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Was hat Sie in 2012 besonders erfreut oder geärgert?

Der Kabarettist Dieter Nuhr sagte vor wenigen Tagen in seinem Jahresrückblick im Fernsehen, das Jahr 2012 sei das Jahr zwischen 2011 und 2013 (gewesen), das man mangels Höhenpunkten eigentlich getrost vergessen könne (sinngemäß). Er meinte das auf gesamtdeutscher Ebene. Remscheid hat er gewiss nicht gemeint. Kennt er unsere Stadt überhaupt? Man weiß ja so wenig! Warum aber sollte es der Noch-Großstadt im Bergischen besser gehen als so vielen Kleinstädten in Deutschland, in denen die Chronisten auch nur wenige Schlagzeilen zur Jahreschronik 2012 beitragen können? Was war es eigentlich, das in Remscheid die publizistischen Wellen hat höherschlagen  lassen – ohne dass deswegen in China auch nur ein Sack Reis umgefallen wäre? Nichts??!! Das darf doch nicht wahr sein! Also bitte, liebe Leserinnen und Leser des Waterbölles, aktivieren Sie Ihr Gedächtnis! Was hat Sie in 2012, bezogen auf Remscheid, besonders erfreut oder geärgert? Sollte Ihnen etwas einfallen, klicken Sie bitte auf die Überschrift. Dann finden Sie unter dem Text, den Sie gerade lesen, am Ende der Seite ein Mitteilungsfeld für Ihren ganz persönlichen Kommentar.

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Kommentare

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Klaus-Dieter Wiedenhoff am :

Es gab sicher einiges, was positiv oder negativ aus unserer Stadt zu berichten war. Ich bin mit Leib und Seele Honsberger. In diesem Jahr wurde mit dem Bau der "Neue Mitte Honsberg" begonnen. Und wäre die eine Woche Frost nicht dazwischen gekommen, hätten die fleißigen Bauarbeiter auch den Rohbau fertig bekommen. Es fehlt noch eine Wand und die halbe Decke, dann ist der Rohbau fertig. Und noch eins, kurz vor dem 4. Advent wurden die nahen Anwohner der Bauruine "vom Stein" darüber schriftlich informiert, dass mit dem Abriss Anfang Januar 2013 begonnen wird. Das alte Jahr hört gut auf und das neue Jahr fängt gut an, finde ich.

Johann Max Franzen am :

Frei nach dem Motto "Remscheid muß propper werden" empfehle ich nicht nur einen erholsamen Spariergang über die Blumenstraße und den Markt, sondern auch einen Gang durch die Carl-Friedrichsstraße. Speziell ist die Rückansicht des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums seit Monaten sehr sehenswert.

Klaus Runge am :

