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Unternehmer sponsert Orchester mit 100 Euro monatlich

„Unsere Heimatstadt stirbt einen langsamen kulturellen Tod“, sagte Elke Rühl, die Vorsitzende der Seniorenunion in der Remscheider CDU, am Samstagvormittag in der Gaststätte „Zunftstube Kolpinghaus“ an der Palmstraße vor etwa vierzig Zuhörerinnen und Zuhörern. „Stirbt die Kultur, stirbt die Stadt!“ Und da war niemand, der diesem Motto des diesjährigen Neujahrsempfangs der CDU-Vereinigung widersprochen hätte. Gleichwohl fiel die Reaktion der Gäste auf die Aufforderung der Remscheider Orchesterfreunde, eine Patenschaft für die in ihrer Existenz gefährdeten Bergischen Symphoniker zu übernehmen, eher verhalten aus. Nur ein Gast (der Wermelskirchener Unternehmer Frank Rößler mit Wohnsitz in Remscheid) sagte eindeutig zu, künftig monatlich 100 Euro spenden zu wollen. Jochen Siegfried, der Vorsitzende der CDU-Fraktion, beließ es bei ideeller Unterstützung der Orchesterfreunde („Danke, dass Sie den Kampf nicht aufgeben!“) und einer „Absichtserklärung“, statt es Rößler spontan gleich zu tun. „Von 19 Fraktionsmitgliedern werden zwölf sicherlich in der Lage sein, 100 Euro im Monat von ihrer Aufwandsentschädigung für das Orchester abzuzweigen!“ Ob Siegfrieds Prophezeiung in Erfüllung gehen wird? Man wird sehen. Elke Rühl sagte, die Seniorenunion könne „nur symbolisch“ zum Orchester stehen, was wohl heißen sollte „nicht aber finanziell“, der CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt beließ es bei freundlichen Worten, und Henner Blecher, der Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung, meldete sich erst gar nicht zu Wort.

Beifall für die erste Spendenzusage. Im Bild v. li. n. rechts: Stefan Schreiner, Geschäftsführer der Bergischen Symphoniker, Harald Lux, Vorsitzender der Remscheider Orchesterfreunde, Generalmusikdirektor Peter Kuhn und Bürgermeisterin Monika Hein  und Henner Blecher, Vorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung Remscheid. Ganz links der CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt. Foto:Lothar Kaiser.In einer Pressekonferenz hatten die Orchesterfreunde am 15. Januar das neue Spendenmodell vorgestellt. Das sei einer einmaligen Aktion vorzuziehen, sagte Harald Lux damals – und wiederholte es in Anwesenheit von Horst Kläuser auch am Samstag: „Bei 100 € im Monat pro Sponsor kämen jährlich ca. 70.000 € zusammen!“ Vorausgesetzt, es finden sich 60 Sponsoren. Da aber war der der erste öffentliche Werbeauftritt vor den CDU-Senioren, zu dem Lux auch Peter Kuhn, den Generalmusikdirektor der Bergischen Symphoniker, und deren Geschäftsführer Stefan Schreiner mitgebracht hatte, nicht gerade hoffnungsvoll.

Kein Wunder, nachdem Harald Lux sich am Ende seiner Ausführungen zum kulturellen Auftrag der Bergischen Symphoniker, ihrem Bildungsauftrag und ihrer Bedeutung als bergischer Wirtschaftsfaktor (siehe die Pressekonferenz vom 15. Januar) selbst skeptisch zu den Aussichten geäußert hatte, eine ansehnliche Zahl von Sponsoren für das 2014 gewinnen zu können. „Das gelingt erst, wenn die Zukunft des Orchesters gesichert ist. Und da muss baldmöglichst Klarheit geschaffen werden!“

