr (+0,1%) und bei ca. der Hälfte der Werkzeughersteller entwickelte er sich negativ. Die Auftragslage im 3. Quartal 2012 signalisierte leichte Abschwächung der Konjunktur (Rückgang der Inlandsnachfrage: -4,4%; Auslandsnachfrage: -0,5%)

Nach den internen FWI-Berechnungen die auf den Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes basieren, verringerten sich die Werkzeugausfuhren in die europäischen Länder im 1. Halbjahr 2012 um ca. 2,5 Prozent. Besonders stark sanken die Ausfuhren nach Italien (-17,5%), Griechenland (-30,9), Portugal (-15,9%) und Spanien (-16,4%). Angestiegen sind die Ausfuhren in die USA um 17,6 Prozent, die den 1. Platz in der Rangliste der wichtigster Handelspartner annahmen (Anteil an der deutschen Werkzeugausfuhr im 1. Halbjahr 2012: 8,4%). Insgesamt jedoch blieben die deutschen Werkzeugausfuhren im 1. Halbjahr 2012 stabil. Die Werkzeugeinfuhren lagen im 1. Halbjahr 2012 um 1,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Vor allem die Einfuhren aus den asiatischen Ländern, deren Anteil an der Werkzeugeinfuhr ca.40 Prozent beträgt, nahmen um 10,8 Prozent zu.

Die neueste FWI-Umfrage im Oktober 2012 ergab, dass fast 80 Prozent der Befragten Werkzeughersteller die wirtschaftliche Lage als „befriedigend“ bezeichnen. Bis zum Frühjahr 2013 erwartet die Mehrzahl der Unternehmen eine gleichbleibende Entwicklung, jedoch über 40 Prozent der Werkzeughersteller rechnen mit einer weiteren konjunkturellen Abschwächung. Probleme bereitet der starke Preisdruck, der vor allem von Großabnehmern ausgeübt wird. Steigerungen der Energie-, Material- und Lohnkosten können oft nicht an den Markt weitergegeben werden.

Ein nach wie vor sehr aktuelles Thema in der deutschen Werkzeugindustrie sind Plagiate ihrer erfolgreichen Produkte und Marken. Eine weltweite Drehscheibe für den Umschlag solcher Fälschungen ist Dubai. Besonders hier beklagen die betroffenen Firmen die mangelnde Kooperation der lokalen Behörden, die das Vorgehen gegen Fälscher praktisch unmöglich macht. In China – immer noch das Ursprungsland Nummer 1 für Fälschungen aller Art – verbessern sich die Rahmenbedingungen dagegen zunehmend. Dort stehen spezialisierte Behörden zur Verfügung, die bei ausreichender Beweislage Razzien in verdächtigen Fabriken durchführen. Dabei festgestellte Fälschungen werden beschlagnahmt und vernichtet. Zu wünschen übrig lässt allerdings aus Sicht der betroffenen Originalhersteller der im europäischen Recht selbstverständliche Anspruch auf Herausgabe von Informationen über den Ursprung von Fälschungen und ihre Vertriebswege. In Deutschland werden gefälschte Produkte oft zuerst auf Messen entdeckt. Ein Urteil des BGH, wonach das Ausstellen von Fälschungen auf internationalen Messen nicht generell strafbar ist, hat daher zu Verunsicherung bei den Inhabern von Patenten und Marken geführt. Aktuelle Erfahrungen zeigen jedoch, dass die Unternehmen bei entsprechender Beweisführung nach wie vor gute Chancen haben, ihre Rechte durchzusetzen. So wurden auf der Automechanika 2012 nach Angaben des Hauptzollamtes Darmstadt 490 Patentverletzungen und sonstige Fälschungen beschlagnahmt.

„Ein wirksames Patentrecht ist auch in Zukunft überlebenswichtig für die innovative deutsche Werkzeugindustrie“, so FWI-Geschäftsführer Rainer Langelüddecke. Der FWI hat sich daher in einem Thesenpapier deutlich gegen die durch die Piratenpartei vorgeschlagene Aufweichung des bewährten deutschen Patentrechts gewandt.

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