Die derzeit fast ausschließlich in der Art einer „Hofberichterstattung“ sich abspielende Meinungsbildung zur DOC-Planung in Lennep ist nicht nur ärgerlich, sondern macht eher sogar wütend. Wenn die gewählten Vertreter der Bürger im Rat der Stadt fast ohne Ausnahme keinerlei kritische Distanz zu den verlockenden Verlautbarungen des Investors und seiner Delegierten zu erkennen geben, wenn sogar kein kritisches Nachfragen unabhängiger Journalisten bemerkbar wird, wenn es bei öffentlich bemerkbarer Kritik immer nur um einen für sich allein eher unbedeutenden Nebenaspekt der Planung geht, dann fragt sich der nachdenkliche Bürger doch, was hier für ein Stück aufgeführt wird. Der bisher öffentlich so ablaufenden Pseudomeinungsbildung stehen folgende Tatsachen gegenüber: Der in einer Wortmeldung wie selbstverständlich und ganz schnell mit dem Standort Lennep gleichgesetzte vorher angepeilte DOC-Standort Blume ist durch diese Merkmale gekennzeichnet: Ganz am Rand von Lüttringhausen gelegen, unmittelbar neben der Autobahn, keine Wohnbebauung rundum, Zu/Abfahrt zur Autobahn maximal 400 m, Zu/Abfahrt nicht unmittelbar an Wohnbebauung vorbei, kein unwiederbringlicher Verlust von städtischer Infrastruktur (Stadion, Kirmes-, Jahnplatz), keine Kosten für den Ersatz der wegfallenden Funktionen (Stadion, Veranstaltungsplatz), kein Verlust von ortskernnahen Freiflächen und Parkplätzen für die Einwohner, geringe zusätzliche Belästigung der Bevölkerung durch den durch das DOC vermehrten Autoverkehr, Lärm und -Abgase, geringe Kosten bei der Ertüchtigung der Autobahnanbindung für den zusätzlich DOC-Verkehr, keine Konkurrenz mit Wegen zu Schulen und Kindergärten, keine öffentliche Straße (Rader-, Wupperstr.) auf dem DOC-Areal, etc. Für alle diese Punkte, die bisher auch bei allen auswärtigen DOC-Gründungen eingehalten wurden, gilt in Lennep genau das Gegenteil. Bei allen diesen Punkten sind die Nachteile der DOC-Gründung in Lennep unverhältnismäßig größer als bei allen anderen DOC in Deutschland und auch in dem vielfach als Vorbild angesprochenen Roermond. Das alles heißt, der DOC-Standort Lennep ist einzigartig nachteilig. Es wird in Lennep durch das DOC nicht nur zu „vielen Veränderungen“ kommen, wie verharmlosend geäußert wurde. Der Stadtteil wird nicht mehr das sein, was er einmal war. Aber das bedeutet nicht selbstverständlich positive zu wertende Veränderung. Die Ansicht darüber hängt natürlich davon ab, was man unter einer lebenswerten Stadt versteht und was man zu den Faktoren zählt, die ihren Wohnwert begründen. In Anbetracht der langfristigen Bevölkerungsentwicklung in den einzelnen Remscheider Stadtteilen habe ich nicht den Eindruck, dass der Wohnwert Lenneps um den Preis großer Nachteile unbedingt gesteigert werden muss. Für das DOC an der Blume wurde vom DOC-Betreiber folgendes zusätzliche Verkehrsaufkommen erwartet: 2750 PKW täglich von Montag bis Freitag, 3700 an Samstagen. Alle Lenneper, Remscheider und Lüttringhauser - zumindest wenn sie ab und zu Lennep mit dem Pkw erreichen wollen - sollten überdenken, was es bedeutet, wenn an jedem Werktag diese Pkw-Zahl (evtl. auch noch sonntags) zusätzlich auf der nur zweispurigen Ringstraße fast ins Zentrum von Lennep fährt, dort DOC-nah parkt und erst bis zum Abend wieder wegfährt. Jeder, der sich das nicht so richtig vorstellen kann, sollte einmal den Parkplatz eines großen Einkaufszentrums mit 2500 Parkplätzen - das ist die vom Betreiber angestrebte DOC-Parkplatzzahl – besuchen. Er sollte den dort ablaufenden Betrieb auf die Verhältnisse in Lennep an der Kreuzung Ring-Rader-Str mit Stadion und Kirmesplatz übertragen. (Ich beuge dem Verdacht der Schleichwerbung vor. Das Beispiel wird nur der Einfachheit wegen gewählt: Ikea, direkt an der A 46 kurz vor Düsseldorf gelegen und von der Autobahn her sofort anzupeilen, hat 2.000 Parkplätze, wäre also ein lehrreiches Beispiel und für jeden Wissbegierigen bei verhältnismäßig geringem Aufwand erreichbar.) Der Lkw-Anlieferverkehr und der durch das Personal verursachte Verkehr des Lenneper DOC sind bei dem Beispiel und bei den oben angegebenen Zahlen noch nicht einmal berücksichtigt. Den bisher erwähnten negativ zu bewertenden Folgen der DOC-Ansiedlung in Lennep stehen die drei folgenden völlig inhaltsleeren, floskelhaft immer wieder vorgebrachten, Zustimmung einfordernden Argumente in merkwürdigem Kontrast gegenüber: Es gehe um die „Belebung“, eine „Chance“ und „Bewegung“ in, für und von Lennep. Zur Überzeugungskraft dieser gedankenreichen Argumente folgende Überlegungen: Belebung: Ein Zitat aus dem unten angegebenen Buch: „Investoren, welche euphorisch erklären, sie würden mit ihren“ (Einkaufscenter-) „ Projekten die Innenstädte beleben“.. „wollen, sind nichts anderes als Pharisäer, die in Wirklichkeit genau das Gegenteil des Gesagten verursachen, und dies wissentlich!