Kultur ist kein Luxus, den wir uns leisten oder auch streichen können, sondern der geistige Boden, der unsere eigentliche innere Überlebensfähigkeit sichert“, hatte Lux eingangs Bundespräsident Richard von Weizsäcker aus einer Rede von 1991 zitiert. Generalmusikdirektor Peter Kuhn sah das genauso: „Die Schuldenfreiheit einer Kommune ist kein Wert an sich!“ Das zeige das Beispiel Oberhausen. Die Stadt habe ihr Orchester geschlossen, ihre Finanzprobleme seien aber weiterhin ungelöst. „Eine Stadt, die ihre Kultur nicht ordentlich behandelt, verliert ihre Zukunft“, so Kuhn. Und Harald Lux wiederholte bei dieser Gelegenheit, was er schon mehrfach betont hatte: „Ein Unternehmer bekommt nur dann qualifizierte, motivierte neue Mitarbeiter von außerhalb, wenn an seinem Standort die Lebensqualität stimmt!“ und sei seien die Bergischen Symphoniker, “aktiv und bürgernah“, nun einmal für Remscheid „ein kultureller Leuchtturm“. Eine Stadt, so Generalmusikdirektor Kuhn, deren „Verfall auf der  Alleestraßen sichtbar ist und in der es nicht einmal mehr ein Kino gibt!“

Von jährlich 160 Veranstaltungen des Orchesters finden nach Angaben von Peter Kuhn drei Viertel in Solingen und Remscheid statt. Aber in Remscheid fühlte sich mittlerweile ein Teil der Musiker nicht mehr wohl. Wie sich überhaupt die anhaltende Debatte um die Zukunft des Orchesters in zunehmenden gesundheitlichen Problemen der Musiker („Hörstürze und hoher Blutdruck“) niederschlage. Auch die sonst so beliebte interne Weihnachfeier der Musiker sei in diesem Jahr nicht zustande gekommen. „Ein Zeichen dafür, dass da etwas kaputt geht!“

Auf Fragen nach der jüngsten Sitzung der Gesellschafterversammlung der Orchester GmbH berichtete Stefan Schreiner, die Vertreter von Remscheid und Solingen hätten „großes Verständnis gezeigt für die Position des jeweils anderen. Es sei „hart, offen und ehrlich, aber ohne Misstöne diskutiert“ worden. Vom CDU-Kreisvorsitzenden Jens Nettekoven kam die Aufforderung an die Landtagsabgeordneten aus dem bergischen Städtedreieck, sich in Düsseldorf für eine Umwandlung der Bergischen Symphoniker in ein Landesorchester stark zu machen, und die Idee eines „Deals“ zwischen Solingen und Remscheid: „Remscheid kommt Solingen beim Orchester finanziell entgegen. Und Solingen legt dafür Remscheid beim DOC keine Steine in den Weg!“

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Kommentare

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Karl F. Voss am :

Gemäß dieser Aussage von Herrn Kuhn: "Aber in Remscheid fühlte sich mittlerweile ein Teil der Musiker nicht mehr wohl" haben anscheinend etliche Musiker bereits die innere Kündigung eingereicht. Zusammen mit den angeführten gesundheitlichen Problemen, die sicher nicht weniger werden, wenn tatsächlich Gehaltskürzungen oder andere gravierende Einsparungen vorgenommen werden, stellt sich das Orchester selbst ins Abseits. Orchestermitglieder, die nicht bereit sind, effektiv am Erhalt ihrer Arbeitsplätze mitzuwirken und sich nicht mehr mit den Bürgern identifizieren wollen, die sie bezahlen, tragen zum Tod des Orchesters bei. Da kann man den Verantwortlichen nur empfehlen: Lieber ein Ende mit Schrecken als ........

Frank Rößler am :

