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Am Holscheidsberg und Emilienstraße künftig Einbahnstraßen?

Foto: Lothar Kaiser

Anwohner der Straße Am Holscheidsberg wollen die zunehmende Abgas- und Lärmbelästigung durch erhöhte Verkehrsaufkommen nicht länger hin. „Die Straße ist zur ‚Teststrecke‘ für angehende Rennfahrer (-innen) geworden“, heißt es in einer Eingabe an die Stadtverwaltung, die von zahlreichen Bürgern unterschrieben wurde. Täglich sei zu beobachten, dass das vorgeschriebene Tempolimit von 30 km/h „für jeden dritten Verkehrsteilnehmer nicht relevant ist“. Besonders am Wochenende sowie vor und nach der Arbeit sei die Straße schon lange keine innerstädtische Nebenstraße mehr, sondern bergwärts eine gern genommene Abkürzung in die Innenstadt. Für die vielen schulpflichtigen Kinder, die morgens alleine zur Schule gingen, sei deshalb ein sicherer Schulweg dort nicht mehr gewährleistet. Hans-Georg Gustke: „Rennfahrer sind skrupellos; sie fahren nicht nur zu schnell, sondern auch zum Teil über den Bordstein, was für die Kinder lebensbedrohlich sein kann.“

Bei Schnee und Eis werde die Straße Am Holscheidsberg zwar von der Stadt geräumt und abgestreut, „aber letztendlich nur so viel, dass eine Fahrbahn bleibt. Der Durchgangsverkehr ist aber für beide Richtungen offiziell zugelassen. Da die Bürgersteige und die Garageneinfahrten der Anwohner von den Schneeräumfahrzeugen regelmäßig zugeschoben werden, müssen Passanten über die Straße weiter gehen. Ihre Sicherheit ist dadurch ebenfalls nicht mehr gewährleistet!“ An vielen Wintertagen stünden sich Autofahrer im Begegnungsverkehr „ratlos gegenüber und wissen nicht, wie sie weiterkommen sollen“. Denn es bestünden weder Ausweich- noch Wendemöglichkeiten.

Ihr Anliegen legten die Anwohner gestern Mitgliedern der Bezirksvertretung Alt-Remscheid ans Herz. Bezirksbürgermeister Otto Mähler hatte zu dieser „Bezirksvertretung vor Ort“ (Foto) aber auch städtische Verkehrsexperten eingeladen (Udo Wilde und Heike Susic), um zu erfahren, was sie von der Idee halten, die Emilienstraße , seit 24 Jahren Anliegerstraße, talwärts zur Einbahnstraße zu machen und für den Durchgangsverkehr zu öffnen und die Straße Am Holscheidsberg zur Einbahnstraße bergwärts. „Offen für alles“, war deren Antwort. Aber zunächst wollen sie, sobald das Wetter es zulässt, eine neue Verkehrszählung machen, verbunden mit einer Tempomessung. Im November 2011 waren auf der Straße Am Holscheidsberg bergwärts innerhalb von 24 Stunden fast 1.500 Fahrzeuge gemessen worden. Dass darunter auch so mancher Lkw ist, der die Straße eigentlich gar nicht befahren darf. Ärgert die Anwohner besonders.

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Kommentare

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Michael Schad am :

Es hat wieder was vom Floriansprinzip, wenn Anwohner versuchen, Verkehr aus ihrer Straße fernzuhalten bzw. heraus zu drängen. Ob sie mit einer Einbahnregelung glücklicher werden, wage ich zu bezweifeln. Derzeit muss jeder mit Gegenverkehr rechnen, die Ausweichmöglichkeiten sind begrenzt. Das reduziert die gefahrene Geschwindigkeit. Sollte das "Risiko" des Gegenverkehrs entfallen, wage ich die Prognose, dass künftig noch schneller gefahren wird. Damit würde das eigentliche Ziel konterkariert. Eine Öffnung der Emilienstraße hingegen macht durchaus Sinn. Auch hier sollte der Verkehr in beide Richtungen fließen dürfen - aus den oben beschriebenen Gründen. So könnte der Verkehr zwischen Hasten und Innenstadt auf zwei Straßen verteilt werden.

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