“ Chance: Beim Lotto hat man die Chance, den Jackpot zu knacken. Leider hat man aber nach der ganz überwiegenden Mehrzahl der Ziehungen festzustellen, dass man nur seinen Einsatz verloren hat. Nach der nächsten Gehaltsauszahlung ist der Verlust wieder ausgeglichen. Aber bis zur Auslosung hat man wenigstens den Nervenkitzel der Vorfreude genossen. Beim DOC in Lennep gibt es ganz sicher den Verlust eines ortskernnahen Stadions, eines Veranstaltungsplatzes und von vielen Parkplätzen, eine Baugrube, -dreck und –lärm, langfristig Verkehrslärm und –chaos und Parkraumverknappung. Wenn die DOC-Geschäftsidee die nächsten 10-20 Jahre nicht heil übersteht (was nicht unwahrscheinlich ist), gibt es möglicherweise einen weiteren Leerstand. Auch die Zinswetten der Stadt Remscheid stellten einmal eine verheißungsvolle Chance dar. Da haben wir jetzt einen Prozess. Bewegung: Hierauf kann ich mit nur noch Kabarettistischem eingehen: Auch beim durch Glatteis verursachten Sturz auf den Kopf spielt Bewegung die entscheidende Rolle oder auch „Gestern standen wir noch am Abgrund, heute sind wir schon einen Schritt weiter.“ Abschließend muss noch einmal ganz dringend ein Punkt erwähnt werden, der unter den DOC-Nachteilen schon aufgeführt wurde. Es handelt sich um die einzigartigen Nachteile für die Einwohner, die durch den DOC-Verkehr in Lennep verursacht werden und so bisher keiner Wohnbevölkerung in der nahen Umgebung eines DOC zugemutet werden. Dazu wird eben einmal locker verkündet, das sei zu den Hochzeiten der Barmag mit deren bis zu 4.000 Mitarbeitern auch nicht anders gewesen. Dabei werden folgende Fakten sorgfältig verdrängt, vergessen oder aus welchen Gründen auch immer vernachlässigt: Es handelt sich um einen Zustand in ferner Vergangenheit, der Gesamtverkehr war in keiner Weise mit dem heutigen vergleichbar, die Mitarbeiter der Barmag kamen in viel niedrigerem Prozentsatz mit dem Auto zur Arbeit, als heutzutage zu erwarten wäre, sie lebten in Lennep und der nahen Umgebung, gingen eher/auch zu Fuß zur Arbeit, bildeten Fahrgemeinschaften, lieferten am nahe gelegenen Wohnort ihre Steuern ab, tätigten ihre Einkäufe beim örtlichen Einzelhandel, dessen Steuern zu großen Teilen ebenfalls in der nahen Umgebung eingingen, sie produzierten für eine heimische Fabrik Maschinen, mit denen weltweit Geld verdient wurde, das daraus resultierende Steueraufkommen kam überwiegend ebenfalls Remscheid und Orten der näheren Umgebung zugute. Wie ist alles das gleichzusetzen mit DOC-Besuchern, die (ab 2017 ???) bis zu 90 km weit mit dem Auto anfahren sollen, sich zu angeblich „30-70 %“ im Preis herabgesetzte „Markenartikel“ kaufen von Herstellern, die wo auch immer auf der weiten Welt ihr Geschäft angemeldet haben und Steuern zahlen, und das im DOC eines Anbieters, bei dem sich scheinbar keiner traut, kritisch zu fragen, wohin die von ihm eingenommenen Gelder fließen? Lieber wird geglaubt, es sei der Weihnachtsmann, der ausgerechnet in Remscheid seinen großen Sack mit den Geschenken auspackt. Anlass dieses Briefes war die Frage nach dem Ärgerlichen im Jahre 2012 in Remscheid: Ärgerlich bei der bisher in der Öffentlichkeit erkennbar werdenden DOC-Planung ist, dass die positiven Erwartungen nicht definiert, erst recht nicht mittels Zahlen konkretisiert werden. Die Negativposten werden als lösbar, wenig bedeutsam dargestellt, völlig verschwiegen oder im Nebulösen gehalten. Das alles mit Argumenten, die nur wütend machen können oder zur eigenen psychischen Entlastung zum Sarkasmus verleiten. Man kann aus dem allen nur den Schluss ziehen, dass bei der DOC-Planung Remscheids die Öffentlichkeit für dumm verkauft werden soll. Dass sich im Jahre 2012 eine Stadtverwaltung und ein Stadtrat, die beide wahrlich Besseres zu tun haben, das trauen, das ist nicht nur überaus ärgerlich, sondern eher ein Skandal. Wer seine Sachkunde bezüglich Centerbildungen und -wirkungen weiter steigern möchte und sich auf die hier zum Schluss freimütig offenbarten Gefühle noch weiter einlassen will, dem sei das nachfolgend erwähnte Buch empfohlen: Angriff auf die City, Hrsgbr: Walter Brune, Rolf Junker, Holger Pump-Uhlmann, Droste Sachbuch, ISBN 3-7700-1264-x, 16,- € . Teile des Buches sind sicher unterhaltsamer und lehrreicher als so mancher „Tatort“ und sollten mit großer Aufmerksamkeit von allen Remscheidern, denen wirklich und langfristig (10 - ? …Jahre) das weitere Wohlergehen ihrer Heimatstadt am Herzen liegt, zur Kenntnis genommen werden. Begleitend könnte auch Stéphane Hessel: Empört Euch! -(Doch jetzt wenigstens, einmal, ein wenig….)-, Ullstein, 3,99 € anregend sein.