Die namentliche Nennung als Spender für unser Remscheider Orchester, lieber Herr Kaiser, ist zuviel der Ehre, insbesondere da ich dankenswerterweise nicht allein mit meinem Engagement geblieben bin. Weitere Patenschaften sollen übernommen worden sein. Dies ist für sich betrachtet doch ein Erfolg, oder? Und dass die Mitglieder der CDU-Fraktion im Remscheider Stadtrat dem hervorzuhebenden Beispiel ihres Vorsitzenden Siegfried folgen werden, steht für mich außer Zweifel. Nichtsdestotrotz mögen Zweifler von einem Tropfen auf den heißen Stein sprechen. Aber viele Tropfen auf diesen „Orchester-Stein“ werden ihre Wirkung nicht verfehlen. Schade, dass Ihnen bei der Anzahl der Besucher dieser Veranstaltung wohl ein Druckfehler unterlaufen ist. Es waren nicht ca. 40 Besucher sondern um die 100, wie ich kraft meiner eigenen Wahrnehmung nachvollziehen konnte und wie auch von der Vorsitzenden der Seniorenvereinigung der CDU, Elke Rühl, heute bestätigt wurde. Da sich die Mittelstandsvereinigung mit Ihrem Vorsitzenden, dem Remscheider Unternehmer Henner Blecher, schon im Vorfeld dieser Neujahrsveranstaltung für den Erhalt der Symphoniker nachhaltig in der Öffentlichkeit ausgesprochen hatte, bedurfte es keines weiteren Zustimmungsbeitrages. Ich bin davon überzeugt, dass die Unternehmer der Mittelstandsvereinigung dem guten Beispiel der CDU-Ratsfraktion folgen werden, womit ein weiterer kleiner Schritt in Richtung Existenzsicherung des Orchesters erfolgen würde. Mein persönlicher Eindruck ist, dass die Bürger dieser Stadt vermehrt den Wert unserer kulturellen Einrichtungen schätzen lernen. Dieses unser Orchester gehört zu Remscheid. Es gehört genauso dazu wie die Museen, Theaterbühnen, Sportvereine und vieles mehr. Die Bürger spüren, daß dem Niedergang dieser Stadt Einhalt geboten werden muss. Sollte das Orchester dafür Symbol werden, wäre dies nur zu begrüßen. Ich sage dies im vollen Bewusstsein der Notwendigkeit von Haushalts-Sanierungsmaßnahmen. Deshalb muss der Augenmerk bei allen Schritten zur Erhaltung unseres Orchester auf die Erzielung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit gerichtet werden. Kosteneinsparungen im Orchesterbetrieb gehören genauso dazu wie die verbesserte Vermarktung. Die Orchesterfreunde unter der Führung Ihres Vorsitzenden, Harald Lux, bieten dazu eine nachhaltige Unterstützung. Zum Schluss noch ein Wort zu dem Hinweis, dass sich das ein oder andere Orchester-Mitglied in Remscheid nicht mehr so wohl fühlen würde. Jeder wird die Existenzangst nachvollziehen können, die ein Arbeitnehmer hat, wenn der Arbeitgeber öffentlich die Streichung seines Arbeitsplatzes erklärt. Da ist es doch nicht verwunderlich, wenn dem Musiker des Orchester das Wohlbefinden vorübergehend abhanden kommt. Die Stadtspitze und die Parteien der Gestaltungsmehrheit lassen doch bis jetzt jedes öffentliche Bekenntnis für den Erhalt der Symphoniker vermissen. Deshalb grenzt es an Zynismus, den Orchestermitgliedern mit ihren Familien dies auch noch zum Vorwurf zu machen.

Lothar Kaiser am :

Hallo Herr Rößler, Sie sprechen mich in Ihrem Kommentar direkt an. Okay. Aber soll der Vorwurf des Zynismus auch mich treffen? Ich habe weder den Orchesterfreunden noch den Vertretern des Orchesters vorgeworfen, sich für den Erhalt des Orchesters einzusetzen. Wer sich demnächst noch für eine Orchester-Patenschaft mit 100 Euro im Monat melden wird, bleibt abzuwarten. Das ist momentan Spekulation. Sie mögen da optimistischer sein als ich. Tatsache bleibt, dass Sie der Einzige waren, der sich an diesem Vormittag öffentlich zu einer Patenschaft bereiterklärt hat. Die in einem anderen Medium berichtete Zahl von fünf CDU-Senioren ist mir ein Rätsel. Sollten Sie Namen haben, wäre ich Ihnen dankbar. Die Autorin dieses Artikels habe ich jedenfalls in der Veranstaltung nicht gesehen; sie muss ihre Informationen telefonisch später anderswo eingeholt haben. Bleibt noch die Zahl der Anwesenden. Ich habe mir meine Fotos daraufhin ansehen und nachgezählt. Ich komme auf etwa 60 CDU-Senioren (ohne jüngere Kommunalpolitiker, Orchestermitglieder, Orchesterfreunde und Pressevertreter). Der Tisch, an dem ich saß, hatte noch freie Plätze. Die Tische hinter mir waren leer. Die genannten 40 Anwesenden waren folglich untertrieben; da haben Sie Recht. Von 100 Senioren kann aber keine Rede sein.

