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Rückblick: Remscheid im Dezember 2002

Kürzere Öffnungszeiten für die damals noch existenten drei Bürgerbüros in Lennep, Lüttringhausen und im Stadtbezirk Süd ordnete die Stadtverwaltung am 16. Dezember 2002 an. Sie sollen in der Regel nur noch vormittags geöffnet haben. Nach Angaben der Verwaltung sei dies eine „Anpassung an die Personalsituation“. Die Stadt müsse ihr Leistungsangebot weiter einschränken, hatte zuvor die Bezirksregierung im Zusammenhang mit dem Haushaltsplan der Stadt gefordert.

Keinen Anlass, die Vergnügungssteuer zu erhöhen, sah im Dezember 2002 die CDU im Remscheider Stadtrat. Sie setzte sich im Rat der Stadt mit ihrem Antrag durch, die bisherigen Steuersätze beizubehalten. Die Stadtverwaltung hatte u. a. eine erhöhte Steuer auf Spielautomaten mit Gewalt verherrlichenden oder pornographischen Spielen vorgeschlagen.

Eine Bonner Beraterfirma wurde vor zehn Jahren von der Stadt beauftragt, Perspektiven für die Entwicklung des Einzelhandels in Remscheid zu erarbeiten. Nach Angaben der Verwaltung könnten so die Händler in der Innenstadt, in Lennep und Lüttringhausen gefördert werden. Das Konzept solle später in ein regionales Einzelhandelskonzept für die Bergischen Großstädte einfließen. Merke: Das ist inzwischen schon wieder Makulatur.

Einen neuen Namen gab sich im Dezember 2002  die Interessenvertretung der Remscheider Einzelhändler an der Alleestraße: "Marketingrat Remscheid-Innenstadt". Ein Sprecher sagte damals, das Gremium wolle in Zukunft auch Vertreter von Politik und Verwaltung, der Banken und der ausländischen Geschäftsleute einbinden. Im Abstand von sechs Monaten solle es Treffen geben. Man werde sich für mehr Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung in Remscheid einsetzen.

Dass die Fahrgäste in den Linienbussen künftig ihre Fahrausweise beim Busfahrer vorzeigen müssten, kündigten die Stadtwerke Remscheid im Dezember 2002 an. Seit 1.1.2013 sind die hinteren Türen nur noch für den Ausstieg vorgesehen. Remscheid war nach Recklinghausen damals die zweite Stadt in NRW, die diese Maßnahme einführte im „Kampf“ gegen Schwarzfahrer. Auf jährlich 400.000 Euro bezifferte der damalige Stadtwerke-Direktor Wolfgang Roth die Verluste durch Schwarzfahren.

Die Remscheider Hauptschullehrerin Gudrun Bilstein wurde im Dezember 2002  mit dem „Goldenen Zahnrad“ des Technikzentrums Lübbecke ausgezeichnet. Damit würdigte der Verein, dass die Lehrerin an der Remscheider Hauptschule Klausen bereits im dritten Jahr Mädchen der neunten Jahrgangsstufe einen Kurs in Handwerk und Technik angeboten hatte. Ganz ohne die Jungen aus der Klasse lernten sie dort Tischlern, bekamen Grundkenntnisse in Elektrotechnik und schrieben Bewerbungen am Computer.

Rund 60.000 Euro aus dem Landeshaushalt erhielt die Stadt Remscheid im Dezember 2002 für 25 Projekte „gegen Rechts“ mit dem Ziel, Toleranz zu fördern und Gewalttaten zu verhindern. Darunter waren die Ausstellung "Labyrinth Fluchtweg" des Kirchenkreises Lennep und mehrere Aktionen in Remscheider Schulen.

Die im September 2002 eingerichtete Internet-Seite für Fahrgemeinschaften verzeichnete bis Dezember 2002 etwa 1.400 Besucher. Gibt es diese Seite eigentlich heute noch?

Drei menschliche Skelette, die bis dahin in den drei Gymnasien der Stadt im Biologieunterricht als Anschauungsmaterial gedient hatten, wurden vor zehn Jahren eingeäschert. Hinweise auf ihre Herkunft gab es damals nicht. Jedoch schlossen die Schulleiter nicht aus, dass es sich um Opfer des Nationalsozialismus handeln könne. Kulturdezernent Christian Henkelmann sagte damals, bevor Modelle aus Kunststoff eingeführt wurden, sei die Verwendung natürlicher Skelette in Schulen üblich gewesen. Während des Kaiserreichs waren viele Skelette aus Indien in deutsche Schulen geholt worden.

Ein Skorpion landete vor zehn Jahren im Remscheider Tierheim. Ein Fußgänger hatte das etwa fünf Zentimeter lange Tierchen auf der Straße gefunden, mit einem Glas eingefangen und ins Tierheim gebracht.

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