Eija Tirkkonen am :

Der Beitrag ist im ersten Teil richtig. Die Vorteile, die die Blume für ein DOC darbot, existieren nur sehr eingeschränkt für den Ortskern Lennep. Der Schein eines DOC als kleinteiliges, sogar niedliches Dörfchen trügt: Es handelt sich um ein hochprofessionell funktionierendes Gewerbezentrum mit Anlieferzonen, Lagerflächen und großflächigen Parkplatzarealen. So wie das Alleezentrum den dem Remscheider Stadtbild wichtigen Rathausplatz zum Hinterhof degradierte, wird das DOC seine einladende Kulissenseite dem anrollenden Autoverkehr zeigen, während die Lagerflächen mit der Anlieferzone Richtung Altstadt zeigen werden. Die Verkehrsanbindung von der Autobahn bis ins Zentrum Lenneps muss den Spitzenwerten des Besucheraufkommens eines Samstages richten. An allen anderen Tagen sind diese allesamt versiegelten Flächen unnötig groß dimensioniert. Der größte Flächenfraß in Deutschland wird durch Straßenbau verursacht. Da wo die hohen Parkgebühren die Remscheider vor einem häufigen Besuch des DOC auf der Blume abgeschreckt hätten, können alle jetzt mit Leichtigkeit das Einkaufszentrum zu Fuß erreichen. Den fehlenden Umsatz durch die schwierigere Erreichbarkeit des DOC für die auswärtigen Besucher werden nun die Remscheider durch ihre Impulskäufe beim Bummeln im DOC ausgleichen. Trotzdem ist ein DOC auch in diesem benachteiligten Standort besser als gar kein DOC. Fest steht, dass das DOC die Wirtschaft in Roermond ankurbelte. Neben dem DOC siedelten andere großflächige Unternehmen, wie Möbelhäuser, Baumärkte u.ä. an. Für diese Weiterentwicklung ist Lennep allerdings nicht geeignet. Allenfalls müsste man auf die Blume zurückgreifen, um den Bedarf weiterer Investoren gerecht werden zu können. Diese Landesregierung verfehlt das ursprüngliche Ziel unter ihren eigenen ideologischen Prämissen.