Karl F. Voss am :

Hallo Herr Kaiser, der Vorwurf des Zynismus ging sicher an meine Adresse. (Anm.: Stimmt, hat Herr Roeßler eingeräumt). Ich möchte diesen aber zurückweisen. Dass die Musiker und deren Familien Sorgen um ihre Existenz habe,n ist mir durchaus bewuss. Auch, dass da keine Freude aufkommt. Aber wenn man um die Existenz ringt, darf man durchaus Initiative zeigen, die über Jammern und Btteln hinaus geht. Das Orchester wird auch von Steuern und Gebühren bezahlt, die Bürger erbringen müssen, die wirtschaftlich weitaus schlechter da stehen als die Orchestermitglieder. Und ich denke, dass die meisten Remscheider mehr Wert auf funktionierende Schulen und Kindergärten legen als auf ein eigenes Orchester. Es geht doch letztendlich nicht darum, ob hier ein Orchester, ein Theater oder ein Krankenhaus "überlebt". Es geht um das "Überleben" der Stadt.

Armin Gerhardts am :

Vollkommen richtig: Es geht um das Überleben der Stadt. Also schlachten wir die Kuh und nehmen das Stroh zum Heizen. Ich bin gespannt, was Sie nach der weitsichtigen Entscheidung dann noch mit den Kindergärten und Schulen anzufangen wissen, wenn die dann entwachsenden Kinder aus nachvollziehbaren Gründen das Weite suchen. Es wirkt auch ungemein attraktiv, dass Remscheid nicht mal mehr ein Kino hat. Wer die Kultur einer Stadt verwirkt, verwirkt die Stadt selbst.

Karl F. Voss am :

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie selbst an das glauben, was Sie da schreiben.

Armin Gerhardts am :

Das toleriere ich Ihnen zuliebe ohne jeden Zweifel gerne!

Eija Tirkkonen am :

Herr Voss versucht den Erhalt des Orchesters gegen die Finanzierung der Remscheider Schulen auszuspielen. Der Versuch, den immer kleiner werdenden Kuchen auf dem Tisch möglichst „gerecht“ zu teilen, ist nur bedingt möglich. „Gerecht“ ist politisch gefärbt. Wer bestimmt, wie groß der Kuchen ist, den es zu verteilen gilt? Der Erhalt des Orchesters muss vor dem Hintergrund beurteilt werden, dass die Oberbürgermeisterin Remscheids einen Vertrag unterschrieben hat, der für zehn Jahre betriebsbedingte Kündigungen für alle städtischen Mitarbeiter untersagt. Dadurch ist der größte Teil des Kuchens schon für den Erhalt des bestehenden Verwaltungsapparates reserviert. Das Orchester gehört dazu. Die Ablösesummen für die Musiker wird die Auflösung des Orchesters sehr teuer machen; es sei denn, die OB findet eine andere Beschäftigung für die Musiker innerhalb der Verwaltung. War also für die OB - dem Gedankengang von Herrn Voss folgend - die Erhaltung des Personals in der Verwaltung wichtiger als der Bildungsauftrag für unsere Kinder? Dass in Wirklichkeit für den arbeitenden Teil der Bürgerschaft nur Krümel von dem Kuchen übrig bleiben, sorgt der zweite gewaltige Posten im städtischen Haushalt: Die Grundsicherung gemäß dem Sozialgesetzbuch. Die Bemessungsgrenzen der Sozialhilfe sind von den Kommunen selbst festzulegen und sollen dem tatsächlichen Preisniveau der Kommunen anpassen. So beträgt das Wohngeld in München über doppelt soviel wie in Essen, ohne dass man Essen als Stadt ohne soziales Gewissen bezeichnen kann. Aus welchem Grund ist die Bemessungsgrenze für Wohnraum in Remscheid höher als der durchschnittliche Mietspiegel? Die Besserstellung der Arbeitslosen im Vergleich zu den Leistungsträgern im unteren Lohnbereich schafft die Anreize zur Eigenleistung ab. So konnte Remscheid in der Zeit der Hochkonjunktur nicht entsprechend die Zahl der Arbeitslosen, vor allem die der Langzeitarbeitslosen, verringern. Remscheid selbst liegt in der steilen Schieflage, weil der Anreiz zur eigenen Leistung vernachlässigt wird. Eine externe Prüfung des Remscheider Sozialbereiches ist daher sehr zu begrüßen. Es ist zu einfältig, bedeutende und weitreichende Entscheidungen für eine Stadt aus einem politisch einseitigen Kalkül zu treffen. Bedient man ausschließlich nur einen Klientel und betreibt beim anderen den finalen Kahlschlag, spaltet man nur die Stadtgemeinschaft, deren gebündelte Kraft nötig wäre, um die Stadtvielfalt für die Zukunft zu retten.

