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Reinhard Harft sieht Diakonie „auf einem guten Weg“

Reinhard Harfst. Foto: Lothar Kaiser

Reinhard Harfst, der Geschäftsführer des Diakonischen Werks des Evangelischen Kirchenkreises Lennep, wechselt zum Jahresanfang nach Oberhausen, seine Heimatstadt. Er wird auch dort als Diakonie-Geschäftsführer tätig sein. Seine offizielle Verabschiedung für geladene Gäste ist am Freitag, 14. Dezember, 12 Uhr im Vaßbender-Saal am Markt. In der dortigen Stadtkirche wird sein Nachfolger Arno Matthies, langjähriger Mitarbeiter des Diakonischen Werks, am kommenden Sonntag um 10 Uhr im Rahmen eines Gottesdienst von Superintendent Hartmut Demski eingeführt. Auf der Internetseite des Ev. Kirchenkreises Lennep erschien jetzt das nachfolgende Interview mit Reinhard Harfst. Darin spricht er über seine Erfahrungen im Kirchenkreis, seine Wünsche und Perspektiven.

Herr Harfst, wen oder was werden Sie wohl vermissen, wenn Sie den Kirchenkreis verlassen?
Vermissen werde ich die Menschen, mit denen ich den vergangenen dreieinhalb Jahren zusammen gearbeitet habe. Als damals „Neuer“ ist mir viel Vertrauen und Unterstützung entgegen gebracht worden. Dafür bedanke ich mich.

Was werden Sie wohl überhaupt nicht vermissen?

Die Tage, an denen man wegen des Nebels die Häuser auf der anderen Straßenseite nicht sehen kann… Nicht vermissen werde ich die Dauer mancher Prozesse und den gelegentlichen Unwillen bei notwendigen Veränderungen in Kirche und Diakonie.

Wie sehen Sie die Situation der Diakonie im Evangelischen Kirchenkreis Lennep?
In den letzten Jahren ist im Diakonischen Werk viel geleistet worden: Wir konnten den Oberbergischen Kreis als Arbeitsgebiet trotz harter Auflagen der Synode sichern, das strukturelle Defizit wurde deutlich gesenkt, zusammen mit der kreiskirchlichen Verwaltung ist das Neue Kirchliche Finanzwesen umgesetzt worden und vormals kleinere Arbeitsgebiete wie das Betreute Wohnen und den Betreuungsverein sind auf einen guten Weg und wachsen beständig.
Das Diakonische Werk in seiner Gesamtheit befindet sich aus meiner Sicht an einem Scheidepunkt. Angesichts knapper öffentlicher und kirchlicher Kassen besteht viel mehr als zuvor die Notwendigkeit, die uns aufgetragene Arbeit möglichst professionell und kostengünstig auszuführen. Diese Erwartungen werden an uns gestellt, was ich auch für richtig halte. Allerdings fehlen uns oft noch die entsprechenden Gestaltungsfreiräume und Strukturen, die zur Erfüllung dieser Ansprüche notwendig sind. Hieran ist weiter zu arbeiten. Hier in Lennep, aber auch bei unseren aufsichtsführenden und genehmigenden kirchlichen Behörden. Dabei darf aber der Mittelpunkt unseres Handelns nicht verloren gehen. Das Diakonische Werk handelt nicht aus Selbstzweck, sondern im Auftrag der Kirchengemeinden und für die Menschen, die wir beraten und die von uns Hilfe bekommen. Insgesamt sehe ich das Werk aber auf einem guten Weg in die Zukunft. Wir haben tolle, engagierte Mitarbeitende und in den letzten Jahren den Grund gelegt, dass die Arbeit auch in den nächsten Jahren gut weiter gehen kann.

Was wünschen Sie sich für das Diakonische Werk des Evangelischen Kirchenkreises Lennep im Jahr 2013?
Ich wünsche dem Diakonischen Werk, dass es nach den kommunalen und kirchlichen Sparbeschlüssen der vergangenen Jahre etwas zur Ruhe kommen und sich so wieder vermehrt um Inhalte kümmern kann. Die letzten Jahre haben gerade für die Mitarbeitenden viele Unsicherheiten mit sich gebracht. Hier wäre mein Wunsch, dass das Werk in ruhigere Bahnen kommt. Darüber hinaus wäre es schön, wenn das eine oder andere angedachte Projekt umgesetzt werden könnte.

Welchen Tipp geben Sie Ihrem Nachfolger Arno Matthies?
Herr Matthies kennt das Werk seit über 35 Jahren. Seine Tipps waren mir mehr als einmal sehr hilfreich. Ihm kann ich nur mit auf den Weg geben, auf die richtigen Menschen zu bauen und mit ihnen zusammen den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen.

Was werden Sie in der neuen Funktion in Oberhausen machen und wie kann man Sie dort erreichen?
Ich tausche das Diakonische Werk Lennep mit dem Diakonischen Werk Oberhausen. Die Funktion, die Größe des Werkes und meine Aufgaben sind ähnlich. In Oberhausen werde ich ab Ende Januar das kreiskirchliche Diakonische Werk leiten. Ab dem 21. Januar bin ich dort auch zu erreichen.

Was schließlich noch gesagt werden muss...

Der Schritt, nach Oberhausen zu wechseln ist mir nicht leicht gefallen. Das Bergische Land ist in mehr als drei Jahren doch ein kleines Stück Heimat für mich geworden. Trotz aller Turbulenzen der vergangenen Jahre überwiegen doch die guten Seiten dieser Zeit. Abschließend sei nur gesagt: Danke für die Zeit hier in Lennep!

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