Klaus Runge am :

Ich freue mich darüber, dass die erste Hälfte meiner Meinung zum Ärgerlichen in Remscheid 2012 als richtig bezeichnet wird. Zur zweiten Hälfte: Die Zahlen zur Verkehrsbelastung durch das DOC stammen aus einem für Remscheid erstellten Gutachten zur DOC-Planung an der Blume. Ich bin wirklich sehr daran interessiert zu hören, was sich für andere Leser mit den nach meiner Meinung bisher völlig inhaltsleeren aus der Presse zitierten Werbefloskeln für das DOC - „Belebung“, „Chance“, „Bewegung“ – Richtiges verbindet. Warum sollte meine Ansicht dazu unrichtig sein? Zur Belebung durch Einkaufscenter wird ein nachprüfbares Zitat geliefert. Dessen Richtigkeit kann beispielhaft an den derzeitigen Verhältnissen auf der Remscheider Alleestr. abgelesen werden. Vom Autor der Zuschrift wird selber der Rathausplatz in Remscheid als Hinterhof gekennzeichnet. Wodurch ist er dazu geworden und was hat er früher dargestellt? Die Ausführungen zu Chance sind der Wirklichkeit entnommen. Warum Bewegung ohne Erläuterung als etwas immer Positives gewertet werden muss, entzieht sich meinem Verständnis Die maximale Verkehrsbelastung durch die zitierten 4000 Barmag-Mitarbeiter dürfte zwischen 1960 bis spätestens 1990 erreicht worden sein. Ein genauerer Zeitpunkt geht aus der im Internet dargestellten Firmengeschichte nicht hervor. Die damalige Verkehrssituation war aber eindeutig weniger kritisch als die ab 2017 zu erwartende. Die Schilderung der Lebensumstände der in der Barmag damals arbeitenden Bevölkerung beruht auf persönlichen Erfahrungen. Die Verhältnisse des DOC in Roermond mit denen in Lennep gleichsetzen zu wollen, beruht auf illusionärer Verkennung oder Täuschung. Zu Lage, Autobahnanbindung und Nachbarschaft von DOC zur umgebenden Wohnbebauung lassen sich alle Informationen leicht unter google earth und maps ablesen. Man braucht nur den Ortsnamen und „Design outlet center“ eingeben und kann sich sofort die Centerlage, auch die anderer DOC in Deutschland heranzoomen. Ein Vergleich Punkt für Punkt zwischen Roermond und Lennep sprengt den Rahmen dieses Kommentars, kann aber bei Anforderung schnell nachgeliefert werden. Alle mit Zahlen oder als Zitate mit Anführungszeichen versehenen Angaben meiner Meinungsäußerung sind im Netz auffindbar, u. a. auf Webseiten von McArthurGlen. Inzwischen ist die Werbemasche für das DOC in Lennep noch schön bebildert durch „auf Zuckerbäckerromantik bauender “ „Einkaufstempel“ vor „verschneiter Fachwerk-Kulisse“ ergänzt worden. Man sollte einmal Oberschüler dazu in Deutsch einen fünfstündigen Besinnungsaufsatz schreiben lassen. Ich bekräftige daher: Ärgerlich bei der bisher in der Öffentlichkeit erkennbar werdenden DOC-Planung ist, dass die positiven Erwartungen nicht definiert, erst recht nicht mittels Zahlen konkretisiert werden. Die Negativposten werden als lösbar, wenig bedeutsam dargestellt, völlig verschwiegen oder im Nebulösen gehalten. Das alles mit eher Wut anregenden Argumenten fast ausschließlich auf emotionaler Ebene. Man muss den Schluss ziehen, dass bei der DOC-Planung Remscheids die Öffentlichkeit für dumm verkauft werden soll.

Klaus Konkel am :

Mich würde es als Lenneper interessieren, ob wir dann hier eine Umweltzone werden?

Eija Tirkkonen am :