Christoph Humpert am :

Ich habe inzwischen wirklich ein Problem damit, wenn das Orchester als Synonym für die Kultur in Remscheid dargestellt wird. Eine Kultureinrichtung, die vermutlich weniger als ein Prozent der Menschen in Remscheid besuchen, sorgt bei Wegfall auch nicht für den Tod der Stadt. Dafür sind maßgeblich mangelnde Infrastruktur und Arbeitsplätze verantwortlich. Ich kann verstehen, wenn einige Leute das Orchester erhalten möchten, und ich halte es mit angemessener Größe als C-Orchester auch für erhaltungswürdig, aber diese Art der Darstellung finde ich nicht in Ordnung. Es kann nicht sein, dass die ohne Frage hohe Kulturleistung des Orchesters von einigen Leuten als DIE Kultur in Remscheid dargestellt wird. Dies offenbart, dass diese Personen von Kultur eigentlich überhaupt keine Ahnung haben und Trittbrettfahrerei betreiben. Ob das für den Fortbestand des Orchesters gut ist?

Eija Tirkkonen am :

Was braucht denn eine Stadt tatsächlich? Wenn man rein rational nach dem Verhalten der Mehrheit planen würde, bräuchte man weder Kultur außerhalb des Fernsehens noch Baukultur außer gedämmten Containern, keine Grünflächen außer für Hunde und schon gar keine Kirche.

Lothar Kaiser am :

Na, wenn das kein Zynismus ist: "Gedämmte Container für die Mehrheit der Bevölkerung".

Eija Tirkkonen am :

Lieber Herr Kaiser, dass mein kurzer Beitrag nicht ernst gemeint war, ist wohl offensichtlich. Ich kann das Gemeinte auch wie folgt ausdrücken: Der Wert der Kultur kann nicht auf die mathematische Formel Besucherzahl X Zeitverbrauch reduziert werden.

Chronist am :

Inzwischen sollen sich sechs CDU-Ratsmitglieder bereiterklärt haben, monatlich 100 Euro für die Bergischen Symphoniker zu spenden, verlautete aus der CDU.

Frank Kronen am :

Ist ja eine tolle Wurst. Für die Bergischen Symphoniker 100 Euro pro Monat spenden ist ja toll, weil freiwillig. Wie sieht es denn mit denen aus, die nicht freiwillig für den Erhalt dieser überteuerten Luxustruppe zur Kasse gebeten werden? Die Stichworte dazu: Grundsteuerzahler, fehlende Kitaplätze, schlecht bis gar nicht renovierte Schulen, verdreckte City, vollgepi.... Parkhaus, Beamte die nicht befördert werden, usw. Jeder kennt die Spar/Streichliste. Wer spendet hier? Wann wird man hier mal vernünftig und spart da, wo es am wenigsten weh tut?

Chronist am :

"Die avisierten zwölf Patenschaften aus den Reihen der CDU-Ratsfraktion gibt es ... augenscheinlich noch nicht", heißt es heute in der Bergischen Morgenpost.

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