Wenn man die Zukunft mit Zahlen beziffern könnte, wären wir Hellseher. Für den Bestand verfügen wir sehr wohl über handfeste Zahlen der städtischen Bilanzen aus den letzten Jahren, und sie sind tiefrot. Wenn nichts geändert wird, wird es aller Wahrscheinlichkeit nach ähnlich negativ weitergehen: Die Unternehmen werden vermehrt die Stadt verlassen, die Gewerbesteuereinnahmen werden immer weniger, die Steuern werden weiter erhöht und immer mehr Firmen und Bürger kehren der Stadt den Rücken. Wie kann es sein, dass trotzdem die Bestandsbewahrung für manche Bürger das oberste Ziel zu sein scheint? Der Standort Lennep für das DOC bringt einige Herausforderungen mit sich. Das Allee-Center in Alt-Remscheid zeigt, wie man es nicht machen sollte. So leicht, wie die auswärtigen Besucher das DOC Richtung Altstadt Lennep verlassen können, können auch die Remscheider nun genauso leicht ihre Einkäufe im DOC erledigen. Dies wird auch in dem Warensegment geschehen, der im DOC vorhanden ist. Eines der Ziele bzw. Argumente war, dass diejenigen Remscheider Käuferschichten, die zur Zeit kein Angebot in Remscheid vorfinden und in den Großstädten ihre Kleidung einkaufen und gleich auch alle übrigen Alltagswaren, als Kaufkraft in der Stadt zu behalten. Dieses Ziel muss sich in dem Preisniveau des DOC-Angebotes wiederspiegeln. Ein besonderes Augenmerk muss aber auch auf die sieben bis zehn Prozent haushaltsnahen Waren gerichtet werden. Was ist das, und warum muss es überhaupt sein? Sieben bis zehn Prozent der DOC Fläche sind so groß wie die Hälfte des Hertie-Kaufhauses. Dieses nicht weiter definierte Warensortiment kann viele Einzelhandelssegmente in der Altstadt zerschlagen oder gar nicht erst entstehen lassen; vor allem im Hinblick auf die starke Fluktuation der Läden im DOC. Die Stadt steht vor großen Veränderungen, die weitreichende Folgen haben werden. Das Gelingen fordert Qualifikation und Kompetenz von den städtischen Entscheidungsträgern. Diese Prämisse unterliegt aber regelmäßig dem Versorgungsprinzip der Stadtverwaltung zum Wohle der „Eigenen Leute“, wie die letzten Personalentscheidungen für die Posten Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Kämmerei schon wieder offenbaren. Durch den Kuhhandel zwischen den Politikern und der Verwaltungsspitze besteht die Gefahr, dass die für die Stadt lebenswichtigen Chancen dahinsiechen.

Jürgen Parsch am :

Am 23.August 2012 ist unsere geliebte GGS Eisernstein in Lüttringhausen leider abgebrannt. Uns wurde durch das Schulzentrum Klausen schnell und unkompliziert geholfen, wofür wir uns bei allen Beteiligten auch nochmal ganz herzlich bedanken möchten. Dass die Versicherung für das Gutachten solange gebraucht hat, konnte keiner wissen. Was mich als Schulpflegschaftsvorsitzenden doch am meisten ärgert ist die Tatsache, dass die Planungen, ob Neubau der GGS oder Umbau der Hauptschule zur Grundschule im Schulzentrum, sich jetzt noch ein halbes Jahr hinziehen soll. Wir haben doch eine Ausnahmesituation, die Lehrer haben kein Lehrerzimmer und die Ganzbetreuung keine eigenen Räume, so dass sie die Klassenzimmer nach Schulende nutzen. Die Kinder laufen neun Std. am Tag in Straßenschuhen, da wegen Brandschutz auf den Fluren nichts mehr abgestellt werden darf und so keine Hausschuhe abgestellt werden können. Mit ein bisschen Willen würden sich Lösungen finden lassen. Nur haben sich leider die wirklich Verantwortlichen den jetzigen täglichen Schulablauf noch nicht angeschaut. Warum können Ausschüsse nicht kurzfristig zusammengerufen werden und wichtige Angelegenheiten beraten und beschliessen. Lehrer, Betreuer des Ganztages, Kinder und Eltern sind am Rande der nervlichen Belastung, da nicht alles im schulischen Alltag so abläuft wie es in den Medien berichtet wird ( wobei viele Artikel nur Ängste und Sorgen schüren bei allen Betroffenen ). Da könnte man den Eindruck bekommen, dass ein DOC in Remscheid wichtigter ist als 180 Grundschüler.

Martina Pohl am :

Erfreut hat mich im vergangenen Jahr eine hervorragende Aufführung der Verdi-Oper "Falstaff" im Teo-Otto-Theater. Sie braucht sich hinter Vorstellungen in größeren und angeblich bedeutenderen Häusern nicht zu versteckern. Geärgert hat mich, wie mit unserem Orchester umgegangen wird. Dieser Ärger wird mir wohl auch in 2013 erhalten bleiben.

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